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TASCHENBUCH
 
Lukas Jansen 5 - Sturmkiller
Verfasser: Nick Stein (10)
Verlag: Klarant (599)
VÖ: 6. Juni 2019
Genre: Kriminalroman (6528)
Seiten: 196 (Kindle Edition), 200 (Taschenbuch-Version)
Themen: Attentate (190), Ermittlungen (1070), Falle (174), Kommissare (1617), Kraftwerke (2), Leichen (1754), Ostfriesland (451), Verdacht (589)
Reihe: Lukas Jansen (6)
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Über Ostfriesland tobt ein schweres Unwetter. Nach der stürmischen Nacht wird eine halb verkohlte Leiche im Naturschutzgebiet Leyhörn angespült. Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus, doch dann werden zwei weitere Leichen mit Brandverletzungen gefunden, von denen eine auch noch eine Schusswunde aufweist. Kommissar Lukas Jansen übernimmt die Ermittlungen und bald geraten die Opfer selbst in Verdacht. Hatten sie ein Attentat auf das gigantische Kohlekraftwerk geplant? Aber woher stammt dann die Schussverletzung? Lukas gräbt sich tiefer in den Fall und tritt dabei einem einflussreichen Manager auf die Füße. Der weiß sich zu wehren, Lukas’ Vorgesetzte greifen ein, er wird ausgebremst und zurückgepfiffen. Lukas lässt sich nicht stoppen. Im Gegenteil: Er läuft zu Höchstform auf und mit all seinem Einfallsreichtum stellt er dem Bösewicht eine tückische Falle ...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Nick Stein gibt es bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ich fluchte und packte Laptop und Telefon ein, leinte Jackie an, damit er mir bei dem Orkan nicht wegflog, mummelte mich in einen dicken Pullover und meinen Friesennerz ein, sagte Lisa Bescheid, die noch im Bett lag und einen Krimi las, und verließ das Gebäude. Jackie musste so oder so raus und konnte nicht im Haus bleiben, da konnte ich ihn auch mitnehmen. Der beste Spürhund Ostfrieslands konnte mir vielleicht sogar bei der aufgefundenen Leiche helfen.
     Gleich vor der Tür riss es mir die Kapuze vom Kopf und die Leine fast aus der Hand. Jackie bellte wie verrückt, er wollte schnell irgendwo rein, egal ob Haus oder Auto. Mir stachen eiskalte Hagelkörnchen wie Nadeln in Gesicht und Hände, meine Finger wurden sofort taub. Ich rannte mit gesenktem Haupt auf mein Auto zu, gefolgt vom aufgeregten Hund. Das Häufchen musste wohl warten.
     Lisa und ich hatten uns einen Zweitwagen zulegen müssen. Sie brauchte unseren SUV wegen des Kinderwagens, ich fuhr mit einem Kia Soul, einem Elektroauto, das wir uns gerade noch hatten leisten können. Ich hatte mich gefreut, als wir ihn erstanden hatten, weil er nur wenig gekostet hatte.
     Den mit Diesel betriebenen SUV wollten wir im nächsten oder übernächsten Jahr umtauschen, wenn der I.D. Buzz von VW auf dem Markt sein würde, ein ebenfalls elektrisch angetriebener Nachfolger des legendären VW-Busses.
     Der Kia war nicht gerade groß. Jackie musste zwischen Vorder- und Rücksitzen Platz nehmen, wo er sich schütteln und auf eine Decke legen konnte. Ich zog den Kopf ein, klemmte mich hinter den Sitz, machte die Sitzheizung an und gab mein Ziel ins Navi ein. Die Fahrt würde eine Stunde dauern, es waren nur sechzig Kilometer. Das Auto hatte gerade noch genug Saft für die Hin- und Rückfahrt.
     Zehn Minuten später war ich noch nicht viel weiter gekommen. Hinter Angelsburg waren zwei Bäume des Wittmunder Waldes auf die B210 gestürzt, eine Umleitung gab es noch nicht. Ich war allein auf weiter Flur und musste über den alten Postweg südlich der Bundesstraße ausweichen. Dort fand ich eine halbwegs windstille Ecke, an der Jackie sein Geschäft verrichten konnte. Trotzdem war ich klitschnass und durchgefroren, als ich wieder im Auto saß. Der Hund fror ebenfalls und sah mich anklagend an. »Ich bin für die Umwelt zuständig, nicht für das Wetter, Jackie«, erklärte ich ihm.
     Weitere zehn Minuten später war ich zurück auf dem Weg und passierte den Flugplatz Wittmundhafen. Hier in der Nähe hatte ich als Junge meinen ersten Fall als Hobby-Ermittler gehabt; damals hatte die Flughafenverwaltung einen Baum umsägen lassen, auf dem sich ein Adlerhorst befunden hatte. Die beiden Adlerküken, die dabei ums Leben gekommen waren, standen heute in Kunstharz gegossen auf meinem Schreibtisch.
     Ich rief bei dem Nordener Kollegen an, der mich benachrichtigt hatte, Jesko Harms. Er war bereits mit zwei Kollegen unterwegs, kam aber auch nicht richtig voran. Er hatte bisher nur mit dem Zeugen telefoniert, einem Vogelfreund aus Kassel, der in Greetsiel den Jahreswechsel gefeiert hatte und mit einem Spaziergang seinen Kater bezähmen wollte. Als Ornithologe hatte der Mann sein Fernglas dabei gehabt und vom Deich um das Leyhörn-Reservoir nach Vögeln Ausschau gehalten. Davon gab es im Winter ein Dutzend Millionen, meistens Zugvögel aus dem Norden und aus Sibirien.
     Der Mann hatte stattdessen einen leblosen Körper vorn an der Mittelplate der Leybucht erspäht und sofort angerufen. Harms hatte er aus dem Bett geholt. Der Kriminalhauptkommissar war erst um halb vier ins Bett gekommen und hatte eine halbe Stunde duschen müssen, um sich ans Steuer setzen zu können. »Ich hoffe, dass ich nicht an eine Streife gerate«, scherzte er. »Ich hab’s nicht nachgemessen, wo mein Pegel liegt. Bestimmt zu hoch. Aber was soll’s. Dienst ist Dienst.«
     Und Schnaps ist Schnaps, dachte ich.
     Harms hatte noch seine beiden Kollegen abgeholt, eine Oberkommissarin und einen Mann von der Nordener Spurensicherung. Die beiden anderen waren ebenfalls noch nicht fahrtüchtig. Folkert Fokken, der Mann von der Spurensicherung, hatte sich erst zu seinem Büro fahren lassen, um seine Bekleidung und seine Utensilien zu holen. Die drei waren jetzt nach Greetsiel unterwegs, um den Zeugen zu befragen.
     Vor Ort war bereits eine Amtsärztin aus Greetsiel. Die hätte sich noch nicht wieder gemeldet, sagte Harms.
     Ich kam nur langsam vorwärts. Überall lagen Äste und andere Dinge auf der Straße, Schilder, Zaunpfähle und Müll, ich musste Slalom fahren. Das Radioprogramm wurde alle zehn Minuten durch Sturmwarnungen unterbrochen, besonders für die Küste. Als ob ich das nicht selbst sehen würde, dachte ich. Der Sturm war vom Typ Skagerrak-Tief, das meist die schlimmsten Unwetter mit sich brachte, die wir hier oben erleben durften. Die Angaben schwankten zwischen Orkantief und Jahrhundertsturm.
     Zwischen den sich biegenden Bäumen am Straßenrand sah ich, wie die rasch dahintreibenden Wolken ab und zu aufrissen und den Blick auf den Himmel freigaben. Mal sah ich die durch den Dunst nur schwach sichtbare Sonne, mal eine sehr schmale Mondsichel, leicht unterhalb des Standortes der Sonne. Mein Gedächtnis wollte mir irgendetwas von Bedeutung zu diesem Umstand mitteilen. Der Straßenzustand und der halbe Kater, der mir von der letzten Nacht noch in den Knochen steckte, verhinderten das. Irgendetwas war mir entgangen.
     Ich war inzwischen ein Stück vorangekommen. Rechts von mir lag der Badesee von Dietrichsfeld, in dem ich als Jugendlicher öfter gebadet hatte. Der See war ein älterer Teil eines Baggersees, an dem weiter hinten noch gearbeitet wurde. Als ich etwa auf dessen Höhe war, musste ich scharf in die Eisen steigen.
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