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TASCHENBUCH
 
Träger des Feuers 1 - Die Wiedergeburt
Verfasser: Harry N. Bockman (1)
Verlag: Eigenverlag (12813)
VÖ: 26. November 2018
Genre: Fantasy (9460)
Seiten: 563 (Kindle Edition), 561 (Taschenbuch-Version)
Themen: Feuer (79), Gefahr (738), Götter (616), Prophezeiungen (407), Reisen (1691), Wiedergeburt (59)
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Lesermeinungen (1)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 12. Juni 2019 um 23:15 Uhr (Schulnote 3):
» Der Gott des Feuers

Klappentext:
Von der Menschheit vergessen, führen die Götter einen erbarmungslosen Krieg um die Herrschaft über die Welt. Eine uralte Prophezeiung verteilt die Rollen im göttlichen Ränkespiel neu und lässt in einer kleinen Hafenstadt unerklärliche Ereignisse geschehen. Der junge Fin muss daraufhin seine Heimat verlassen und sich auf eine ungewisse Reise an die Grenzen der bekannten Welt begeben. Unsichtbare Gefahren lauern überall, während mächtige Feinde versuchen, Fin an der Entdeckung der Wahrheit zu hindern. Ihm und seinen Verbündeten bleibt nicht viel Zeit, um die Zeichen der Vorsehung richtig zu deuten. Ein ungleicher Kampf um die Zukunft der Menschheit beginnt und bald schon muss Fin erkennen, dass sein Schicksal die Macht hat, den Lauf der Welt zu verändern.

Rezension:
Fin ist ein Alan. So nennt man die Kinder aus einem fremden Land, deren Eltern und größeren Geschwister von Unbekannten entführt wurden und die jetzt als Waisen in Nydhaven bei Pflegeeltern leben. Da es damals allerdings weniger aufnahmewillige Familien als verwaiste Alan gab, verpflichtete die Stadtverwaltung 3 alleinstehende Männer, sich gemeinsam um Fin zu kümmern – einen Wirt, einen Fischer und einen Fernhändler. Aber das ist lange her. Fin geht seinem 15. Geburtstag entgegen, dem Tag, an dem er nach Nydhavener Tradition großjährig wird. Doch bevor es soweit ist, häufen sich merkwürdige Vorfälle – und Fin muss die Stadt und seine Freunde eilig verlassen. Eine abenteuerliche Reise quer durch die Welt beginnt, deren Ziel Fin kaum beeinflussen kann.
Ein Fantasy-Abenteuer mit jugendlichem Helden und einer klassischen Heldenreise verspricht Harry N. Bockmans Mehrteiler zu werden, liest man den Klappentext. Zumindest für diesen 1. Band trifft das auch weitgehend zu. Der Autor legt das Abenteuer seines jungen Protagonisten in epischen Ausmaßen an. Sowohl Fin als auch die – wie in diesem Genre gewohnt – mittelalterlich geprägte Welt werden dem Leser detailreich nahegebracht. Zusammen mit dem Protagonisten lernt der Leser verschiedenste Winkel dieser Welt kennen. Gemeinsam gewinnt man nach und nach Einblicke in das Wirken von Göttern, die in Nydhaven schon beinahe vergessen sind.
Leider liegt genau in dieser Ausführlichkeit auch eine Schwäche des Buches. Über weite Teile der Handlung hinweg ‚passiert‘ nicht wirklich etwas. Der Leser erlebt nur mit, wie der Held wie ein Blatt im Wind ohne eigene Entscheidungen ziellos durch die Gegend geweht wird. Vieles wirkt einfach zu ausführlich beschrieben. Erst zum Ende dieses Bandes hin kommt eine Handlung im engeren Sinne ins Rollen. Im Rahmen einer Leserunde erwähnte der Autor zwar, dass einige der bisher unwichtig wirkenden Details in späteren Bänden noch eine Bedeutung bekommen, doch ändert dies nichts daran, dass diese dem Leser beim Lesen dieses Buches nicht fesseln können. Gerade junge Leser – das Buch wird für Leser ab 10 Jahren empfohlen – dürften nicht die Geduld aufbringen, bis zu den interessanten Abschnitten durchzuhalten. Nach meiner Meinung hätte man die rund 550 Seiten der Handlung um bestimmt ⅓ ‚eindampfen‘ können.
Der Fokus folgt stets dem Protagonisten, und der Leser erfährt stets nur, was auch diesem bekannt ist. Trotz der Längen ist der Stil des Autors angenehm lesbar. Fins Abenteuer macht durchaus Lust auf die Fortsetzungen. Allerdings ist zu hoffen, dass diese nicht ganz so episch ausfallen, sondern sich stärker auf die eigentliche Handlung konzentrieren.

Fazit:
Dieses an sich interessanter Jugend-Fantasy-Abenteuer könnte eine deutliche Straffung vertragen.

Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog
Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.«
  14      1        – geschrieben von Frank1
 
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