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Das geheime Kapitel
Verfasser: Mara Winter (8)
Verlag: Pinguletta (6)
VÖ: 8. Juli 2019
Genre: Kriminalroman (6164)
Seiten: 224 (Broschierte Version), 215 (Kindle Edition)
Themen: Dorf (713), Familiengeheimnisse (347), Franken (57), Leichen (1632), Lügen (807), Tod (966), Unterstellungen (2)
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Anna ist todunglücklich. Ihre Ehe mit Johann plätschert vor sich hin, ihre Herkunft als uneheliches Kind einer jung verstorbenen Mutter hängt ihr immer noch an und ihr geliebter Ziehvater lebt auch nicht mehr. Doch als ihr Mann seine neue Geliebte mit auf den Spindelhof bringt, kommt eine außergewöhnliche Geschichte ins Rollen, die viele Fragen aufwirft: Wer ist diese hübsche Silke, die jeden zu verzaubern scheint? Was hat sie zu tun mit den mysteriösen Todesfällen, die ihr Leben begleiten? Und welche Rolle spielt bei all dem das geheimnisvolle Zauberbuch?

In Kürze werden die beiden Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, hineingesogen in einen Strudel aus Lügen, Unterstellungen, Verdächtigungen und lange zurückliegenden Familiengeheimnissen. Denn die anderen Bewohner des kleinen Dorfs in der fränkischen Schweiz scheinen mehr zu wissen, als sie preiszugeben bereit sind – man will die alten Geschichten ruhen lassen. Doch als dann Annas Schwager Georg morgens kalt im Bett liegt, zweifelt nicht nur die Polizei an seinem natürlichen Tod. Und es wird nicht die einzige Leiche bleiben ...

Besonders reizvoll ist das Wechselspiel der unterschiedlichen Perspektiven: Atemlos lesen wir, wie Anna und Silke sich immer tiefer in dem Geflecht aus Geld, Gier, Leidenschaft und Lust verstricken und erfahren doch immer (vielleicht) nicht die ganze Wahrheit. Doppeldeutig auch der Titel – geht es nicht nur um das geheimnisvolle Buchkapitel, sondern auch um die geheimen Seiten im Leben der Frauen. Wer sich für die Heilpflanzen und alte Bräuche, für Magie und übersinnliche Erfahrungen interessiert, wird diesen Roman lieben!

„Das geheime Kapitel“ perlt wie ein gut gemixter Kräuter-Cocktail durch unsere Lese-Adern. Gut gemischt aus einer sorgfältig konstruierten Handlung, einem Schuss hochprozentige Spannung, zu gleichen Teilen Unterhaltung, Lesevergnügen und Augenzwinkern, ist der Roman die perfekte Begleitung für laue Sommerabende, heiße Sonnenstunden oder durchwachte Nächte: Erfrischend, schmackhaft, süffig und eiskalt bis zum Schluss. Aber unbedingt Achtung: Es besteht Suchtgefahr!
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Mara Winter für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Mara Winter gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

2008


Der alte Mann stöhnte.
     »Martha! Wo ist Martha?«
     »Ach, Vater. Hast du es schon wieder vergessen? Sie ist gestorben.«
     »Nein!« Der Mann schrie auf und wimmerte. Sein erwachsenes Kind rückte ihm die Decke zurecht und sah ihn bedauernd an. »Nun beruhige dich doch. Es ist schon dreißig Jahre her.«
     »Meine Martha ist tot?«
     »Jeden Tag dasselbe. Es ist nicht mehr auszuhalten mit dir. Uns fehlt sie auch, hörst du? Uns auch. Ruh dich aus, ich gebe dir noch etwas von deinem Schlafmittel.«
     Der Greis starrte an die Decke. »Ihr habt sie in den Tod getrieben.«
     »Sei still, Vater. Sie hat sich selbst umgebracht, das weißt du genau. Wir ertragen all deine Launen seit Jahren! Lass mich jetzt in Ruhe! Es ist spät und ich will ins Bett.«
     »Nein!«, heulte er auf. »Verlass mich jetzt nicht! Bleib bei mir, ich bin krank!«
     »Du bist nicht krank, du bist nur alt und nutzlos. Ich ertrage dich nicht mehr. Du hast mir alle Kraft ausgesaugt! Du ruinierst mich! Ich hasse dich!«
     Er wollte widersprechen, doch das Kissen lag plötzlich schwer auf seinem Gesicht. Er bäumte sich auf und wollte schreien, doch der kratzige Stoff wurde immer stärker auf seinen Kopf gepresst und verschloss ihm Mund und Nase. Hilflos fuchtelte er mit den Armen in der Luft und versuchte, seinen Angreifer zu packen, doch der war stärker.
     »Gleich ist es vorbei«, sagte sein Kind, nun mit einer sanften, geduldigen Stimme. »Gleich ist alles vorbei.«


Kapitel Eins. Silke


Ich habe die Zeichen immer gesehen, aber niemand hat mir geglaubt. Am Abend, als Vater starb, saß ein Schwarm Krähen im Baum vor unserem Haus. Sie schlugen mit den Flügeln und krächzten in einer düsteren Sprache, die offensichtlich Unheil verkündete. Mein Bruder Heiner lachte, als ich ihn zum Fenster rief.
     »Rabenbraten, zum Greifen nahe. Da hol ich gleich das Schrotgewehr!«
     Ich war als einzige nicht überrascht, als der Anruf kam und wir ins Krankenhaus gerufen wurden. Vater starb in derselben Nacht und wir verloren das Haus innerhalb eines Monats. Seitdem mag ich keine Raben mehr leiden.
     Heiner machte deutlich, dass ihn Vaters Tod kaltließ. »Er war ja nur mein Stiefvater!«, sagte er auf der Beerdigung, als Frau Izmelda ihm kondolierte. Anstatt Mama und mir zu helfen, nahm er sich eine eigene Wohnung und kam nur noch vorbei, um mich zu kritisieren und zu erziehen. Er zwang mich, meine Kristalle fortzuwerfen und mich ausschließlich auf die Schule zu konzentrieren. »Du brauchst einen guten Abschluss, sonst kommt ihr nie aus diesem Ghetto raus!« Es machte mich wütend, dass mein Halbbruder unsere Hochhaussiedlung als Ghetto bezeichnete, obwohl sie eng und düster war und ich sie hasste. Aber Heiner musste nicht hier leben, wo es blühende Gärten nur im Fernsehen zu sehen gab.
     »Wenn ich die Ausbildung fertig habe und Makler bin, dann suche ich euch eine bessere Wohnung«, versprach er mir zum neunten Geburtstag, was er jedoch nie einhielt.

Ich vermisste Papa glühend, der stets lustig und zuversichtlich gewesen war. Auch unser Haus fehlte mir und vor allem der Garten mit dem Flieder und den Himbeerbüschen. Ich hatte jedes Fleckchen gekannt, wusste, wann die Sträucher blühten und welche Pflanzen giftig waren. Mit Papas Tod hatte ich nicht nur meine einzige Bezugsperson, sondern auch mein Zuhause verloren. Ich wünschte mir eine Schwester oder wenigstens eine Freundin. Alles, was ich hatte, waren ein strenger, grausamer Bruder und eine weinerliche, leidende Mutter, die niemals selbst etwas in die Hand nahm, sondern jammernd vor sich hinwelkte. Bis dann Vera in meine Klasse kam, mager und blass, wohnhaft im Kinderheim. Genau wie ich fand sie keinen Anschluss, und in unserem Elend taten wir uns zusammen. Sie beschrieb mir das Heim als einen Ort mit regelmäßigen Mahlzeiten, frischer Wäsche und sogar einem Waldstück zum Spielen. Das klang besser als das Leben mit meiner Mutter, die sich aufgegeben hatte. Wahrscheinlich hätte sie einen Job finden und uns aus der modernden Sozialwohnung herausschaffen können, doch sie hatte resigniert, nahm Tabletten und schlief die Tage durch. Ob ich pünktlich zur Schule ging, war ihr gleichgültig.
     Ohne unsere Nachbarin, Frau Izmelda, wäre ich verloren gewesen. In ihrem düsteren Wohnzimmer brachte sie mir bei, Tarotkarten zu legen. »Auf dich wartet etwas Großes, Mädchen. Sei zur rechten Zeit am rechten Ort und wachsam, dann kann es dir nicht entgehen. Sei vorsichtig, dass du nicht die falsche Abzweigung nimmst, sonst landest du im Verderben.«
     Ich grübelte darüber nach, was das Große sein mochte, aber meinen größten Wunsch, Papa und mein Zuhause zurückzubekommen, konnte mir niemand erfüllen.
     Täglich putzte Izmelda zehn Stunden, um die Schulden ihres Mannes zu bezahlen, der sie ohne Nachricht verlassen hatte. Außer für Tabak blieb ihr kein Cent für Vergnügliches. »Geld müsste man haben, Mädchen, mit Geld kannst du dir alles kaufen. Einen schönen Ausblick vom Balkon, Massagen für die müden Beine, Fußbodenheizung im Bad, frisches Obst und Glückspillen für den Kopf.« Ihre Durchblutung funktionierte nicht richtig, sie hatte Schmerzen in den Beinen und Lymphödeme. »Du bist jung und hübsch, versprich mir, dass du etwas aus dir machst! Wirf dich nicht irgendeinem Tölpel an den Hals, such dir einen Mann mit Geld. Die Liebe vergeht, dann ist die Hauptsache, dass die Kasse stimmt.«

Ich besaß ein einziges Märchenbuch, voller faszinierender Geschichten. Abends im Bett, wenn das Licht ausgeknipst war, spann ich die Geschichten im Kopf weiter. Dort trafen sich all meine Lieblingsgestalten im Garten des glücklichen Riesen und feierten gemeinsam ein Fest. Frau Izmelda saß in der Mitte, wurde von der Goldmarie bekocht und von Zwerg Nase bedient. Der Kronprinz sang lustige Lieder und spielte dazu auf der Laute, während die liebe Großmutter den feinsten Brotteig knetete.


Kapitel Zwei 2016. Anna


Es war der erste warme Tag nach einem langen, ungewöhnlich trüben Winter. Ich saß mit meiner Freundin Lotti auf der Terrasse vom ›Blauen Hund‹, wir tranken Kaffee und genossen die herrliche Frühlingssonne. Zwei Tische weiter saß Udo Schreiber vom Bauamt, der völlig fasziniert sein Gegenüber anstarrte. So beeindruckt, dass er weder uns bemerkte noch die pralle Sonne, die seine beginnende Glatze bedenklich rot färbte. Die schwarzhaarige junge Frau an seinem Tisch flirtete offen mit ihm und er schien sein Glück kaum fassen zu können. Schon damals fragte ich mich für einen kurzen Moment, um wen es sich bei der Frau handelte, und was sie hier bei uns in Kirchsendelbach verloren hatte.
     Doch dann konzentrierte ich mich darauf, meiner Freundin Lotti beim Jammern zuzuhören.
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