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TASCHENBUCH
 
Und dann im Traum ... die Liebe
Verfasser: Frederike Hieronymi (3)
Verlag: Eigenverlag (12830) und epubli (874)
VÖ: 7. Mai 2019
Genre: Romantische Literatur (16440)
Seiten: 395 (Kindle Edition), 476 (Taschenbuch-Version)
Themen: 17. Jahrhundert (210), Barock (3), Doppelleben (141), Familiengeheimnisse (334), Fürsten (127), Galerie (21), Innsbruck (11), Träume (596)
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Ist Liebe nur ein Traum und Sehnsucht unerfüllbar?
Der Mann aus Zélies Träumen steht plötzlich vor ihr und für die junge Innsbrucker Galeristin beginnt zwischen dem Heute und dem Jahr 1655 ein atemloses Doppelleben, in dem sie bald nicht mehr weiß, was Traum, was Realität ist. Zwischen schottischen Familiengeheimnissen, opulenten Barockopern, durchlauchtigsten Fürsten, halbseidener Unterwelt und neu entdeckter Leidenschaft ist für Zélie schnell nichts mehr so, wie es vorher war.
Und das Geheimnis der nächtlichen Schemen?
Mithilfe der ungewöhnlichen Methoden der Lebensberaterin Adhvara macht Zélie sich daran, ihnen auf den Grund zu gehen, entschlossen, Konventionen, Alltag und Vernunft gegen die große Liebe zu tauschen.
Oder sind es gar zwei große Lieben?
Sicher ist nur, dass Zélie – auch als ihre Liebe abenteuerlich in Gefahr gerät, sie sich von unbekannten Verstrickungen bedroht findet und nichts so klappt, wie sie es sich vorgestellt hatte – ihr jetziges Leben nicht mehr gegen ihr altes tauschen würde.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frederike Hieronymi für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Frederike Hieronymi gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ich musste lachen. Sophie konnte so ein Clown sein. Dabei war mir gar nicht nach Lachen zumute. Im Gegenteil. „Du weißt ja gar nicht, wie qualvoll das ist. Jede Nacht habe ich das Gefühl, Riccardo zu betrügen. Dabei passiert gar nichts Konkretes in dem Traum. Aber dann ... Du kennst Ricco ja. Eifersüchtiger als Othello.“ Ich ließ den Blick aus den Fenstern des Cafés schweifen, die rundum die Dächer der Altstadt überblickten. Ein frischer Kupferbelag reflektierte die Sonne und warf einen Heiligenschein um Sophies Kopf. Sophie war eine unverbesserliche Chaotin, aber ich liebte sie heiß und innig seit Sandkastentagen. Wir waren zusammen zur Schule gegangen, hatten gemeinsam im Tanzkurs gekichert, uns in Sophies Interrail-Phase kurzfristig aus den Augen verloren und an der Uni wiedergetroffen. Sophie studierte Philosophie, was ihr keiner glaubte, der sie nicht kannte, und jobbte nebenbei abwechselnd in Boutiquen oder als Kellnerin in irgendwelchen Clubs, was ihr sofort jeder abnahm.
     „Er muss es ja nicht erfahren, aber geh zu dieser Frau. Sie macht auch Tantra, das ist der neueste Schrei. Alle gehen zu diesen Seminaren.“
     „Tantra? Nicht dein Ernst! Das ist doch so was wie das Kamasutra, oder? Sex zur Erleuchtung.“
     „Ja ... nein! Irgendwie ist es anders, aber frag mich nicht, wie. Ich war noch nicht bei einem Seminar.“
     „Bist du sicher, dass das im Moment das Richtige für mich ist?“
     „Ich habe die Frau bei einem Vortrag gehört. Ich weiß gar nicht mehr genau, worum es da ging, auf jeden Fall hat sie mich beeindruckt. Und sie beschäftigt sich mit ... Ach, keine Ahnung, aber ich bin mir sicher, dass sie dir helfen kann. Ich meine, zu wem willst du sonst gehen, hm? Zu Doktor Ruffer vielleicht?“
     Bei dem Gedanken, unserem uralten Hausarzt von meinen Träumen zu erzählen, verschluckte ich mich fast. „War ich übrigens schon, wegen Schlafstörungen. Die Schlaftabletten, die er mir verschrieben hat, haben auch nicht wirklich geholfen, außer dass ich den ganzen nächsten Tag benebelt war.“
     „Siehst du.“ Sophie lachte.
     „Okay, ich überlege es mir. Mehr als schiefgehen kann es nicht. – Danke, Sophie.“ Ich faltete die Serviette, auf der über den gekritzelten Zahlen wie ein gutes Omen Sophies roter Lippenabdruck schimmerte, steckte sie in die Handtasche und winkte nach der Rechnung.
     „Zélie! Wir haben doch gerade erst angefangen“, protestierte Sophie.
     „Ich weiß, tut mir leid, aber ich muss in die Galerie zurück. Ich habe noch etliches zu tun für die nächste Ausstellung. Du weißt schon: Das erste Mal Fotografie im kleinen Raum. Und mit der Frau, das überlege ich mir.“
     „Besser gleich als später, bevor ich mir ernsthaft Sorgen um dich machen muss. Du siehst so hohläugig aus wie ein Teenager, der seine Nächte mit Onanieren verbringt.“
     „Sophie“, zischte ich und spähte zum Nebentisch, um festzustellen, ob jemand ihre Bemerkung gehört hatte.
     „Ist doch wahr! Aber wenn ich dir das nächste Mal eine Telefonnummer gebe, dann nach dem Essen, das schwöre ich dir.“ Sie reichte über den Tisch und stupste mir spielerisch in die Rippen, als wären wir noch die Kinder von früher. „Lauf einfach. Heute bin sowieso ich dran mit Zahlen.“

Die Schaufenster meiner Galerie lagen eingebettet in die Noblesse des Domplatzes mit seinen altertümlichen Fassaden, steinernen Portalen und gotischen Fensterstürzen, und die schmalen goldenen Buchstaben Galerie Latoure glänzten edel auf den geschichtsträchtigen Mauern des mittelalterlichen Stadtkerns.
     Mutters vollständiger Name hatte Meyer-Latoure gelautet. Sie hatte Vaters Namen nach der Scheidung für sich und die Galerie behalten; es klang einfach besser als das Meyer, das sie mit in die Ehe gebracht hatte. Ich verwendete den Doppelnamen ebenfalls, nicht nur den Familiennamen Latoure, aus Solidarität mit meiner Mutter und als Zeichen des Widerstands gegen einen Vater, der uns verlassen hatte, als ich noch sehr klein gewesen war – auch wenn ihm meine Geste wahrscheinlich nie zu Bewusstsein gekommen war. Inzwischen hatte diese kleine Namens-Revolte auch für mich an Wichtigkeit verloren, die Länge des Doppelnamens wurde mir zusehends unbequemer und auch ich hatte den schlichten Namen Latoure für die Galerie behalten, als sie nach Mutters plötzlichem Tod an mich übergegangen war.
     Ich hatte gerade meinen Master in Kunstwissenschaft gemacht und meine Koffer bereits gepackt, um meine Studien in Florenz fortzusetzen, daneben in einem Museum zu arbeiten und in die Kunst der italienischen Renaissance und natürlich in Riccardos Arme zu tauchen, da erlitt Mutter einen Herzinfarkt. Ihren ersten und letzten. Vater kam nicht zur Beerdigung. Ich wusste nicht, ob er sich körperlich nicht dazu in der Lage fühlte, ob die Adresse, die ich von ihm hatte, nicht mehr aktuell war, ob er einfach keine Lust hatte oder sich vielleicht gar nicht mehr erinnerte, um wen es sich bei der Frau auf der Karte handelte, die ich ihm pflichtschuldig geschickt hatte. Es war mir auch egal. Vater hatte schon lange keine Rolle mehr in unserem Leben gespielt.
     Vielleicht wäre es besser gewesen, die Galerie aufzugeben und trotzdem nach Italien zu gehen, aber ich brachte es nicht übers Herz. Der Bilder wegen; ich war zwischen ihnen aufgewachsen. Der Moment ist mir bis heute unvergessen geblieben, als ich vom Begräbnis kam und mich auf den Schreibtisch in den verlassenen Ausstellungsräumen setzte. Mit bunten, vertrauensvollen Augen hatten sie mich von den Wänden herunter angestarrt, ein ängstlich zusammengeschartes Grüppchen überraschend verlassener Kreaturen. Eine Schar herrenloser Hunde ins Tierheim zu bringen wäre einfacher gewesen! Andere hätten wahrscheinlich mit beidem kein Problem gehabt. Ich schon.
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