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Die Lotosblüte
Verfasser: Hwang Sok-Yong (1)
Verlag: Europa (30)
VÖ: 10. Mai 2019
Genre: Historischer Roman (3654)
Seiten: 496
Themen: 19. Jahrhundert (1113), Asien (24), China (129), Frauen (628), Geishas (3), Zweitfrau (3)
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Epische Schilderung eines Frauenschicksals aus dem alten China. Die blutjunge Koreanerin Chong wird als Zweitfrau an einen alten Chinesen verkauft, wird Opfer von Menschenhändlern und zur Prostitution gezwungen. Im Haus der roten Laternen reift sie aber auch zur selbstbewussten Frau, die ihren Körper für eigene Interessen zu nutzen lernt
Lesermeinungen (5)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 18. Juli 2019 um 21:22 Uhr:
» Die 15-jährige Koreanerin Chong, aus bittererer Armut als Zweitfrau/Geliebte an einen alten, reichen Chinesen verkauft, erlebt die Zeit der Opiumkriege und die Umbrüche in Ostasien. Ihre Schönheit und Jugend betört die Männer, doch für die meisten ist sie nur ein Lustobjekt - ob als Freudenmädchen in Nanking, von Menschenhändlern nach Formosa verkauft oder als Gespielin eines Engländers, der für die ostindische Handelsgesellschaft in Singapur lebt.

Doch schon früh entscheidet Lenghwa, wie sie in China genannt wird, dass sie die Meisterin ihres eigenen Schcksals sein will, dass sie den Männern, die ihren Körper zu besitzen glauben, nicht die Kontrolle überlassen will. Dass sie in ihrem stürmischen, wechselhaften Leben dann sogar Liebe findet - damit hätte sie wohl selbst kaum gerechnet. Immer wieder wechselt sie Namen, Länder, Sprachen und weiß sich letztlich zu behaupten. Auch als Opfer von Menschenhandel und Vergewaltigung ist da eine stählerne Härte und Entschlossenheit, die von der Gewalt nicht berührt wird und die der jungen Frau den nötigen Durchhaltewillen gibt.

Das faszinierende Schicksal einer starken und selbstbewussten Frau schildert "Die Lotosblüte" allemal. Allerdings wird der Wandel vom schüchternen, unberührten und verängstigtem Mädchen zu der selbstbewussten Frau, die ihren Körper aus Kalkül einsetzt, nicht wirklich nachvollziehbar. Woher diese innere Kraft kommt, woher das Gefühl für die eigene Manipulationsfähigkeit - das bleibt unerklärt. Und überhaupt bleibt die Dynamik der Frauengesellschaft in den Häusern mit der roten Laterne, irgendwo zwischen Solidarität und Konkurrenz, offen.

Vielleicht ist das nicht allein einer anderen Erzähltradition geschuldet, sondern vor allem der Tatsache, dass der Autor ein Mann ist und eben nicht in einem weiblichen Körper steckt. So faszinierend die Geschichte der Lotosblüte in diesem epischen Gesellschaftbild auch ist - wirklich glaubwürdig oder überzeugend sind die Frauenfiguren nicht geraten. Im späteren Teil des Buches galoppiert der Autor dann regelrecht durch die späteren Lebensphasen der Lotosblüter, während prägenede Figuren unterwegs auf der Strecke bleiben und nicht weiter erwähnt werden. Das ist dann doch bedauerlich und hinterlässt einige abgerissene Erzählfäden. Dennoch: Lesbar und spannend für alle, die sich für Geschichten aus anderen Kulturen und deren Erzählweisen interessieren, ist "Die Lotosblüte" allemal.«
  14      0        – geschrieben von evaczyk
 
Kommentar vom 11. Juli 2019 um 10:57 Uhr (Schulnote 1):
» Aufgewachsen in bitterer Armut bei ihrem blinden Vater wird Chong schon in jungen Jahren durch deren Stiefmutter nach China verkauft. Dort führt sie unter dem Namen Lenhwa ein Leben als Konkubine an der Seite eines betagten und einflussreichen Familienoberhauptes, welches sich durch seine junge Geliebte ein langes Leben verspricht. Doch als dieser sein Leben schneller aushaucht als ihm liebt ist, beschließt sie fortan ihrer eigenen Wege zu gehen. Doch dies ist gar nicht so einfach, weshalb sie auf die Hilfe eines wohlhabenden Geschäftsmannes zurückgreift, welcher zugleich Sohn des Verstorbenen ist. Als Lenhwa an dessen Seite nicht nur an Einfluss sondern zugleich auch dessen Herz für sich gewinnt, merkt sie schnell, dass diese Gefühle nur einseitig sind, da ihr Herz bereits einem anderen Mann, einem mittellosen Musiker, gehört. Kurzentschlossen brennen sie gemeinsam durch, doch das Glück währt nicht lange und Lenhwa gerät erneut in die Hände von Menschenhändlern. Dort setzt sich ihre langjährige Odyssee fort, in der Lenwha nicht nur von ihrem Geliebten getrennt wird sondern zugleich auch noch ein Leben als Prostituierte in einem Bordell führen muss. In der Hoffnung auf ein besseres Leben beschließt sie für dieses zu kämpfen und nutzt dabei ihre mächtigsten Waffen, welche neben ihrem scharfen Verstand vor allem ihre Schönheit und ihr Körper sind. Mehr Handelsware als Mensch führt ihr Weg sie von den Ufern des Gelben Flusses über Shanghai, Taiwan und Singapur bis ins ferne und geheimnisvolle Japan, jenem Land in welchem die sagenumwobenen Geishas Männer mit einem Wimpernschlag den Kopf verdrehen. Wird es Lenhwa, welche tief in ihrem Inneren Chong nie verloren hat, trotz aller Widrigkeiten gelingen, ein menschenwürdiges und erfüllendes Leben zu führen? 

Mit seinem Werk "Die Lotosblüte" hat der koreanische Autor Hwang Sok-Yong ein Werk von sinnlicher und zugleich atemberaubender Schönheit geschaffen. Tief und zugleich stellenweise unglaublich leicht erzählt er hier aus dem Leben der jungen Chong, welche schon in jungen Jahren erleben muss, dass das Leben ein stetiger Kampf zwischen Gut und Böse ist. Erlebt sie einerseits entsetzliche Torturen auf ihrer Odyssee durch ihr gänzlich unbekannte Länder, gibt er andererseits dem Leser immer wieder Gründe zu hoffen und mit der jungen Frau mitzufiebern. Eindringlich und facettenreich schildert er hierbei nicht nur das Leben jener jungen Frau, er verwebt deren Geschichte zudem eindrucksvoll mit wichtigen historischen Ereignissen, welche dem Leser mal mehr und mal weniger ausführlich dargelegt werden. Von besonderer Schönheit sind dabei auch einzelne Schilderungen zu Umgebung und einzelnen Protagonisten, welche die Handlung insgesamt so sehr authentisch und zugleich auch überzeugend gestalten. Da dieses das erste Buch eines asiatischen Autoren für mich war, musste ich mich anfänglich erst an den stellenweise malerischen und beinahe kunstvollen sprachlichen Ausdruck des Autoren gewöhnen. Negativ oder gar unangenehm empfand ich dies jedoch nicht. Schnell habe ich vielmehr bemerken dürfen, dass es sich bei diesem Werk um ein besonderes Werk von irdischer Schönheit sowie von stellenweise unmenschlicher Grausamkeit handelt, welches mich innerhalb der ersten Seiten komplett an sich fesseln konnte. Oft habe ich mit Chong, deren im Laufe der Handlung immer wieder variieren, mitgelitten, mitgefühlt und auch mitgehofft. Beachtlich empfand ich jedoch auch hier besonders, wie sehr sie sich während ihrer Odyssee auf der Suche nach dem Glück und einem Platz im Leben von einer eher schwächlichen, jungen Frau zu einer starken und kämpferischen Frau entwickelt, welche nicht nur genaue Vorstellungen vom eigenen Leben besitzt sondern zugleich auch bereit ist, für andere zu kämpfen. Die Länge der einzelnen Kapitel, welche durch eigene Überschriften gegliedert sind, empfand ich als angenehm und auch die vielen in den Satzbau eingeweihten asiatischen Begriffe empfand ich nicht als störend. Sie verliehen viel mehr der Handlung noch zusätzlich an Authentizität. Unverständliches wird in einem Glossar auf den letzten Seiten des Buches erklärt, wo man während des Lesens bequem nachschlagen kann, um diese zu ergründen. Die Umschlaggestaltung wirkt ebenso wie die Buchbindung sehr hochwertig und zugleich auch passend zum Inhalt, weshalb dieses Buch nicht nur äußerst hübsch ist sondern zugleich auch während des Lesens sehr angenehm in der Hand liegt. Insgesamt konnten mich die äußere sowie die inhaltliche Gestaltung absolut von sich überzeugen, zudem eignet es sich hervorragend als Geschenk für begeisterte Leser auf der Suche nach anspruchsvoller Literatur. «
  9      0        – geschrieben von Lese-katze1992
Kommentar vom 6. Juni 2019 um 13:28 Uhr:
» Das Cover des Buches hat etwas verträumt verspieltes. Und es ist einfach nur wunderschön.

Inhalt: Die 15 jährige Chong Shim wird von ihrer Mutter an einen Mädchenhändler verkauft und wird so zur Ehefrau eines alten Chinesen. Ein Martyrium beginnt für das junge Mädchen. Als der 80 jährige dann stirbt wird sie von dessem jüngsten Sohn in einem Bordell zur Prostituierten ausgebildet und bekommt einen neuen Namen. Doch das ist erst der Beginn ihrer Odyssee. Sie wird weiter verkauft und arbeitet in weiteren Bordellen in verschiedenen Städten.

Meine Meinung: Ein außergewöhnliches Buch mit einem sehr eigenen Schreibstil, das mir im Großen und Ganzen recht gut gefallen hat. Allerdings waren mir manche Szenen einfach zu langatmig. Der Autor hat insgesamt zwar sehr gut recherchiert aber er ist auf einige geschichtlichen Dinge einfach zu intensiv eingegangen. Das hat manchmal den Lesefluß gestört und auch von der eigentlichen Geschichte abgelenkt.
Mit Chong hatte ich von Anfang Mitleid, von der eigenen Mutter verkauft und dann in diesem Strudel aus Zwangsprostitution gelandet. Allerdings hat mich ihre Wandlung dann doch fasziniert. Auch ihr Geschick, sich bestmöglich zu verkaufen und meist als leitende Geisha zu arbeiten.
Eine wirklich erstaunliche junge Frau.
Insgesamt ein sehr informatives Buch, mit geschichtlichem Hintergrund der die Martyrien der Frauen Mitte des 19. Jahrhunderts aufzeigt.
Mein Fazit: Trotz einiger Schwächen klare Leseempfehlung und 4 Sterne.«
  8      0        – geschrieben von dartmaus
Kommentar vom 24. Mai 2019 um 17:18 Uhr (Schulnote 2):
» Die 15jährige Shim Chong wird von ihrer Stiefmutter verkauft und wird so zur Zweitfrau eines alten Chinesen. Ihr Leben verändert sich damit. Nun heißt sie Lenhwa (Lotosblüte) und lernt es, ihre Reize einzusetzen. Doch als der Mann stirbt, verändert sich ihr Leben wiederum. Nach vielen furchtbaren Erfahrungen beschließt sie, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.
Es ist ein interessantes historisches Buch, mit dem man in eine fremde Welt eintauchen kann. Der Schreibstil ist klar und
Die Verhältnisse, in denen Shim Chong aufgewachsen ist, waren sehr ärmlich. Sie musste betteln, um zu überleben und für ihren Blinden Vater da sein. Dann wird sie von ihrer Stiefmutter verkauft, was zu jener Zeit wohl nicht unüblich war. Sie bekommt zwar ein Leben im Luxus, muss aber die sexuellen Gelüste des alten Mannes befriedigen. Als er stirbt, beginnt für sie eine furchtbare Zeit. Wieder wird sie wie eine Ware weitergereicht und es ergeht ihr nicht gut. Aber sie ist entschlossen, ihren Weg zu gehen und nicht mehr andere über sich bestimmen zu lassen.
Die vielen Sexszenen sind sehr ausführlich beschrieben, das hätte ich nicht unbedingt so haben müssen. Dafür fehlte mir die Beschreibung der Gefühle von Lotosblüte; ich konnte ihr daher einfach nicht nahekommen.
Dem Autor ist es gut gelungen, diese uns fremde Welt lebendig und bildhaft zu beschreiben und uns die Kultur nahezubringen. Ein interessantes Buch!«
  11      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 24. Mai 2019 um 13:17 Uhr:
» Die 15 jährige Chong wird von Korea nach China verkauft und landet als Meträsse bei einem 80 jährigen. Als er stirbt beginnt für Chong ein Überlebenskampf bei dem sie nicht unter geht.
Der Schreibstil von Sok-Yong hat mich mit seiner poetischen Art irgendwie beflügelt. Er ist flüssig und für mich als Europäerin ungewöhnlich. Der Autor beschreibt mit seinem enormen Hintergrundwissen das Leben in China, Japan und Korea. Er läßt uns in die fremde Kultur eintauchen. Stellenweise waren mir die vielen Namen zuviel, man verlor aber trotzdem nicht den Überblick.
Ich hätte mir vielleicht etwas mehr Emotionen gewünscht, was aber widerrum nicht der Kultur des Autors entspricht.«
  9      0        – geschrieben von Rezitine
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