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TASCHENBUCH
 
Das Highborn-Projekt 2 - Wolfsspur
Verfasser: Melissa Ratsch (12)
Verlag: Eigenverlag (14472)
VÖ: 1. Juni 2019
Genre: Fantasy (10509), Jugendliteratur (6186) und Romantische Literatur (18137)
Seiten: 221 (Kindle Edition), 328 (Taschenbuch-Version)
Themen: Flucht (1553), Gefangenschaft (404), Gestaltwandler (661), Labor (45), Programmierer (9), Wölfe (261)
Reihe: Das Highborn-Projekt (3)
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Lycan will nur eines: Ein ganz normales Leben, denn sein bisheriges bestand nur aus Gefangenschaft und Schmerz. Doch wird es das jemals für ihn geben können? Denn Lycan ist kein normaler Mensch, in ihm schlummert ein Wolf.
Eines Tages gelingt ihm endlich die Flucht aus dem strenggeheimen Labor. Während Lycan sich von den körperlichen und seelischen Verletzungen erholt trifft er auf Nimué. Die schüchterne Programmiererin geht ihm sofort unter die Haut und auch sein Wolf ist ganz verzaubert von der jungen Frau.
Doch der Kontakt mit Lycan ist gefährlich für Nimué: Der skrupellose Konzern will sein Eigentum zurück und schreckt vor keinem Mittel zurück – und er ist Lycan dicht auf den Fersen.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melissa Ratsch für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melissa Ratsch gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

~ KAPITEL 1 ~


Alarmglocken schrillten in Lycans Kopf, laut und deutlich und lenkten ihn einen Moment von der pochenden Wunde an seiner Schulter ab.
     Er hielt die Nase in den Wind und atmete tief ein. Feuchter Waldboden, junges Grün, diverse kleine Säugetiere, vermoderndes Holz... und der Gestank eines Menschen.
     Unwillkürlich spannten sich seine Muskeln an und sein leerer Magen krampfte sich zusammen. Irgendwo zu seiner Linken befand sich ein Mensch, keine zwanzig Meter entfernt. Und er kam näher.
     Sein Herz schlug heftig gegen seine Rippen, während er zu seiner Schwester sah. Der braune Timberwolf lag zusammengerollt unter einer großen Baumwurzel, seine Flanken hoben und senkten sich in einem viel zu langsamen Rhythmus. Satter Blutgeruch, alt und neu, überlagerte ihre sonst so vertraute Witterung.
     Sie hatte es um einiges schlimmer erwischt als ihn. Bei ihm hatte das Geweih des Hirschbullen lediglich eine Fleischwunde an der Schulter verursacht, doch Canys hatte sich den linken Vorderlauf gebrochen. Hinzu kamen drei bis vier geprellte Rippen, einige tiefe Schnittwunden am Rücken und eine gequetschte Pfote am linken Hinterbein.
     Schuldgefühle und Wut drohten Lycan den Atem zu rauben. Warum hatte er nicht besser auf sie aufpassen können? Es war allein seine Schuld, dass es so weit gekommen war. Er hatte sich nicht beherrschen können und hatte sie überredet, obwohl sie deutlich ihr Missfallen ausgedrückt hatte.
     Er hätte es gleich merken müssen, wie sehr er auf dem Holzweg gewesen war. Canys stellte sich nur sehr selten offen gegen ihn. Es war alles so furchtbar schiefgelaufen.
     Jetzt saßen sie hier fest, konnten nicht weglaufen und sich in Sicherheit bringen, während der Mensch sich immer weiter näherte. Lycan hatte Angst, dass er sie entdecken und sie zur Strecke bringen könnte – oder schlimmeres. Aber das würde er auf keinen Fall zulassen.
     Also schlich er sich leise davon, ließ seine bewusstlose Schwester zurück. Sie musste nichts davon mitbekommen und wenn alles gut ging würde er das Problem unbemerkt aus der Welt schaffen – und sie hätten endlich etwas zu fressen.
     Lycan versuchte so wenig Geräusche wie möglich zu machen, bewegte sich vorsichtig durch die dichtstehenden Bäume. Doch er war so konzentriert darauf, dass er nicht bemerkte wie der Wind drehte. Adrenalin peitschte durch seinen Körper, vertrieb für den Moment die Schmerzen und ließ das Blut in seinen Ohren rauschen.
     Er lief schneller, einige trockene Zweige brachen unter seinen Pfoten. Lycan hörte ein metallisches Klicken, ehe er unvermittelt auf einem Waldweg stand – und sich einem Menschen und einem riesigen, schwarzen Hund gegenübersah.
     Nein, dachte Lycan und zog tief die Waldluft in seine Lungen. Nein, das war ein Wolf. Nur geringfügig kleiner als er, durch das schwarze Deckhaar war graue Unterwolle zu erkennen. Goldgelbe Augen bohrten sich wie Dolche in seinen Blick.
     Und er stand in geduckter, kampfbereiter Haltung vor dem Mann. Dem Mann, der mit einer Waffe auf ihn zielte.
     Unwillkürlich bleckte Lycan die Zähne, legte die Ohren an. Aber irgendetwas störte ihn. Dieses Bild stimmte nicht ganz. Warum zur Hölle sollte sich ein Wolf vor einen Menschen stellen? Ganz so, als wolle er ihn beschützen?
     Lycan musterte den Mann genauer. Er war groß, sicher einen Meter neunzig, muskulöser Körperbau, dunkles Haar und stechend grüne Augen, die ihn ohne mit der Wimper zu zucken anstarrten. Er konnte den Geruch von Zedernholz, Kardamom und Jasmin an ihm wahrnehmen.
     Und der eigenartige Timberwolf... roch fast genauso. Was war hier los?!
     Ein tiefes, unheilvolles Knurren erklang, der schwarze Wolf legte die Ohren an. Mit zurückgezogenen Lefzen und gesträubtem Nackenfell duckte er sich ein wenig mehr, als wolle er jeden Moment vorpreschen und Lycan attackieren – verharrte dann jedoch völlig regungslos.
     Lycans Muskeln verkrampften sich, denn die Situation war ausweglos. Selbst wenn er mit dem anderen Wolf fertig werden würde – der offenbar bei bester Gesundheit und wild entschlossen war den Mann zu beschützen – würde eben dieser Mann ihn einfach niederschießen.
     Und Canys wäre ganz allein.
     Verzweiflung wollte sich in ihm breitmachen, dass sie es erst geschafft hatten und dann doch sterben mussten, weil alles ganz anders kam.
     Von einer Sekunde auf die andere gab der Timberwolf seine aggressive Haltung auf. Der ganze Körper entspannte sich, er stellte die Ohren auf, kläffte einmal und wedelte sogar mit dem Schwanz. Ganz so als würde er einen alten Freund begrüßen.
     Verwirrt und nicht mehr ganz sicher, ob er noch bei klarem Verstand war, senkte Lycan die Lefzen. Einige Sekunden später nahm der Mann die Waffe runter, das Klicken der Sicherung war zu hören.
     „Lycan“, sagte er mit ruhiger, tiefer Stimme.
     Unmöglich!, dachte Lycan völlig schockiert.
     Der Mann ihm gegenüber hob beschwichtigend die Hände und fuhr fort: „Wir wissen wer und was du bist, Lycan. Du kannst uns vertrauen.“
     Wer um alles in der Welt war das?!
     Er roch nicht nach seinen Peinigern, so eine Kombination hatte Lycan noch nie zuvor gewittert. Das wusste er ganz sicher, denn er hatte ein exzellentes Gedächtnis in dieser Hinsicht. Und selbst wenn sie ihn geschickt hätten, dann hätte er sicher nicht die Waffe gesenkt.
     Wie festgefroren konnte Lycan nur den Mann und den Wolf anstarren.
     Die goldgelben Augen des Timberwolfs lösten sich von ihm, sahen zu dem Mann hoch und es schien irgendeine Art von stiller Kommunikation zwischen ihnen zu geben, denn der Mann nickte leicht.
     Und als wäre das alles nicht schon verrückt genug, lief unvermittelt ein heftiges Zittern durch den dunklen Wolfskörper – und Lycans Atem setzte aus.
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