Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
42.322 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »joy24«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Apollo Felix
Verfasser: Iris Rösner (2)
Verlag: Eigenverlag (13834) und epubli (954)
VÖ: 27. März 2018
Genre: Jugendliteratur (5997)
Seiten: 79 (Kindle Edition), 164 (Taschenbuch-Version)
Themen: Jungen (745), Koma (218), Krankenschwester (184), Unfälle (949), Weltraum (527)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Eine Durchschnittsnote wird erst angezeigt, wenn 10 Stimmen abgegeben wurden.
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Leider existiert für »Apollo Felix« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Iris Rösner für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Iris Rösner gibt es auf ihrer Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Was soll ich denn dort?«
     »Bei deiner Schwester sein, weil es vielleicht ...«
     Sein Vater stockte und warf Felix einen tieftraurigen Blick zu »..., weil es vielleicht die letzte Nacht deiner Schwester sein wird. Stella hat einen Schädel-Basis-Bruch. Die Ärzte können erst nach der OP mehr sagen. Falls es danach noch etwas zu sagen gibt.«
     Felix griff nach der Fernbedienung und starrte auf den dunklen Bildschirm.
     »Hat sie mal wieder ihren Fahrradhelm nicht getragen? Ist doch typisch Stella. Nur weil er ihr nicht schick genug ist.«
     Sein Vater atmete ein paar Mal tief ein und aus. Das war Papas Art sich zu beruhigen. Dann klimperte er auffordernd mit den Autoschlüsseln.
     »Oh Papa, ich komme nicht mit ins Krankenhaus? Was soll ich dort? Ich kann doch sowieso nichts machen. Außerdem muss ich noch duschen und Hunger habe ich auch. Hat Mama was zu essen gekocht?«
     »Wie kannst Du jetzt an Essen denken?«
     »Ist ein menschlicher Trieb. Geht ganz leicht.«
     Felix Vater starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen verständnislos an und fuhr sich mit der Hand erneut durchs leicht ergraute Haar.
     »Wir werden voraussichtlich die ganze Nacht im Krankenhaus bleiben. In der Tiefkühltruhe müsste noch die eine oder andere Pizza liegen. Und wenn was ist, dann ruf mich an. Mich und nicht Mama. Hast Du verstanden?«
     Felix brummelte ein „ja, ja...“ und schaltete den Fernseher ein. »Und mach´ heute Abend nicht so lange. Vielleicht wirfst du mal einen Blick in die Sterne. Im Falle einer Sternschnuppe verlasse ich mich auf dich.«
     Schlapp winkte Felix seinem Vater nach. Irgendwie hatte er sich den Abend anders vorgestellt. Wollte Papa nicht grillen? Und Mama ihren leckeren Nudelsalat machen? Mit knurrendem Magen schlurfte der Junge in die Küche. Doch weder im Kühlschrank noch im Backofen oder auf dem Herd erblickten seine Adleraugen fette Beute. Müde schleppte er sich in Richtung Tiefkühltruhe. Doch der Anblick im Inneren des Gefrierschranks versetzte Felix in melancholische Stimmung: Thunfisch, Vier Käse, Champignon, Meeresfrüchte. Das war wieder einmal typisch für diesen Haushalt. Mama und Stella waren das letzte Mal einkaufen gewesen und das hatte er jetzt davon.
     »Mensch,« grummelte er leise vor sich hin, »gibt es in diesem Haushalt keine anständige männliche Pizza mehr? Eine Pizza, auf der sich würzige Salamischeiben neben knusprigen Schinkenstückchen räkelten. Und bitte schön ohne Brokkoli und anderem Grünzeug.« Felix vertrat die Ansicht, dass eine feurige Peperoni das Höchste der Gefühle an Gemüse auf einer ordentlichen Pizza war. Genervt schob der Junge die vegetarischen Varianten zur Seite und arbeitete sich langsam zum Boden der Truhe vor. Doch seine Gedanken kreisten um das Gespräch mit seinem Vater. »Scheiße Mensch,« ging es Felix durch den Kopf, »wenn das wirklich stimmte, was Papa gesagt hatte, dann würde er Stella in Zukunft höchstpersönlich ihren Fahrradhelm auf dem Kopf fest tackern. Schick hin oder her.«
     Ganz unten entdeckte Felix schließlich eine Barbecue-Pizza mit Rindfleischstreifen, Bacon und extra viel Zwiebeln, die das Mindesthaltbarkeitsdatum gerade überschritten hatte. Perfekt! Er schaltete den Backofen ein, legte die Pizza aufs Blech und wartete.
     Schon seltsam, so ein ruhiges Haus. Felix war sonst nie allein zu Hause. Einer war immer da. Meistens Mama. Die ging selten noch mal weg, wenn sie von der Arbeit kam. Dann war sie froh, wenn sie sich nur noch um den Haushalt und den Garten kümmern musste. Ihren Garten, wie sie oft Freunden und Nachbarn gegenüber betonte. Mama hatte dieses kleine Fleckchen Grün wirklich praktisch angelegt. Felix erinnerte sich noch daran, wie es vor drei Jahren ausgesehen hatte. Damals waren sie gerade in das neugebaute Reiheneckhaus gezogen. Im Haus standen noch überall die Farbeimer oder vollen Umzugskartons im Weg, aber Mama bearbeitete bereits den harten Boden im Garten, um Grassamen zu säen. Stella war ebenfalls oft zu Hause anzutreffen. Die werkelte zwar nicht im Garten, hockte jedoch meistens in ihrem Zimmer, wenn Felix nach Hause kam. Selten war sie alleine. Immer hingen irgendwelche Freundinnen bei ihr herum. Dann saßen sie gackernd auf Stellas Bett, hörten die schmusige Musik einer angesagten Boyband und futterten Felix das letzte Stück Schokoladenkuchen weg. Manchmal fragte sich Felix, ob Stellas Freundinnen eigentlich kein Zuhause haben. Wahrscheinlich waren deren Geschwister nicht so tolerant wie Felix. Oder nicht so dämlich einen kichernden Hühnerhaufen in direkter Nachbarschaft zu ertragen. Lag sein Zimmer doch direkt neben dem von Stella. Felix überlegte, wie das wohl wäre, wenn seine kleine Schwester plötzlich einen Kerl statt einer Horde Hühner im Zimmer hätte. So in drei oder vier Jahren? Wenn es soweit überhaupt kommen würde. Felix schüttelte heftig mit dem Kopf, um nicht weiter über Papas Worte nachdenken zu müssen. So ein Unsinn. Natürlich würde Stella diese Nacht überleben. Was erzählte sein Vater da bloß. Warum sollte Stella sterben? Ist doch Bullshit. Das nervige Piepen der Zeitschaltuhr erinnerte Felix an sein wohlduftendes Mahl. Hungrig verschlang der Junge die Pizza, während er auf Eurosport den schwitzenden Spielern der amerikanischen NBA zuschaute. Das wäre genau Felix Fall – einmal in der amerikanischen Basketball Vereinigung zu spielen. Für den Anfang würde ihm auch ein Ticket – selbstverständlich in der erste Reihe – bei den Dallas Mavericks und seinem Idol Dirk Nowitzky voll und ganz reichen. Als Felix aufstand, um seinen Teller in die Küche zu bringen, klingelte das Telefon.
Seite: 1 2 3 4
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2019)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz