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TASCHENBUCH
 
New York Lovestorys 1 - Home Sweet Home
Verfasser: J. Vellguth (20)
Verlag: Books on Demand (2414)
VÖ: 2. Juni 2019
Genre: Romantische Literatur (18076)
Seiten: 266 (Kindle Edition), 304 (Taschenbuch-Version)
Themen: Auftrag (819), Designer (14), Erinnerungen (785), Familien (1045), New York City (1258)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: New York Lovestorys (J. Vellguth) (2)
Charts: Einstieg am 7. Juni 2019
Höchste Platzierung (1) am 10. Juni 2019
Zuletzt dabei am 7. Juli 2019
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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19mal in den Tagescharts platziert
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Errechnet auf Basis von 10 Stimmen
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »New York Lovestorys 1 - Home Sweet Home« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei J. Vellguth für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu J. Vellguth gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kapitel 1
When It Rains It Pours – Luke Combs


Links eine Tüte, rechts eine Tüte und auf dem Gesicht ein erschöpftes, aber glückliches Lächeln, so trat Mary aus dem kleinen Geschäft, in den nicht mehr ganz so sonnigen Nachmittag.
     Sie beachtete die aufziehenden Wolken nicht und auch nicht den Wind, der an ihrer dünnen, türkisfarbenen Strickjacke zerrte. Während sie über den breiten Bürgersteig schlenderte, zwischen hohen Häusern hindurch und an einem pastellfarbenen Flickenmuster aus Backsteinfassaden und Sandsteinwänden vorbei, waren ihre Gedanken ganz in ihrem eigenen kleinen Laden und bei dem pompösen Rokokokleid, das sie erst vor etwa einer Stunde fertiggestellt hatte.
     Es sah atemberaubend aus. Ein wahrer Traum.
     Das vordere Mittelstück des Rockes war aus drei schneeweißen Lagen mit feinster Spitze gearbeitet. An der Hüfte war der glänzende, altrosafarbene Stoff des Oberrocks so weit ausgestellt, dass fünf Kleinkinder bequem darunter Platz finden konnten. Über der Brust hatte sie das Korsett mit einer silbernen Kordel kreuzgeschnürt, und da wo der Stoff des Oberkleides auf das Weiß des Mittelteils traf, hatte sie den Rand mit siebenhundertsechsundachtzig schimmernden Perlen per Hand verziert. Trichterförmige Ärmel und eine Schleppe vervollständigten das wahrhaft königliche Bild.
     Und ja, sie hatte sich von Die Schöne und das Biest inspirieren lassen, und nein, es war historisch nicht korrekt.
     Aber darum ging es schließlich nicht.
     Es ging um die Kundin, die gleich nach der Fertigstellung ein Foto bekommen, doch natürlich noch nicht geantwortet hatte.
     In den letzten Wochen war Miss Fisher sowieso sehr still geworden – wahrscheinlich hatte sie genug mit ihren Vorbereitungen zu tun.
     Es musste ihr einfach gefallen. Sie würde auf ihrem Maskenball umwerfend darin aussehen und sicher ihren Freundinnen erzählen, wer es für sie gemacht hatte.
     Ob das Marys Durchbruch wurde?
     Dann war sie endlich nicht mehr auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen – allein bei dem Gedanken fühlte sie sich schon um zehn Kilo leichter – vor allem, weil ihr Dad bald in Rente ging und das Geld dann knapp wurde. Wenn ihr Traum von der anerkannten Modedesignerin Flügel bekam, könnte sie ganz auf eigene Kosten ihre Wohnung in Manhattan bestreiten.
     Das kleine Stadthaus mit dem etwas anderen Mietvertrag war in den letzten Jahren zu ihrer zweiten Heimat geworden. Sie durfte das unter keinen Umständen verlieren.
     An der nächsten Ampel war die Kreuzung mit Autos vollgestopft und sie zwängte sich mit den anderen Fußgängern an Stoßstangen und Auspuffen vorbei.
     Mary arbeitete schon so lange, so hart für ihren kleinen Laden und damit ihren großen Traum. Besonders in den letzten zwei Monaten, wegen dieses ganz besonderen Auftrags. Und in den vergangenen zwei Nächten hatte sie so gut wie gar nicht mehr geschlafen, um die Frist einzuhalten.
     Kopf: Es muss ihr einfach gefallen.
     Bauch: Was, wenn sie allen erzählt, dass es ein Desaster ist?
     Kopf: Beruhig dich.
     Sie spürte, wie der Henkel der rechten Tüte ihr in die Finger schnitt.
     Das komische Gefühl kam sicher nur durch den Benzingestank der Autos und durch die Müdigkeit.
     Sie wäre schon längst im Bett, wenn sie Natty nicht zugesagt hätte, ihr noch ein paar Medikamente zu besorgen. Und, wenn sie sich selbst nicht versprochen hätte, zur Feier des Tages einen ganzen Becher Eiscreme zu kaufen – Sea Salt Caramel, auch bekannt als Zum-Niederknien-Lecker.
     Mary war ein wenig schummrig, als sie die nächste Straße überquerte, doch das würde sich wieder geben, sobald sie im Bett lag. Sie ignorierte das seltsame Bauchgefühl, genau wie die dunklen Wolken, die aufzogen.
     Heute konnte ihr niemand etwas.
     Das Schicksal hatte sich zum Besseren gewendet – endlich.
     Genau da gab es einen kleinen Ruck und einen Knall, und schon hatte die rechte Tüte ihren Inhalt auf dem Bürgersteig entleert. Mary seufzte. Sie wollte doch einfach nur in die weichen, sonnengelben Laken ihres Bettes fallen und ins süße Land der Träume driften.
     Aber sie würde sich ihre gute Stimmung nicht verderben lassen. Weder von dummen Zufällen noch von Wolkenbergen, die mittlerweile den Tag zur Nacht machten und scharfen Wind durch die Straßenschluchten pfeifen ließen. Sie sammelte den Eiscreme-Becher und die Medikamentenschachteln vom Boden auf, wickelte sie in die Plastiküberreste, um die zweite Tüte nicht auch noch zu riskieren, und eilte weiter. Da traf der erste Regentropfen ihr Gesicht.
     Super!
     Die Finsternis griff mit langen Fingern in die Straßen, Scheinwerfer von Autos huschten vorbei und zu dem ständigen Rauschen gesellte sich ein lang gezogenes Donnergrollen, das bis tief in ihren Magen hinein rumpelte – der sich ja sowieso nicht sonderlich wohlfühlte.
     Hastig stopfte sie ihren Einkauf unter die Jacke, auch auf die Gefahr hin, dass die Eiscreme schmolz – halb flüssig schmeckte die sowieso am besten. Doch weil ein ordentlicher New Yorker Schauer in wenigen Minuten ganze Kleiderschichten durchweichen kann, ganz zu schweigen von Medikamenten-Verpackungen, tat Mary etwas, das sonst nur Touristen machten oder Menschen, die glaubten, unverwundbar zu sein. Sie kaufte sich für fünf Dollar einen Regenschirm am Straßenrand.
     Zur Sicherheit.
     Bis zu Hause musste der reichen.
     Es war schließlich nicht mehr weit.
     Da brachen auch schon die Wolken auf und eine nasse, graue Wand aus dicken Tropfen sog sich sofort in ihre Jacke. Mary beschleunigte ihren Schritt, ihr Herz erhöhte den Takt und sie schaffte es irgendwie, den Schirm aufzuspannen, der zumindest ihren Kopf und ihre Brust vor den Wassermassen schützte. Sie ignorierte ihre weichen Knie, das Schwimmen in ihrem Bauch und konzentrierte all ihre Gedanken auf ihr Bett, das nur wenige hundert Meter entfernt auf sie wartete.
     Mittlerweile war es dunkel wie die Nacht. Feuchtigkeit klebte ihr die weißblonden Locken ins Gesicht und die schwergewordenen Jackenärmel an die Haut.
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