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Die Seidentöchter
Verfasser: Cristina Caboni (5)
Verlag: blanvalet (1440)
VÖ: 18. Juni 2019
Genre: Frauenliteratur (1127)
Seiten: 385 (Kindle Edition), 384 (Taschenbuch-Version)
Themen: Dreißiger Jahre (152), Mode (75), Neuanfang (802), Schneider (16)
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Lesermeinungen (1)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 12. Juli 2019 um 11:30 Uhr (Schulnote 2):
» Als Einführung in jedes Kapitel wird ein Stoff beschrieben, wie er aussieht, entsteht, teilweise wie er sich anfühlt und wie er verarbeitet wird. Nicht unbedingt gibt es einen Zusammenhang des jeweiligen Stoffes mit dem Kapitel, aber allein das Detail gefällt mir richtig gut. Es zeigt einen kleinen Teil der großen Recherchearbeit, die die Autorin auf sich genommen hat, um dieses Buch zu schaffen.

Anhand der Leseprobe hatte ich einen sehr positiven Eindruck von dem Buchanfang und ganz besonders von der Schreibweise. Obwohl recht einfach gehalten, wirkte sie durch viele Beschreibungen, bevorzugt von Orten, Stoffen und Kleidungsstücken anspruchsvoll. Dabei wurden keine unnötigen Verzierungen der Sprache genutzt, weshalb ich große Freude hatte, das Buch zu lesen.
Wie ich schon erwähnte, hat die Autorin großen Wert darauf gelegt, eine bildhafte Sprache zu nutzen. Dies war ihr besonders bei Häusern und kleinen Örtchen äußerst gut gelungen. Häufig entstand vor meinen Augen ein Bild des jeweiligen Handlungsortes und ich konnte mir darin auch die Protagonisten gut vorstellen. Vieles schien fast zu schön für die Welt zu sein,

Auf ihrer Suche nach der mysteriösen Person, deren Notiz Camilla findet, hat sie anfangs kaum Anhaltspunkte. Sie weiß im Grunde nur den Vornamen von ihr und zwei-drei kleine weitere Details. Doch trotzdem gab es während der Suche kaum Probleme, jede Idee war sofort ein Treffer und führte zu weiteren Informationen. Das war mir etwas zu problemlos und einfach. Ich hätte es gut gefunden, wenn ein Schritt auch mal in einer Sackgasse geendet hätte und sie einen neuen Ansatz brauchen, um die Forschung in eine neue Richtung zu bringen. So lief alles geradlinig und ohne Umschweife ab, was mir nicht authentisch genug war.
Das Ende passte gut zu der Handlung, war aber zu schnell da und auf wenigen Seiten gab es richtig viele Informationen. Ich hätte liebend gern noch einige Seiten gelesen und dafür ein ausführlicheres Ende gewünscht.

Die Handlung wird auf zwei zeitlichen Ebenen erzählt, zum einen die jetzige Zeit mit Camilla, zum anderen gibt es Kapitel über das Leben von Caterina, Mariannes Mutter. Die Haupthandlung findet im hier und jetzt statt, recht wenige Kapitel in der Vergangenheit. Beide Ebenen haben ihren Reiz, sind interessant und mit viel Liebe zum Detail geschrieben. Einen Tacken besser gefiel mir jedoch die Vergangenheit, dort ist einiges passiert und ich fand den Charakter von Caterina einfach wunderbar. Sie hat mir richtig gut gefallen, war stark und hat nur selten aufgegeben.

Allgemein lässt sich zu den Protagonisten sagen, dass diese auf eine recht kleine Zahl beschränkt wurden und daher gut bearbeitet waren. Sie wirkten durchweg lebendig und waren nicht alle vom Glück geküsst, sondern hatten Eigenarten und Probleme.
Je weiter die Handlung fortgeschritten ist, desto sympathischer wurde mir sowohl Marianne, als auch Caterina. Im Gegensatz dazu ließ meine Sympathie für Camilla immer weiter nach. Anfangs ist sie stark, selbstbewusst und eigenständig aufgetreten, mit der Zeit wurde sie eine kleine Nörgeltante. Besonders gegenüber einem Herrn war ihr Verhalten furchtbar und nervig. Camilla wollte sich anfangs partout nicht mit ihm aussprechen und daher war klar, dass sich die Lage nicht so einfach klären wird.
Und auch Marco, mit dem Camilla immer wieder Reibereien hat, war ich nicht so glücklich. An sich war er ein guter Charakter, der durch und durch ehrlich war und seine Ziele hatte. Aber etwas an seiner Art war mir zu geheimnisvoll und komisch. Mit ihm wurde ich wirklich warm.

Fazit:
Nach einem äußerst guten ersten Eindruck durch die Leseprobe bin ich der Handlung stets mit viel Spannung gefolgt und war auch meist vollkommen begeistert von der Handlung. Lediglich Camillas Charakter hat meine Nerven von Zeit zu Zeit strapaziert und auch die Suche lief mir zu einfach ab, das Ende wird zu schnell herbeigeführt. Ansonsten war die Handlung stets auf einem gleichbleibend guten Niveau, der Schreibstil war ein Träumchen und Caterina, sowie Marianne waren unglaublich tolle Charaktere, die ich liebgewonnen habe!«
  11      0        – geschrieben von MarySophie
 
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