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TASCHENBUCH
 
Solange sie tanzen
Verfasser: Barbara Leciejewski (6)
Verlag: Tinte & Feder (96)
VÖ: 14. Mai 2019
Genre: Frauenliteratur (1108)
Seiten: 366 (Kindle Edition), 368 (Taschenbuch-Version)
Themen: Demenz (40), Erinnerungen (700), Liebe (475), Tänzer (92), Tod (931), Vergessen (46)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Mai 2019 nominieren
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Die Geschichte der einundachtzigjährigen Ada, die im Jahr zuvor ihren Mann verloren hat und dabei ist, noch viel mehr zu verlieren. Vor dem langsamen Abrutschen in die Demenz kann sie nichts bewahren, weder ihr treuer Boxer Hemingway, noch ihre Kinder und Freunde, die erst spät etwas mitkriegen, noch ihre positive Lebenseinstellung und der Mut, mit dem sie seit jeher allen Herausforderungen entgegengetreten ist. Einzig der Anblick eines tanzendes Paar, das sie Abend für Abend durch ihr Fernglas beobachtet, hält sie aufrecht. Mit ihnen kommen all die Erinnerungen, die wirklich von Bedeutung sind, zurück. Solange sie tanzen, ist Ada glücklich.
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Versuchen wir das Glück
Geschrieben von: Barbara Leciejewski (3. Oktober 2017)
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Lesermeinungen (2)     Blogger (1)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 19. Mai 2019 um 14:20 Uhr (Schulnote 1):
» Ada Friedberg ist seit fast einem Jahr Witwe. Gemeinsam mit ihrem Mann Hans hat sie lange, glückliche Jahre verbracht. Hans fehlt ihr an jedem einzelnen Tag. Doch Ada lässt sich nicht unterkriegen. Sie bewältigt ihren Alltag beinahe allein und wird dabei von ihrem Boxer Hemingway unterstützt. Denn Hemingways Versorgung gibt ihrem Leben Struktur und außerdem sorgen die gemeinsamen Spaziergänge dafür, dass Ada aus dem Haus geht. Langsam beschleicht Ada allerdings das Gefühl, dass sie zunehmend vergesslicher wird. Obwohl sie versucht, sich nichts anmerken zu lassen, ist ihr Erschrecken darüber groß. Als im Haus gegenüber ein junges Paar einzieht, das Ada aus ihrer Wohnung mit dem Fernglas beobachtet, fühlt sie sich an ihre Zeit mit Hans erinnert. Denn die neuen Nachbarn scheinen genauso leidenschaftliche Tänzer zu sein, wie es einst Ada und Hans waren...

Barbara Leciejewski beschreibt Adas Geschichte so einfühlsam, dass man vom ersten Moment an, eine ganz besondere Atmosphäre wahrnimmt. Deshalb fühlt man sich sofort wohl, kann sich entspannt zurücklehnen und beobachten, wie Ada ohne ihren geliebten Ehemann Hans zurecht kommt und wie sie ihr Leben nun gestaltet. Dabei gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit. Diese werden so lebendig geschildert, dass man beinahe meint, selbst dabei zu sein und Ada und Hans über die Schulter zu schauen.

Doch auch die Gegenwart hat einiges zu bieten. Man verfolgt Adas Bemühungen, ihren Alltag selbst zu bewältigen, durchgehend interessiert und nimmt mit einem mulmigen Gefühl wahr, dass sie langsam vergesslich wird. Ada wirkt so authentisch, dass man mit ihr mitfühlen und sich ganz auf sie einlassen kann. Sie ist sehr sympathisch, hat das Herz auf dem richtigen Fleck und außerdem einen ganz besonderen Humor. Es gibt Momente, in denen man ganz unverhofft schmunzeln kann. Doch auch solche, in denen man tief berührt wird und heftig schlucken muss.

Dieser Roman ist zwar eher ruhig, doch so einfühlsam geschrieben, dass er tief unter die Haut geht, da die Emotionen einfach echt wirken. Man kann sich ganz auf Ada einlassen, ihre Erinnerungen genießen, aber auch über die Ängste und Schwierigkeiten, die mit dem Älterwerden verbunden sind, nachdenken.«
  14      1        – geschrieben von KimVi
Kommentar vom 16. Mai 2019 um 19:44 Uhr (Schulnote 1):
» Ada liebt Hans und Hans liebt Ada. So einfach ist das aber nicht im Jahre 1957. Adas despotischer, ewig gestriger Vater verbietet ihr den Umgang mit dem Sohn eines jüdischen Nazigegners. Wie beide ihr Lebensglück verwirklichen, beschreibt Barbara Leciejewski anrührend in ihrem Roman. In Rückblenden wird Adas Leben erzählt, mit Höhen und Tiefen. Ein im Abendlicht tanzendes Paar, welches in Ada Erinnerungen hervorruft, wird zum Symbol ihrer Liebe. Erinnerungen schwinden, Gedächtnislücken häufen sich. Sehr behutsam wird das Abgleiten in die Demenz geschildert. Trotz aufopferungsvollem Kümmern seitens der Kinder und einiger Nachbarn verabschiedet sich das Bewusstsein. Sanft, sehr sanft geht Ada der Wiedervereinigung mit ihrem geliebten Hans entgegen.
Gefühlvoll, aber ohne falsche Sentimentalität wird eine anrührende Lebensgeschichte erzählt. Schön, an Adas Erinnerungen teilzuhaben.
Roman aus dem Tinte&Feder Verlag, Amazon media EU.«
  7      0        – geschrieben von SanneL
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