Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
42.632 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »moineruadh559«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Gourmetkiller
Verfasser: Elsa Bergh (2)
Verlag: Elaria (81)
VÖ: 31. Mai 2019
Genre: Thriller (5990)
Seiten: 256
Themen: Geld (249), Intrigen (1069), Kritiker (8), Mord (5108), Restaurants (292)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Eine Durchschnittsnote wird erst angezeigt, wenn 10 Stimmen abgegeben wurden.
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Leider existiert für »Gourmetkiller« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Elsa Bergh für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

PROLOG


Bleistiftabsätze klapperten über den Steinboden des Flurs des historischen Palazzo und kündigten ihr Kommen an, bevor sie die Tür aufstieß, die gegen die Wand krachte. Die Frau trug einen dieser kleinen Hüte mit Schleier, die man heutzutage fast nur noch in Filmen sah. Oder auf Begräbnissen. Mit dem schwarzen Mantel und den gleichfarbigen Accessoires sah sie ohnehin so aus, als ob sie von einem solchen käme.
     »Das hier ist ein privates Meeting«, sagte der Mann an der Stirnseite des riesigen Besprechungstisches, der alle anderen selbst sitzend überragte.
     »Eines, zu dem ich eingeladen bin.« Ihre Stimme war heiser, der Ton schnippisch.
     »Das ist mir nicht bekannt. Wir sind vollzählig«, konterte er.
     »Stellen Sie sich nicht dümmer, als Sie sind.« Sie hüstelte.
     Um seine Mundwinkel zuckte es. Die anderen vier Männer, je zwei an den Längsseiten, vermieden es, ihn oder die Frau anzusehen.
     »Was wollen Sie?«, knurrte er unwirsch.
     Sie machte ein paar Schritte in den Raum hinein und blieb am Rand des Aubusson stehen, der unter dem ausladenden Tisch und den Stühlen lag. Immer noch verblieben etliche Meter zwischen ihr und den Männern.
     »Das, was mir zusteht. Ich bin seine Universalerbin, sein Anteil ist nun meiner.«
     Als ob sie ihre Worte damit unterstreichen könnte, rückte sie mit einer resoluten Geste den Trageriemen ihrer eleganten Handtasche, eine golden gefärbte Kette, zurecht.
     Unruhe machte sich breit. Ein angestupster Kugelschreiber rollte von der Tischplatte und fiel zu Boden. Einer der Männer flüsterte etwas Unverständliches. Ein anderer griff nach einem Trinkglas und schubste es zwischen seinen Händen auf der glatt polierten Platte hin und her.
     Derjenige, der bisher gesprochen hatte, schob seinen Stuhl ein Stück zurück, umfasste die Armlehnen und fragte: »Wovon?«
     Dieses eine emotionslos ausgesprochene Wort brachte die Frau sichtlich in Rage. Sie hielt die Luft an, japste, zog die Schlaufe des Gürtels, mit dem ihr Mantel gehalten wurde, enger.
     »Das ist ja wohl klar, immerhin war er euer Freund und Partner!«
     »Er war ein Bekannter, kein Freund«, konterte der große Mann. »Aber wie Sie richtig sagen«, er machte eine bedeutungsvolle Pause und dehnte das nächste Wort in die Länge, »war er unser Geschäftspartner. Mit Betonung auf war, denn jetzt ist er tot.«
     Die Frau atmete hörbar aus und das feine Netz des Schleiers vor ihrem Gesicht bewegte sich. Allerdings nicht genug, um ihre Nase oder gar ihre Augen freizugeben. Nur ihre karmesinrot geschminkten Lippen blitzten darunter hervor.
     »Er hatte die Idee«, stieß sie aus.
     »Gemeinsam mit uns.«
     Die Frau hielt kurz inne und schien zu überlegen.
     »Er hat seinen Anteil auf das Projektkonto eingezahlt.« Der Triumph in ihrer Stimme war unüberhörbar.
     »Der am Tag nach seinem Tod zurücküberwiesen wurde.«
     Sie taumelte leicht und flüsterte: »Das kann nicht sein!«
     »Sie wissen es nicht?« Der Mann lachte auf. »Eigenartig, wo Sie angeblich die Universalerbin sind.«
     »Natürlich bin ich das, ich war doch seine Frau«, keifte sie heiser zurück.
     Er setzte sich kerzengerade auf und schlug mit der Faust auf den Tisch.
     »Nein, seine Frau waren Sie nicht. Sie waren nur die letzte seiner Gespielinnen, diejenige, die zum Zeitpunkt seines Todes an seiner Seite war. Das ist alles. Und jetzt gehen Sie bitte, das Gespräch ist beendet.«
     Sie wankte. Einen Moment lang sah es so aus, als ob die Bleistiftabsätze unter ihrem Körpergewicht einknicken wollten, doch dann fing sie sich. Die goldene Kette rutschte von ihrer Schulter. Sie zog die flache Handtasche an ihre Brust und hielt sie mit beiden Händen fest.
     »Dafür werdet ihr bezahlen! Glaubt nicht, dass ihr damit so einfach davonkommt!«, spie sie mit heiserer kippender Stimme aus.
     Der Mann zeigte mit dem ausgestreckten Arm zur immer noch offen stehenden Tür.
     Ohne ein weiteres Wort zu sagen, machte sie kehrt und stöckelte aus dem Raum. Erst als das Geklapper ihrer Absätze am Ende des Flurs verklang und kurz darauf die schwere Eingangstür ins Schloss fiel, wandte einer der Anwesenden sich den anderen zu.
     »Ich frage mich, was er an dieser Schlange gefunden hat. So eine würde ich nicht einmal mit der Kneifzange anfassen.«
     »Kanntest du sie schon?«, fragte sein Gegenüber.
     »Nie zuvor gesehen. Und ihr?«
     Einstimmiges Kopfschütteln war die Antwort.
     »Eben. Sie ist niemand, und sie hat auch keine Anteile von etwas, was es noch gar nicht gibt.« Der Mann, der als Einziger mit der Frau gesprochen hatte, rückte mit dem Stuhl näher an den Tisch und schlug die Mappe auf, die vor ihm lag. »Wir halten uns weiterhin bedeckt und gründen die Gesellschaft zum geplanten Datum. Bis dahin läuft alles wie bisher. Irgendwelche Einwände?«
     Einer räusperte sich. »Wir sind also nur noch fünf?«
     Der, der neben ihm saß, schlug ihm auf die Schulter. »Das ist doch perfekt. Dann hat jeder von uns anstatt eines Sechstels ein Fünftel der Gewinne!«
     Alle stimmten in sein Lachen ein.


EINS


Pisa, an einem Mittwochabend einige Wochen später
     Genießerisch atmete der Mann den Geruch ein. Seine Augen waren halb geschlossen. Es schien, als wartete er auf einen zärtlichen, glückseligen Kuss. Seine rechte Hand näherte den Dessertlöffel dem Mund, vorsichtig öffnete er die Lippen. Die Zunge stieß hervor, um von dem weißlichen Schaum zu kosten. Sobald das Zitronenparfait seine Geschmackspapillen erreichte, verzauberte ein zufriedenes, fast ekstatisches Lächeln sein Gesicht. Gleichzeitig verdoppelten sich die kleinen Schweißtropfen auf seiner Stirn. Mit einer lästigen Bewegung wischte er sie mit dem Einstecktuch, das sich scheinbar nur deshalb in der Tasche der Weste befand, weg. Dann machte er sich daran, die cremige Süßspeise in sich hineinzulöffeln.
     Die Jacke des eleganten Maßanzugs aus dunkelgrauem Glencheck hatte er schon kurz nach den Antipasti über die Sessellehne gehängt, die beiden oberen Knöpfe des weißen Hemdes waren geöffnet. Die Krawatte war sorgfältig aufgerollt in einer Hosentasche verschwunden. Eine locker geschnittene schwarze Weste kaschierte meisterhaft den Bauch des Mannes, der sich nun zufrieden zurücklehnte. Er nahm die Stoffserviette von seinen Knien und legte sie neben den Teller auf den Tisch.
Seite: 1 2
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2019)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz