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TASCHENBUCH
 
Ein Fall für Joost Kramer 1 - Blutiger Wahn (Neubearbeitung von "Tödlicher Vorhang")
Verfasser: Dörte Jensen (17)
Verlag: Klarant (602)
VÖ: 25. März 2018
Genre: Kriminalroman (6538)
Seiten: 154 (Kindle Edition), 200 (Taschenbuch-Version)
Themen: Gefängnis (460), Intrigen (1068), Kommissare (1621), Ostfriesland (453), Schauspieler (574), Schlüssel (36), Selbstmord (537)
Reihe: Ein Fall für Joost Kramer (5)
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Am Strand von Norddeich wird die Kleidung der erfolgreichen Schauspielerin Henrike Sattler aufgefunden. Die Hinweise deuten auf Selbstmord. Seit Wochen sitzt ihr Ehemann als Verdächtiger einer schrecklichen Bluttat in U-Haft – hat sie die Situation und den öffentlichen Druck nicht mehr ertragen? Kommissar Joost Kramer ermittelt. Dabei machen ihm nicht nur die mysteriösen Fälle zu schaffen, sondern auch die Alleingänge von Henrikes bester Freundin Ricarda. Die Fotografin glaubt an eine grausame Intrige und verdächtigt Henrikes längst abservierten Ex-Freund. Ist die junge Schauspielerin in Wahrheit noch am Leben? Und welche Rolle spielt der verschwundene Schlüsselbund? Trotz aller Widrigkeiten lichtet sich der Nebel. Doch gerade als Kommissar Kramer meint, die mysteriösen Zusammenhänge zu durchschauen, kommt es zum tödlichen Showdown in Ostfriesland …
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Dörte Jensen gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Da Ricarda an diesem Tag wieder als Fotografin an der Nordseeküste unterwegs war, ging Henrike direkt in ihr Zimmer. Dort ließ sie sich auf das Bett fallen, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und schloss die Augen. Aber an diesem späten Nachmittag konnte sie keine Ruhe finden. Ihr Gefühlsleben war wie das sturmgepeitschte Meer. Sie durfte keinesfalls darin untergehen!
     Eine halbe Stunde vor dem Treffen mit Steffen zog sie sich an und legte etwas Make-up auf. Nachdem sie die halblangen rotblonden Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte, strich sie sich vor dem Spiegel mit den Händen über den Bauch. Bisher sah man ihr die Schwangerschaft noch nicht an. Bald würde sie es im Theater bekanntgeben, schließlich musste ihre Rolle neu besetzt werden. Bei dem Gedanken an eine hochschwangere Julia Capulet huschte ein flüchtiges Lächeln über ihr Gesicht, aber nur Sekundenbruchteile später verschwand es so plötzlich wie die Sonne, vor die sich eine dunkle Wolke schiebt. Ohne dass es ihr bewusst war, kniff sie die Lippen so fest zusammen, als wollte sie die Worte, die sie an diesem Abend würde sagen müssen, in sich einsperren. Sekunden später nickte Henrike ihrem Spiegelbild entschlossen zu. Dann machte sie sich auf den Weg.

***


»Wo warst du denn?« Steffen sah seine Freundin tadelnd an. »Du kommst fast zwanzig Minuten zu spät.«
     »Tut mir leid«, murmelte Henrike und setzte sich auf den Stuhl ihm gegenüber. Zu Anfang ihrer Beziehung hatte sie die kleinen Zweiertische und die im Kerzenschein funkelnden Gläser noch romantisch gefunden. Jetzt wirkten sie wie eine unpassende Filmkulisse. Sie würde ihm nicht verraten, dass sie eine Viertelstunde unschlüssig vor dem Restaurant gestanden hatte und am liebsten wieder nach Hause gefahren wäre, um sich unter der Bettdecke zu verkriechen. Aber damit würde sie ihr Problem keinesfalls lösen. Als ihr aufgefallen war, dass sie Steffen nicht mehr als ihren Partner, sondern als Problem betrachtete, hatte sie sich einen Ruck gegeben und das Restaurant betreten. Es wurde Zeit, die Beziehung zu beenden.
     »Schon gut«, meinte er gönnerhaft und reichte ihr eine der Speisekarten.
     Henrike nahm diese entgegen, auch wenn sie an diesem Abend bestimmt keinen Bissen herunterbekommen würde. Nachdem sie ihr Essen ausgesucht und bestellt hatten, trat ein Kellner mit einer Flasche Sekt und zwei Gläsern an ihren Tisch. Verwundert sah Henrike ihm beim Öffnen der Flasche zu. Sie konnte sich nicht daran erinnern, dass Steffen den Sekt bestellt hatte. »Was soll das?« Sie sah Steffen fragend an. »Wenn du die Flasche bestellt hast, wirst du den Sekt allein trinken müssen. Du weißt doch, dass ich schwanger bin.«
     »Heute solltest du eine Ausnahme machen. In den letzten Tagen habe ich viel über unsere Beziehung nachgedacht. Bevor wir uns eine eigene Wohnung nehmen, möchte ich ...« Er verstummte. Dann griff er in die Tasche seiner über der Stuhllehne hängenden Jacke und nahm ein weißes Kästchen heraus. Einen Moment lang sah Steffen sie an, als wüsste er nicht, was er nun sagen sollte. Dann öffnete er die kleine Schachtel und legte sie vor Henrike auf den Tisch. Ein Ring funkelte im Schein der Kerze, die in der Mitte des Tisches stand.
     »Henrike Lammers. Willst du mich heiraten?«
     Plötzlich schien alles um Henrike herum zu erstarren, als hätte jemand die Zeit angehalten. Entgeistert sah sie auf das Schmuck-stück. Für einige Sekunden fühlte sie sich wie die Figur in einem Theaterstück, die ihren Text nicht gelernt hatte und daher keine Ahnung hatte, was sie nun sagen sollte.
     »Ich will ...«, flüsterte sie kaum hörbar.
     Lächelnd legte er seine Hand auf ihre. Die Berührung riss sie aus ihrer Erstarrung.
     »... dich verlassen.«
     Hastig griff sie nach ihrer Handtasche und stand so abrupt auf, dass der Stuhl krachend zu Boden fiel. Die anderen Gäste unterbrachen ihre Gespräche und sahen sie irritiert an. Ohne sich um den umgefallenen Stuhl zu kümmern, stürmte Henrike aus dem Restaurant und lief durch die Fußgängerzone Richtung Schlosspark. Tränen rannen über ihr Gesicht.
     Sie bemerkte nicht einmal, dass sie ihre Jacke nicht mitgenommen hatte. In der Nähe des Schlossgartenteichs ließ sie sich auf eine Bank fallen und starrte gedankenverloren auf das sich in einem leichten Wind kräuselnde Wasser. Nach einer Weile, die ihr wie eine Ewigkeit vorkam, stand sie auf und ging zum Schlossplatz. Dort nahm sie sich ein Taxi, das sie zu ihrer Wohnung brachte. Das Fahrrad würde sie morgen holen.
     Vor dem Altbau nahm sie die Geldbörse aus der Handtasche und drückte dem Fahrer einen Schein in die Hand. Dann stieg sie aus, drückte die tagsüber nicht verschlossene Eingangstür des Mehrfamilienhauses auf und sprintete die steinernen Treppenstufen hinauf bis zu ihrer Wohnung im zweiten Stock. Hoffentlich war Ricarda inzwischen wieder nach Hause gekommen! Sie wollte jetzt keinesfalls allein sein und ...
     Abrupt kam sie auf der letzten Stufe zum Stehen und sah entgeistert zu ihrer Wohnungstür.
     »Was willst ... du ... hier?«, keuchte sie atemlos.
     »Ich werde dich zur Vernunft bringen!«, erwiderte Steffen und trat auf sie zu. »Was fällt dir ein, mich in aller Öffentlichkeit zu demütigen?«
     »Das wollte ich nicht. Bitte geh jetzt!«
     »So einfach wirst du mich nicht los!« Er griff nach ihrer Hand.
     »Lass das!«, rief Henrike und versuchte sich aus seinem Klammergriff zu befreien. »Du tust mir weh!«
     »Du gehörst mir, Henrike. Hast du das verstanden?« Sein Atem strich heiß über ihre Wange.

     »Niemals!«, schrie sie ihn an.
     »Was ist denn hier los?«
     Überrascht sah Steffen zu Ricarda, die gerade die Wohnungstür geöffnet hatte. Henrike nutzte den Moment und riss sich los, doch dabei verlor sie das Gleichgewicht, machte einen Schritt nach hinten und trat plötzlich ins Leere. Mit einem Aufschrei fiel sie polternd über die Stufen. Als sie auf dem nächsten Treppenabsatz liegen blieb, war ... Stille.
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