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TASCHENBUCH
 
Lukas Jansen 5 - Sturmkiller
Verfasser: Nick Stein (10)
Verlag: Klarant (600)
VÖ: 6. Juni 2019
Genre: Kriminalroman (6533)
Seiten: 196 (Kindle Edition), 200 (Taschenbuch-Version)
Themen: Attentate (190), Ermittlungen (1071), Falle (174), Kommissare (1619), Kraftwerke (2), Leichen (1758), Ostfriesland (451), Verdacht (591)
Reihe: Lukas Jansen (6)
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Über Ostfriesland tobt ein schweres Unwetter. Nach der stürmischen Nacht wird eine halb verkohlte Leiche im Naturschutzgebiet Leyhörn angespült. Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus, doch dann werden zwei weitere Leichen mit Brandverletzungen gefunden, von denen eine auch noch eine Schusswunde aufweist. Kommissar Lukas Jansen übernimmt die Ermittlungen und bald geraten die Opfer selbst in Verdacht. Hatten sie ein Attentat auf das gigantische Kohlekraftwerk geplant? Aber woher stammt dann die Schussverletzung? Lukas gräbt sich tiefer in den Fall und tritt dabei einem einflussreichen Manager auf die Füße. Der weiß sich zu wehren, Lukas’ Vorgesetzte greifen ein, er wird ausgebremst und zurückgepfiffen. Lukas lässt sich nicht stoppen. Im Gegenteil: Er läuft zu Höchstform auf und mit all seinem Einfallsreichtum stellt er dem Bösewicht eine tückische Falle ...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Nick Stein gibt es bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

KAPITEL 1

Sturm


Draußen braute sich ein unheilvoller dunkler Sturm über Ostfriesland zusammen. Noch hatte er uns nichts anhaben können, trotzdem war ich heilfroh, zu Haus im Trockenen zu sitzen.
     Mein Leben hatte sich radikal verändert. Ich trug jetzt viel Verantwortung für unsere kleine Familie, die außer mir und Lisa unsere Zwillinge Ella und Onno und unseren Jack-Russell-Terrier Jackie umfasste. Durch unser kleines Haus im ostfriesischen Burmönken, zwischen Wittmund und Jever gelegen, war auch mehr Arbeit auf mich zugekommen.
     Vor allem aber hatte ich die Verantwortung für einen größeren Zuständigkeitsbereich der Polizei übernommen. Das LKA Niedersachsen hatte mich mit der Verhütung bzw. Aufklärung von Verbrechen gegen die Umwelt im Großraum Ostfriesland beauftragt. Meine Frau Lisa hatte zur gleichen Zeit die Unterstützung der Spurensicherung in Wittmund und den Aufbau einer kleinen Rechtsmedizin übernommen.
     Ich hatte einen ruhigen Job im beschaulichen Urlaubsland im Nordwesten Niedersachsens erwartet, nachdem ich während meiner ersten Jahre bei der Polizei mit großkalibrigen Verbrechern zu tun gehabt hatte, von russischen Spionen über Umweltvergifter bis hin zu einer Müllmafia, die vor Mord und Totschlag nicht zurückschreckte.
     Gleich nach der Geburt der beiden Kleinen, unserer Hochzeit und dem Umzug nach Ostfriesland hatte ich es mit organisiertem Schmuggel bedrohter Arten zu tun bekommen und ein Mördertrio bis nach China verfolgen müssen. Ich war gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten zurückgekommen, das wir zum ersten Mal in unserem eigenen Häuschen feiern konnten.
     Wie gesagt, ich hatte ruhige Zeiten erwartet, in denen ich mich außer um Haus und Garten nur um Jackie und die Zwillinge kümmern musste. Lisa hatte ihren Teil der Elternzeit hinter sich, ich war immer noch in Elternteilzeit. Eigentlich hätte ich schöne Tage auf der Wittmunder Polizeistation beim Klönschnack verbringen können.
     Beschauliches Urlaubsland! Seit meiner ruhigen Kindheit in Carolinensiel hatte sich hier oben einiges verändert. Der größte Autobauer und der größte Windturbinenhersteller Deutschlands rahmten Ostfriesland von links und die neuen Industrien am Jadebusen nebst Luftwaffe und Marine von rechts ein. Oben vor den Ostfriesischen Inseln fuhren täglich viele Megatonnen auf Tankern vorbei, weiter draußen standen die größten Offshore-Windparks Deutschlands. Zwischen all diesen Schwergewichten lag das nach wie vor beschauliche und ruhige Land meiner Vorfahren.
     Durch Ostfriesland gingen mehrere Autobahnen, auf denen schon Lastwagen während der Fahrt von hinten aufgeschnitten und ausgeraubt worden waren. Hier war immer etwas los.
     Vor Kurzem waren im Sturm erneut einige Frachter umgekippt und hatten große Mengen von Containern im Meer verloren, die zum Teil immer noch hin und her trieben und großen Schaden anrichteten. Einige der Container hatten sehr fragwürdige Chemikalien enthalten. Andere enthielten Dinge, die Auftrieb erzeugten, Tennisbälle, luftgefüllte Verpackungen, versiegelte Boxen mit allem Möglichen. Diese Container trieben nun gefährlich unter der Wasseroberfläche hin und her und bedrohten den Schiffsverkehr.
     Zu allem Überfluss hatte man damit begonnen, Weltkriegsmunition vor der Küste zu bergen. Der dabei freigesetzte Sprengstoff vergiftete die Kleinlebewesen, die Fische, die sie fraßen, und die Robben und Vögel, die sich die Fische einverleibten.
     Bei alledem war Ostfriesland immer noch ein wunderschönes Stück Erde, und das sollte auch so bleiben.
     Nach einer schönen Silvesterparty zu Hause hatte ich das neue Jahr in aller Ruhe beginnen wollen. Im Winter waren weniger Urlauber hier oben und damit weniger Umweltschäden zu erwarten. Allerdings verhielten sich die meisten Reisenden in Ostfriesland vorbildlich. Dennoch, mit weniger Tourismus hatten die Menschen hier oben weniger Arbeit und Einkommen, dafür mehr Zeit zum Nachdenken und mehr Zeit, sich um Missstände zu kümmern. Oder welche zu schaffen.
     Ich war als Erster leicht verkatert am Neujahrstag aufgestanden und sah aus dem Fenster unseres roten Backsteinhauses. Draußen blies ein Sturm, der an den Fenstern rüttelte und die Äste von den Bäumen riss. Hagel prallte in erbsengroßen Körnern gegen die Scheiben.
     Offiziell war heute ein Feiertag. Was ich draußen erkennen konnte, sah weniger feierlich aus, eher wie der Vorbote einer eisigen Apokalypse. Um zehn Uhr morgens war es immer noch stockdunkel. Ein Wetter, bei dem man keinen Hund vor die Tür jagen würde. Doch genau das würde jetzt auf Jackie zukommen, der sich vor meinen Füßen unter dem Tisch zusammengerollt hatte. Er musste raus, sein Häufchen machen. Anschließend würde ich mich um das Wohl unserer Zwillinge kümmern müssen.
     Als mein Handy klingelte, ahnte ich noch nicht, dass dieses Jahr alles andere als ruhig beginnen würde. Die Kripo aus Norden war dran. Im Westen Ostfrieslands, an der Leybucht bei Greetsiel, war eine Leiche in einem Naturschutzgebiet gefunden worden. Die Nordener Kollegen hatten mit dem Verweis auf das Naturschutzgebiet gleich bei mir angerufen; das fiele dann wohl in mein Ressort. Wir einigten uns darauf, uns dort zusammen mit einem Amtsarzt zu treffen.
     Ich konnte mir gut vorstellen, dass die Jungs aus Norden wenig Lust hatten, bei diesem Schietwetter rauszufahren. Trotzdem, es war ihr Gebiet, nicht meines. Ich musste nur zeigen, dass der Todesfall kein Umweltproblem war, dann konnte ich zurück nach Hause. Da hatte ich auch genug zu tun, der Fußweg war voller Matsch, Äste und Unrat aller Art und ich musste prüfen, welche Schäden der Sturm möglicherweise am Dach angerichtet hatte. Worauf ich mich aber an diesem Feiertag am meisten freute, war meine Familie.
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