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KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Apollo Felix
Verfasser: Iris Rösner (2)
Verlag: Eigenverlag (13898) und epubli (960)
VÖ: 27. März 2018
Genre: Jugendliteratur (6024)
Seiten: 79 (Kindle Edition), 164 (Taschenbuch-Version)
Themen: Jungen (751), Koma (220), Krankenschwester (185), Unfälle (954), Weltraum (534)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Iris Rösner für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Iris Rösner gibt es auf ihrer Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Hey Felix, mein Großer!«
     »Hey Papa. Was geht ab?«
     »Ich wollte dich über den aktuellen Stand informieren.«
     »Ist Stella schon über den Berg?«, fragte Felix kauend.
     »Nein«, antwortete sein Vater resigniert.
     »Tigert Mama wie eine aufgescheuchte Katzenmutter durchs Krankenhaus?«
     »Ja!« Felix biss erneut ein großes Stück von seiner Pizza ab und meinte gelangweilt:
     »Und du bist genervt von der ganzen Situation, stimmts?«
     »Also, so kannst du das wirklich nicht ...«
     Doch Felix ließ seinen Vater nicht aussprechen.
     »Papa, es gibt keine Neuigkeiten. Ist doch bloß ein Kontrollanruf von euch. Aber ...keep cool. Es ist alles paletti. Die Sterne warten auf mich. Umarme Mama von mir und geh´ einen Kaffee trinken.«
     Ein Seufzer der Erleichterung war von der anderen Seite des Telefons zu vernehmen.
     »Ach Felix, ich bin ja kein Fan von euren vorlauten Klappen, aber was würde ich dafür geben, jetzt ein paar freche Sprüche aus dem Mund deiner Schwester zu hören.«
     Felix stopfte sich gerade das letzte Stück Pizza in den Mund und fügte aufmunternd und leicht kauend hinzu:
     »Mensch Papa, lass´ den Kopf nicht hängen. Du kennst doch Stella, wenn sie sich etwas vorgenommen hat, dann zieht sie das auch durch. Und bevor die nicht als große Künstlerin die Welt erobert, gibt die nicht den Löffel aus der Hand. Denn das wäre absolut uncool.«
     Papa schnaubte zustimmend.
     »Du hast ja recht. Deine Schwester und ihr ausgeprägter Trotzkopf. Wenn die sich etwas vornimmt, dann zeigt sich echtes Durchhaltevermögen. Ich sollte mehr an sie glauben.»
     »Daran erinnere ich dich, wenn sie dir zig Tausend Euro aus der Tasche für ihr Kunststudium in Paris leiern will.«
     Felix konnte ein leichtes Schmunzeln durch den Hörer vernehmen.
     »Danke, Felix. Das werde ich mir merken. Und mach´ heute Abend nicht mehr so lange, mein Großer.«
     »Ich werf´ nur noch einen Blick in die Sterne.«
     »Denkst du an die Sternschnuppe?«, erinnerte ihn sein Vater.
     »Geht klar. Bis dann Papa.«
     »Schlaf gut, Felix.«
     Langsam trottete der Junge die Treppe hoch und verschwand unter der Dusche. Es war höchste Zeit aus den nach Schweiß und Regenschauer riechenden Klamotten zu kommen. Ausgiebig schäumte er sich ein, um anschließend stundenlang den heißen Wasserstrahl über sich laufen zu lassen. Doch auch der ergiebige Duschschauer half nicht dabei seine Gedanken von Stella abzuwenden. Das klang alles so unwirklich, was Papa ihm erzählt hatte. Unfall, Kopfverletzung, Tod. Felix rubbelte sich die Haare trocken. Mit einem Badetuch um die Hüften geschwungen ging der Junge in sein Zimmer. Er blieb vor seiner Balkontür stehen und starrte das Teleskop lange an. Eigentlich hatte Felix keine Lust mehr einen Blick durch sein Himmelsfernrohr zu werfen. Aber versprochen ist versprochen. Dabei war gerade gar keine Saison für Sternschnuppen. Die regneten erst im August wie Sonderangebote vom Himmel. Felix zog sich T-Shirt und Shorts an, löschte das Licht im Zimmer und setzte sich auf den Balkon. Felix liebte seinen Balkon. Mit vier Quadratmetern war er nicht wirklich groß, aber für sich und sein Teleskop völlig ausreichend. Unter anderen Bedingungen wäre Felix auch nicht an den Stadtrand gezogen. Ein eigener Balkon war die Voraussetzung für den Umzug in die Einöde gewesen. Als die Familie vor gut vier Jahren mit der Planung des kleinen Hauses begonnen hatten, wollte jedes Familienmitglied ein Extrawürstchen. Felix den Balkon, Mama einen parkähnlichen Garten und Stella extragroße Fenster wie in einem Palast. Bei jedem Wunsch rollte Papa mit den Augen, faltete die Hände wie zum Gebet und stieß dabei laut aus »Und wer soll das bezahlen? Wir sind doch nicht die Rockefellers!«
     Es führte letztendlich dazu, dass Mama beschlossen hatte wieder Arbeiten zu gehen. Für das große Eckgrundstück. Und für extragroße Palastfenster in Stellas Zimmer. Und damit Felix seinen Minibalkon bekam. Und weil Mama im Alter nicht verhungern mochte, weil sie lange Zeit nichts in die Rentenkasse einbezahlt hat. Erstaunlich schnell fand seine Mutter wieder eine Teilzeitstelle als Zahntechnikerin bei ihrem alten Arbeitgeber. Am Anfang war es eine Umstellung für die ganze Familie. Meistens frühstückten sie nur noch zu dritt, weil Mama sich bereits auf dem Weg zur Arbeit befand. Übrigens sehr zum Bedauern von Felix und Stella, denn Papas Pausenbrote schmeckten extrem gewöhnungsbedürftig. Papa verzierte, wie er es nannte, jedes Brot mit aufgeschnittenen Gewürzgurken. Felix jedoch hasste Gewürzgurken auf dem Brot. Sie verliehen der Salami ein glitschiges Aroma und ließen den Käse schmierig schmecken. Doch für seine Mutter, die ihre Berufstätigkeit sichtlich genoss, nahm Felix ekelige Pausenbrote gerne in Kauf. Denn eine gutgelaunte Mutter war nicht zu verachten. Schmutzige Socke im Flur, verdreckte Teller in der Spüle oder sandige Fußabdrücke im Wohnzimmer verursachten bei seiner Mutter nicht mehr zu Wutanfällen, die stark an den Ausbruch von Vulkanen erinnerten. »Wieso liegt die Socke hier herum. Felix? Das ist doch deine. Glaubst du, dass ich deine persönliche Putzfrau bin, die dir alles hinterher räumt? Wäsche waschen, Einkaufen gehen, aufräumen, Putzen, Taxiservice ... ich bin doch lediglich euer persönlicher Sklave. Als Nächstes muss ich noch in der Küche neben dem Herd schlafen«, waren noch ihre harmloseren Kommentare.
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