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TASCHENBUCH
 
Das Mädchen, das sie irre nannten
Verfasser: Antje Melanie Rieche (1)
Verlag: Eigenverlag (14406)
VÖ: 5. Juni 2019
Genre: Historischer Roman (3808)
Seiten: 309 (Kindle Edition), 307 (Taschenbuch-Version)
Themen: Familiengeheimnisse (375), Fünfziger Jahre (135), Großmütter (247), Mädchen (2241), Polen (60), Sechziger Jahre (134)
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BUCHVORSTELLUNG - WERBUNG FÜR DAS BUCH:
Ein Kampf um die Wahrheit und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben ...

»Erzähl mir mehr aus deinem Leben«, lautete die Aufforderung von Antje Melanie Rieche jedes Mal, wenn sie sich mit der Frau traf, der dieses Buch gewidmet ist. In einem Zeitraum von 6 Monaten gab es wöchentliche Interviews, durch die letztendlich dieser berührende Roman entstanden ist.

Worum es geht?

Der Roman spielt in den 50er-/60er Jahren in Polen. Ein kleines Mädchen, namens Hanna Kowalczyk wächst in einer lieblosen Familie auf: der Vater ist ein Tyrann, die große Schwester macht ihr das Leben schwer und die Mutter sieht bei all dem nur zu. Zudem wird in der Familie die Rolle der Frau ganz strikt auf die drei K’s reduziert ist: Kirche, Küche, Kinder. Hanna weigert sich dem unterzuordnen. An ihrem sechsten Geburtstag spricht sie verbotenerweise zum ersten Mal mit ihrer Großmutter. Ungeahnt ist dies der Beginn für eine Wendung in Hannas jungem Leben, die alles bisherig Geglaubte in Frage stellt. Und nicht nur das: die Großmutter ist der Schlüssel zu einem streng behüteten Familiengeheimnis.

Antje Melanie Rieche möchte mit diesem Roman berühren, zum Nachdenken anregen und vor allem Mut all denen machen, die trotz widriger Umstände niemals die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben verlieren sollten.

Meinungen aus LovelyBooks:

»Das Buch macht Mut. Denn es zeigt, das man mit einem großen Willen und Verstand immer einen Ausweg finden kann. Nicht resignieren.«, Sigrid1

»Antje Melanie Rieches Erzählung hat mich vom ersten Augenblick an gefesselt und ich konnte mich dem Sog dieser beeindruckenden, auf wahren Erlebnissen basierenden Geschichte nicht mehr entziehen.«, LEXI

»Es gibt Romane die einen nach dem Lesen noch lange nachdenklich zurück lassen. Dieser ist einer davon.«, Philiene

Der Roman ist auf Amazon erhältlich:
https://amzn.to/2FtFH9K

Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Antje Melanie Rieche für die Einsendung dieser Buchvorstellung!
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 30. Juni 2019 um 11:05 Uhr (Schulnote 2):
» Inhalt/Klappentext:
Ein Kampf um die Wahrheit und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben …
Polen, 1950er-/1960er-Jahre. Hanna Kowalczyk wächst in einer Familie auf, in der sie nicht sagen darf, was sie denkt und Fragen stellen nicht erwünscht ist. An ihrem sechsten Geburtstag spricht sie verbotenerweise zum ersten Mal mit ihrer Großmutter. Ungeahnt ist dies der Beginn für eine Wendung in Hannas jungem Leben, die alles bisherig Geglaubte in Frage stellt. Und nicht nur das: die Großmutter ist der Schlüssel zu einem streng behüteten Familiengeheimnis. Diese Geschichte basiert auf wahren Erlebnissen, die zum Teil abgewandelt wurden. Doch das Buch ist dieser Frau gewidmet.
(Quelle: Independently published)

Meine Meinung:
Sehr spannender und berührender Roman. Die Autorin konnte mich sofort in das Polen der Nachkriegszeit versetzten. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich finde die Zusammenhänge zu wahren Begebenheiten sehr interessant. Die Protagonistin Hanna ist mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist schon als kleines Mädchen sehr stark und neugierig. Sie kann mit der Familie in die sie hineingeborgen wurde nicht viel anfangen und Spannungen sind vorprogrammiert. Die restliche Familie finde ich weniger sympathisch. Sie Leben alle unter dem strengen Blick ihres Vaters und bemühen sich gar nicht eine selbstständige Persönlichkeit zu entwickeln. Die Geschehnisse in den 50er Jahren fand ich sehr dramatisch geschrieben und ich habe im Gedanken mehrfach den Vater durchgeschüttelt. Das erste Drittel war für mich sehr speziell. Es beschreibt die Kindheit von Hanna und die ihr auferlegten Zwänge. Das zweite Drittel ist ihrer Jugend gewidmet und zeigt sehr schön wie sie sich gegen ihr Elternhaus im Rahmen ihrer Möglichkeiten auflehnt. Das letzte Drittel hat mir schon am besten gefallen. Hanna ist zu einer sehr speziellen Persönlichkeit herangereift und lässt sich nicht so einfach unterbuttern. Ich fand es auch sehr gut wie die Autorin die Geschichte des Vaters einfließen ließ und die gesamten Zusammenhänge aufgedeckt werden.

Mein Fazit:
Schöner Nachkriegsroman. Er ist interessant und spannend.«
  14      0        – geschrieben von thora01
 
Kommentar vom 27. Juni 2019 um 9:10 Uhr:
» Ein Leben voller Lügen

„Du musst nicht alles verstehen, Hania, manchmal ergeben die Dinge erst zu einem späteren Zeitpunkt einen Sinn.“

Hanna (Hania), Marta und Agata Kowalczyk sind Geschwister, ihr einziger Bruder, der ersehnte Stammhalter Pawel, starb im Alter von sieben Jahren. Aufgewachsen in einer lieblosen Familie im winzigen polnischen Dorf Modlica, in der es keine Umarmungen und keine Zuwendung gab, sondern ein strenger katholischer Glaube und die Traditionen hochgehalten wurden, ergriff Hanna bereits nach Eintritt ihrer Volljährigkeit die Flucht aus dem Elternhaus. Nach über zwanzig Jahren sucht ihre Schwester Marta zum ersten Mal wieder Kontakt zu Hania, und anhand ihres Tagebuches wagen die beiden einen Rückblick in die gemeinsame Kindheit. Hania erinnert sich voller Grauen an den gewalttätigen und harten Vater, der die Familie als unberechenbarer Choleriker und Despot terrorisierte, seine eigene Mutter als Ausgestoßene behandelte und ihr den Kontakt mit den Enkelkindern strikt untersagte. Als die kleine Hania sich trotz der schrecklichen in Aussicht gestellten Konsequenzen für ihren Ungehorsam diesem Verbot widersetzt und die Nähe ihrer Großmutter sucht, eröffnet sich für sie eine völlig neue Welt. Eine Welt, in der es auch Bücher, und vor allem Hoffnung für sie gab. Ein Traum von Büchern ist es auch, der Hanias Leben schließlich verändert.


Das wunderschön gestaltete Cover und der Titel lenkten zunächst meine Aufmerksamkeit auf dieses Buch, nach der Lektüre kann ich bestätigen, dass meinen Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen wurde. „Das Mädchen, das sie irre nannten“ erzählt das bewegende Schicksal einer jungen Polin, deren Leben von kommunistischer Propaganda-Hetze und unsinnigen Regeln geprägt wurde. Hanias Neugier, ihre wissbegierigen Fragen, vor allem auch das kritische Hinterfragen der herrschenden Regeln in ihrem Elternhaus stoßen vor allem beim Vater auf brutalen Widerstand. Als Hania dem großen Geheimnis ihrer Familie zu nahekommt, wird sie kurzerhand für verrückt erklärt und in eine Klinik gebracht… sie gilt ab sofort als „irre“.

Antje Melanie Rieches Erzählung hat mich vom ersten Augenblick an gefesselt und ich konnte mich dem Sog dieser beeindruckenden, auf wahren Erlebnissen basierenden Geschichte nicht mehr entziehen. In eindringlichen Worten wird die einsame und trostlose Kindheit des kleinen polnischen Mädchens geschildert, dem von ihrer Mutter Strenge und Gleichgültigkeit, von ihrem Vater Gewaltausbrüche und Härte, und von ihrer großen Schwester Hass und Häme entgegengebracht wurden. Ein Mantel des Schweigens ist dabei stets über alles gebreitet, sei es in der Familie, oder auch innerhalb der Dorfgemeinschaft. Dinge werden nicht beim Namen genannt, die kleinsten Verstöße gegen die herrschenden Regeln scharf geahndet. Allzu großes Interesse an dem Mitmenschen oder gar Fragen zu stellen gilt als unhöflich, etwas kritisch zu hinterfragen als dreist und unverschämt. Die kleine, engstirnige und mit Vorurteilen behaftete Welt des Dorfes erlaubt keine Erweiterung des Horizonts, Bücher sind verpönt und werden in der Familie Kowalczyk nicht geduldet. Die Autorin besitzt einen einnehmenden Schreibstil, und bedingt durch das tragische Schicksal von Hania und ihrer Familie wartet dieses Buch auch mit entsprechend vielen Emotionen auf. Ich konnte mich sehr gut in die Figur der jungen Protagonistin hineinversetzen und ihren Gedanken und Gefühlen folgen. Mit zunehmender Beunruhigung las ich, wie Hanias kindliche Wissbegier durch eine rebellische Art abgelöst wurde, und danach sukzessive in Ohnmacht und Resignation mündete.

Die Anzahl der handelnden Personen wurde eher geringgehalten. Antje Melanie Rieche konzentriert sich in erster Linie auf ihre Protagonistin Hania, ihre Schwester Marta und den Vater, eine bedeutende Rolle nimmt auch die Großmutter ein. Wichtige Nebenfiguren sind das Heimkind Zofia, die zu Hanias einziger Freundin wird, sowie der selbstbewusste und liberale Student Patryk, der dem jungen Mädchen eine völlig andere Welt zeigt und sie aus der Enge ihres Kerkers herausholen möchte.

Fazit: „Das Mädchen, das sie irre nannten“ war eine sehr bewegende und teilweise erschütternde Lektüre, die mir ausgezeichnet gefallen hat. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter!

„RESILENZ“ – die seelische Widerstandsfähigkeit, selbst die schlimmsten Traumata bewältigen zu können und zurück zu einem Leben zu finden, das Glück zulässt.“ „Hanna wollte nicht aufgeben. Sie wollte nicht, dass das Leben daheim und andere Menschen ihr Leben bestimmen. Sie besaß Resilienz!“.«
  15      0        – geschrieben von LEXI
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