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TASCHENBUCH
 
Und dann im Traum ... die Liebe
Verfasser: Frederike Hieronymi (3)
Verlag: Eigenverlag (14445) und epubli (1006)
VÖ: 7. Mai 2019
Genre: Romantische Literatur (18121)
Seiten: 395 (Kindle Edition), 476 (Taschenbuch-Version)
Themen: 17. Jahrhundert (223), Barock (4), Doppelleben (147), Familiengeheimnisse (376), Fürsten (143), Galerie (24), Innsbruck (11), Träume (647)
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Ist Liebe nur ein Traum und Sehnsucht unerfüllbar?
Der Mann aus Zélies Träumen steht plötzlich vor ihr und für die junge Innsbrucker Galeristin beginnt zwischen dem Heute und dem Jahr 1655 ein atemloses Doppelleben, in dem sie bald nicht mehr weiß, was Traum, was Realität ist. Zwischen schottischen Familiengeheimnissen, opulenten Barockopern, durchlauchtigsten Fürsten, halbseidener Unterwelt und neu entdeckter Leidenschaft ist für Zélie schnell nichts mehr so, wie es vorher war.
Und das Geheimnis der nächtlichen Schemen?
Mithilfe der ungewöhnlichen Methoden der Lebensberaterin Adhvara macht Zélie sich daran, ihnen auf den Grund zu gehen, entschlossen, Konventionen, Alltag und Vernunft gegen die große Liebe zu tauschen.
Oder sind es gar zwei große Lieben?
Sicher ist nur, dass Zélie – auch als ihre Liebe abenteuerlich in Gefahr gerät, sie sich von unbekannten Verstrickungen bedroht findet und nichts so klappt, wie sie es sich vorgestellt hatte – ihr jetziges Leben nicht mehr gegen ihr altes tauschen würde.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frederike Hieronymi für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Frederike Hieronymi gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Traum


Sein Gesicht vor mir, so nah, dass es zu einem hellen Fleck verschwimmt. Ein Mann, nur seine Augen sind klar, fixieren mich eigentümlich intensiv. Ich versuche, die Farbe seiner Iris zu entziffern, kann sie nicht richtig erkennen, merke nur, sie zieht mich an, unwiderstehlich. Ich wünschte, ich könnte davonlaufen, um der Unausweichlichkeit dieses Blickes und allem, was ihm folgen wird, zu entkommen. Aber da ist etwas in den Augen, das mich bannt.
     Der Atem des Mannes, die Hand in meinem Rücken, die erregende Fremdheit seines Duftes. Ich fühle mich versinken – in der Wärme seines Körpers und in meiner eigenen Sehnsucht. Das Herz klopft mir im Hals, dass ich kaum noch Luft bekomme,
     Ich spüre Erregung und ... und ... unglaubliche Freude und ich weiß, dass da etwas in der Dunkelheit ist, das mich will, mich fordert, ganz und gar, mit meinem ganzen Leben. Und dann kommt die Angst, panisch, atemlos und kribbelnd, mischt sich in die Freude. Ich kann es nicht benennen, aber irgendetwas ist nicht, wie es sein sollte. Absolut nicht!


Heute


Mit einem Ächzen fuhr ich auf, starrte orientierungslos in die Dunkelheit. Sie sind blau. Hatte ich das jetzt gemurmelt oder gedacht? Ich spürte Hitze in meine Wangen steigen und Scham und ließ mich in die Polster des Bettes zurückfallen. Schon wieder der gleiche Traum. Wie die Nacht davor und die davor ... Ich wusste noch nicht einmal, ob ich ihn genoss oder fürchtete. Wahrscheinlich beides. Aber immer ließ er den Atem in meinem Hals stocken und meinen Herzschlag rasen. Vor allem, da die Szene beständig realer zu werden schien. Als würde die Gestalt meines Traums mit jedem Mal ein wenig näher rücken, ein wenig mehr Kontur gewinnen. Und ich, ich konnte mich nicht dagegen wehren, war ihr ausgeliefert, ihr und den Geheimnissen meiner nächtlichen Sehnsüchte.
     Matt schob ich die Decke von mir, mein Nachthemd war heraufgerutscht und klebte im diffusen Nachtlicht bleich an meinem verschwitzten Körper. Ich zog die dünne Seide fächelnd über die Oberschenkel hinunter, hätte das Hemd am liebsten abgestreift, ein frisches übergezogen, fühlte mich aber zu müde dazu. Traumschwer lag ich eine Weile da, starrte blicklos auf das graue Viereck des Fensters, streckte schließlich den Arm nach dem Wecker aus. Fünf Uhr. Wie üblich. Der Fremde kam auch noch immer zur gleichen Zeit. Pünktlich im ersten Morgengrauen. Mit plötzlichem Ärger schleuderte ich den Wecker durchs Zimmer, sodass er an einer Kante des Bücherregals zerbarst und seine Einzelteile sich hell klackernd über das Parkett verteilten.
     Ich muss etwas tun. Und zwar so schnell wie möglich. Bevor ich hier völlig den Verstand verliere. Mit einem Mal musste ich hellauf lachen. Ich träumte. Na und? Es gab eigentlich keinen Grund, das zu dramatisieren. So unangenehm waren die Träume gar nicht, im Gegenteil: Dieser Mann und diese Sehnsucht ...


Anno Domini 1655


Er musste am Abend vorher zu viel Wein getrunken haben. Ächzend rieb er sich mit beiden Händen den Kopf, fuhr sich mit den gespreizten Fingern durchs Haar. Er hätte schwören können, er hätte eine Frau dagehabt. Genau konnte er sich allerdings nicht mehr erinnern. Vielleicht hatte er es auch nur geträumt. Andererseits ... er hob den Kopf und schnupperte. Auf seinen Geruchssinn konnte er sich im Allgemeinen verlassen und hier roch es eindeutig nach Frau. Vielmehr nach einer von den Duftessenzen, wie sie bei den besseren Weibern in Mode waren, auch wenn ihm so ein Duft noch nie untergekommen war, so frisch und irgendwie ... hell. Bedeutend anders, als sein Kopf sich anfühlte! Gerade heute konnte er das gar nicht gebrauchen, heute stand eine neue Lieferung ins Haus, die er bewerten sollte, und zu allem Überfluss hatte der Fürst sich im Theater angesagt. Mit einem Fluch stieß er die Fensterläden auf und blinzelte ins Morgenlicht.


I Der Traum geht weiter

Heute


„Zélie, du musst zu dieser Frau! Du wirst sehen, sie ist fantastisch!“ Sophie fischte eine der glänzenden schwarzen Oliven aus ihrem Salat und ließ sie in ihren Campari fallen.
     Ich sah ihr mit gerunzelter Stirn zu. „Warum tust du das?“
     „Was? Die Olive? Einfach so.“
     „Das ist ein Campari, kein Martini – und außerdem ist Salatsoße dran.“
     Sophie starrte einen Moment in ihren Aperitif. „Stimmt. Nächstes Mal werde ich die Olive zuerst ablecken.“ Sie grinste und ließ ihre spitzen Eckzähne aufblitzen, die ihr etwas Vampirhaftes gaben. „Ich glaube, mir gefällt das einfach von den Farben her: Schwarz, rot und, na ja, glänzend statt weiß. So stelle ich mir ein schlimmes Schneewittchen vor.“
     „Du siehst selbst aus wie ein schlimmes Schneewittchen.“
     „Danke.“ Wieder das Vampirgrinsen. „Aber mit der Frau habe ich recht, du wirst sehen.“ Sie kramte in ihrer Handtasche, wobei das schwarze Haar wie eine Blende vor ihr Gesicht fiel, zog ein Adressbuch hervor und kritzelte eine Nummer auf ihre Serviette.
     „Also, wenn ich diese Träume hätte! Mon Dieu!“ Mit der flachen Hand fächelte sie sich Luft zu, während sie durch die Zähne pfiff. „Und Riccardo kann es nicht sein?“
     „Ich weiß nicht. Nein. Oder vielleicht. Immerhin ist er auch dunkelhaarig. Aber ich glaube, mein Traummann hat blaue Augen. Ich bin mir nicht sicher. Trotzdem, nein.“ Eigentlich war ich mir ganz sicher, dass es nicht Ricco war. Warum, das konnte ich nicht genau benennen, es war einfach eine ganz andere Energie, die von meinem Traumbild ausging. Absolut anders.
     „Glückskind.“ Sophie seufzte und rollte vielsagend die Augen. „Einen Latin-Lover-Verlobten im Leben und dann noch solche Träume. Während deine arme Freundin darbt. Ist das Gerechtigkeit?“
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