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Ingas Verbrechen
Verfasser: Janina Hoffmann (1)
Verlag: Eigenverlag (12632)
VÖ: 16. November 2018
Genre: Horror (1098) und Mystery-Roman (321)
Seiten: 264
Themen: Achtziger Jahre (78), Brüder (702), Flucht (1408), Gefangenschaft (348), Schwestern (892), Verbrechen (169)
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Mitte der 1980er Jahre. Der zweiundzwanzigjährige Wolf wird seit Langem mit seiner Schwester Inga in einem mysteriösen Haus gefangen gehalten. Eines Tages gelingt ihm die Flucht, doch Inga muss er zurücklassen. Wolf setzt alles daran, seine Schwester zu befreien. Damit fängt für beide der schlimmste Alptraum erst an. Oder hat Inga es gar nicht verdient, frei zu sein?
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Janina Hoffmann für die Einsendung dieser Leseprobe!
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     Der hintere Garten ist größer, wenn auch nicht riesig. Hier wächst ebenfalls nur ungepflegter Rasen. Es gibt im gesamten Garten keine anderen Pflanzen. In der Rasenmitte steht ein Gerüst mit zwei Schaukeln und Turnstangen an den Seiten. Hinten an den Zypressen hat eine große Hundehütte einem Vierbeiner als Behausung gedient. Wir haben inzwischen herausgefunden, dass es ein Bernhardiner war.
     Hinter der Küche befindet sich eine Terrasse. Ein Tisch und vier Gartenstühle aus Holz stehen noch darauf. Zwei weitere Stühle sind umgekippt. Ich stelle mir manchmal die Familie vor, wie sie an einem warmen Sommertag draußen gefrühstückt hat. Duftender Kaffee und frische Brötchen mit Butter und Erdbeermarmelade. Wir vermuten, dass es einmal eine Tür von der Küche zur Terrasse gegeben hat. Jedoch sind davon keine Spuren mehr sichtbar.
     Das Haus ist eingeschossig. Wir haben nicht einmal eine Luke zu einem Dachboden oder eine Tür zu einem Keller gefunden.
     Fast den ganzen Tag halten wir uns im geräumigen Wohnzimmer auf, da man von dort – im Gegensatz zur ebenfalls großen, mit orangebraunen Schränken eingerichteten Küche – in den Vorgarten sieht.
     Die Sitzgarnitur im Wohnzimmer ist mit dunkelbraunem Cord bezogen. Der Wohnzimmerschrank und das große Bücherregal scheinen aus massiver Eiche zu sein. An den mit einer gelbbraun gemusterten Tapete verkleideten Wänden hängen Bilder mit Blumenmotiven. Ein Fernseher steht im Wohnzimmerschrank, doch können wir ihn nicht nutzen, da sämtliche Kabel entfernt wurden und es außerdem im gesamten Haus keinen Strom gibt. So enden die Wintertage mangels Licht für uns früh, wenn es zu dunkel zum Spielen und Lesen wird.
     Es ist wichtig, immer die schwarze Pforte im Blick zu behalten. Sollte ein Besucher das Grundstück betreten, was in den letzten Jahren nicht geschehen ist, werden wir sofort das auf der Fensterbank bereitliegende Blatt Papier, das ich aus einem Schreibblock herausgerissen und mit dem Wort HILFE beschrieben habe, an die Fensterscheibe des Wohnzimmers halten. Wir trauen uns nicht, das Blatt dauerhaft an der Fensterscheibe zu befestigen oder mit Zahnpasta Botschaften auf das Glas zu schreiben, denn, obwohl ich es ungern zugebe, habe ich wie Inga das Gefühl, ständig beobachtet zu werden. Außerdem könnte der Mann, der uns die Lebensmittel bringt, einmal unerwartet an einem anderen Wochentag zu uns kommen, obwohl das bisher nicht vorkam.
     Schreibmaterial haben wir genug. In der ersten Zeit habe ich eine Strichliste geführt, um jeden Tag in Gefangenschaft zu dokumentieren. Dann bin ich dazu übergegangen, für jeden Monat einen Kalender aufzuzeichnen. Obwohl es unwichtig scheint, will ich unbedingt den Überblick über das aktuelle Datum behalten.
     Es gibt in diesem Haus nur zwei funktionierende Uhren: einen Wecker auf dem Nachttisch neben meinem Bett und meine Armbanduhr. Ich achte peinlich genau darauf, diese beiden Uhren täglich aufzuziehen. Alle anderen Uhren – auch Ingas Armbanduhr – sind stehen geblieben. Ich weiß, dass es seit wenigen Jahren eine Sommerzeit gibt, doch ist mir nicht klar, an welchem Tag die Uhren in welche Richtung verstellt werden müssen. Glücklicherweise werden wir jeden Sonntagmittag um Punkt 12:00 Uhr mit Lebensmitteln beliefert. Wenn der Mann an einem Tag im März um 11:00 Uhr zu uns kommt, weiß ich, dass die Sommerzeit begonnen hat. Beliefert er uns, wenn die Tage kürzer werden, um 13:00 Uhr, müssen die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt werden.
     Neben dem Wohnzimmer befindet sich das Elternschlafzimmer, das ich mir als mein Zimmer ausgesucht habe. Obwohl ich in dem Ehebett viel Platz habe, nutze ich nur die linke, dem Fenster zugewandte Seite. Auf dem Nachttisch an der rechten Bettseite stand anfangs ein Hochzeitsfoto. Es zeigte einen braunhaarigen jungen Mann im dunklen Anzug und eine wunderschöne Braut mit goldblonden langen Haaren in einem weißen Kleid mit einem Strauß roter Rosen im Arm. Beide kamen anscheinend gerade aus der Kirche und sahen sich lächelnd an. Ich habe das Foto in den Nachttisch gelegt, weil ich den Anblick nicht ertrage. In dem Nachttisch befindet sich auch noch eine Bibel. Ich habe zwischendurch immer wieder darin gelesen, doch bietet sie mir weder Trost noch eine Erklärung für unsere Situation.
     Inga hat zum Schlafen das Gästezimmer am Ende des Flurs mit Blick in den hinteren Garten gewählt. Das Zimmer ist sehr einfach eingerichtet, nur ein schmales Bett an der Wand, ein Kleiderschrank und ein kleiner Tisch mit einem Stuhl. Doch gibt es etwas in diesem Zimmer, das Inga fasziniert, und auch ich muss zugeben, dass ich mich davon angezogen fühle. Es ist ein etwa vierzig mal fünfzig Zentimeter großer Kunstdruck hinter Glas, der an der Wand neben dem Kleiderschrank hängt. Ich kenne mich mit Kunstrichtungen nicht gut aus, doch ich würde sagen, dass es sich um naive Landschaftsmalerei handelt. Das Bild zeigt grüne Hügel, auf denen kleine rote Häuser mit braunen Dächern stehen, dazwischen winzige Bäume. Einige tragen rote Früchte. Die Häuser sind durch Wege miteinander verbunden, auf denen kleine bunte Autos fahren. Die Sonne scheint, und der Himmel ist nur von ein paar weißen Wolken durchzogen. In so einer Welt muss einfach jeder glücklich sein. In so einer Welt kann nichts Schlimmes geschehen, da sind Inga und ich uns sicher. Niemand wird dort jahrelang eingeschlossen. Deshalb sieht sich insbesondere Inga das Bild immer wieder lange an.
     An das Gästezimmer grenzen die beiden Kinderzimmer. Das Zimmer des Mädchens ist hauptsächlich in Rosa eingerichtet und beherbergt neben anderem Spielzeug viele Puppen und ein Puppenhaus. Inzwischen verblichene Kinderzeichnungen hängen an den Wänden.
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