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Marlene 2 - Null Linie
Verfasser: Heike Franke (4)
Verlag: Eigenverlag (12600)
VÖ: 4. Mai 2019
Genre: Thriller (5472)
Seiten: 434 (Kindle Edition), 409 (Taschenbuch-Version)
Themen: Anschläge (423), Ermittlungen (920), Internet (378), Journalisten (785), Mord (4630)
Reihe: Marlene (Heike Franke) (2)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Mai 2019 nominieren
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Marlenes 2. Fall
Kaumm dass die Berliner Journalistin Marlene Diederich (wir kennen sie aus "Livestream") wieder genesen ist, stolpert sie schon in ihren zweiten Fall. Als eine sich selbst zerstörende E-Mail bei diversen Zeitungsredaktionen landet, wittert sie eine Story. Was zunächst wie ein dubioser Mord aussieht, ist offenbar nur das Vorspiel zu einem Anschlag mit politischem Zündstoff.
Ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Software im Klinikbereich spezialisiert hat, die Köpfe einer radikalen Bewegung, der IT-Leiter einer Reha Klinik – alle scheinen auf unklare Art in die Sache verstrickt. Doch wer steckt wirklich dahinter?
Während sich BKA und Verfassungsschutz bei den Ermittlungen gegenseitig Steine in den Weg legen, folgt Marlene einer unheilvollen Spur im Darknet...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Heike Franke für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Heike Franke gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Etwas zwischen uns hat sich verändert. Ich spüre es auf einmal sehr deutlich. Die Unbefangenheit ist weg, und ich frage mich, ob es daran liegt, dass ich nicht mehr die kleine, namenlose Journalistin bin, die er von der Schule weg engagiert hat.
     Eine Glasglocke senkt sich über mich, isoliert mich in dünner Luft. Ich gehöre hier nicht mehr hin.
     Der Gedanke ist schwer und lässt mich still werden. Auf einmal weiß ich nicht, wie ich es ihm sagen soll, ohne ihn zu verletzen. All die wohl überdachten Sätze, die plausible Argumentation, das kommt mir plötzlich schäbig vor.
     „Du hast es dir anders überlegt?“ Volkers Gesicht verliert Farbe, die Augen werden wässrig. Er kennt mich einfach zu gut.
     „Volker, ich ...“ Ich zucke die Schultern und finde keine Worte. Bin ich eine Verräterin, wenn ich jetzt gehe? Eine, die sich hat hochpäppeln lassen, um auf dem ersten Feuerschweif eines vergänglichen Ruhms davon zu brausen?
     „Schon gut“, winkt er ab. „Hätte mir ja denken können, dass du bessere Angebote bekommst. Wohin gehst du? Spiegel? Stern?“ Er forscht in meinem Gesicht auf der Suche nach einer Antwort, die er ertragen kann. „Die Zeit etwa?“
     „Das ist es nicht, Volker“, versuche ich, sanfte Worte zu finden. „Es fühlt sich hier für mich nicht mehr richtig an. Ich weiß nicht, wie ich dir das erklären soll. Ich, ich ... ich weiß selbst noch nicht so genau. Ich denke, ich werde erstmal frei arbeiten.“
     Er nickt bedächtig. „Okay. Vielleicht hast du recht.“
     „Wir bleiben doch Freunde?“
     „Sicher.“
     „Hey, ich meine, du kannst mich auch als Freie engagieren.“
     „Mach ich.“ Er versucht ein Lächeln, aber es sieht gequält aus.
     „Der hier gehört der Redaktion.“ Ich packe den Laptop aus, klappe ihn auf und schalte ihn an. „Ich lösche nur eben meinen privaten Email Account, okay?“
     „Wäre gut, wenn du deinen Redaktionsaccount direkt auf mich umleitest.“
     Ich öffne das Mailprogramm. „Klar. Ich würde gern meine Handynummer übernehmen. Geht das?“
     „Natürlich.“ Volker greift zum Telefonhörer. „Ich leiere das gleich an. Nimm einfach die Sim Karte raus und gib mir nur das Gerät zurück.“
     Ein Fenster öffnet sich und verkündet den Eingang einer neuen Mail im allgemeinen Account der Newsredaktion. Neugierig klicke ich auf den Ordner.
     Moment. Was ist das denn?
     Die Mail hat eine schräge Absenderadresse und einen dubiosen Anhang. Vielleicht ist es ein Virus? Oder ein Trojaner?
     Im Grunde geht es mich nichts an. Ich gehöre nicht mehr zur Redaktion. Aber arnie@harmagedon.com? Arnie wie Schwarzenegger und Harmagedon wie? Wie was?
     „Ich hole mal eben das Formular für die Übernahme der Rufnummer aus der Buchhaltung“, sagt Volker und steht auf.
     Ich google derweil Harmagedon. Auf Wikipedia heißt es, das sei die endzeitliche Entscheidungsschlacht im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“ Säkular würde der Begriff für sehr große, alles zerstörende Katastrophen verwendet. Na super. Der Science Fiction Film „Armageddon“ fällt mir ein.
     Was soll der Scheiß? Eine Terminator Weltuntergangsdrohung per Mail? Das ist entweder ein ganz schlechter Scherz oder ...
     Ich bin nicht mehr Teil dieser Redaktion.
     Pfeif drauf.
     Ich öffne die Mail. Leer bis auf den Anhang. Ein JPEG mit dem Namen „HastaLaVista“. Bevor ich das Bild öffne, lasse ich mir den Emailkopf anzeigen. Okay, das Ding ging nicht nur an die Redaktion der Neuen Zeitung, wie ich gleich vermutet habe, weil Absende- und Empfängeradresse gleich sind, sondern alle großen Presseagenturen und etliche internationale Tageszeitungen und Magazine sind ebenso in BCC gesetzt.
     Ein ungutes Gefühl beschleicht mich. Ich zögere, stelle mir vor, wie jetzt rund um die Welt Journalisten vor ihren Bildschirmen sitzen und die Mail öffnen.
     Was, wenn es doch ein Virus ist?
     Oder aber der Anfang einer großen Story?
     Ich leite kurzerhand die Mail auf meine private Adresse weiter, um das Ding auf dem iPad zu öffnen. Sicherer geht es nicht. Im schlimmsten Fall ist das Tablett Elektronikschrott, was jedoch recht unwahrscheinlich ist, da ich keinen Jailbreak habe und sich somit fremde Programme eigentlich nicht einfach so darauf installieren können. Andererseits klingt „HastaLaVista“ vielversprechend, und zwar nicht gerade auf eine nette Art und Weise.
     Ein leises „Ping“ verkündet den Eingang der Mail. Ich hole das iPad aus der Tasche, öffne sie und betrachte das eingebettete Bild.
     Ein schlecht beleuchteter Raum mit kahlen Wänden. Drei Tische stehen wie ein Block in der Mitte. Auf den Tischen Monitore, Tastaturen, Mäuse, halb leere Cola Flaschen, ein Aschenbecher. Ein junger Mann hängt leblos halb über der Lehne seines Schreibtischstuhls, halb auf dem Tisch, die Augen weit aufgerissen, Schaum quillt aus Mund und Nase, benetzt das blonde Haar, rinnt auf den Tisch.
     Es sieht aus, als ist das Foto von einer Webcam aufgenommen worden.
     Ich sollte die Mail im Redaktionsaccount als ungelesen markieren. Schließlich muss keiner wissen, dass ich sie unberechtigterweise geöffnet habe.
     Ich sehe auf den Bildschirm vom Laptop. Zwinkere, starre auf den Posteingang. Das gibt es doch nicht. Ich habe nichts angefasst, aber die Mail ist weg. Einfach vom Bildschirm verschwunden.
     Hektisch drehe ich mich zur Seite, sehe auf das iPad. Atme mit einem Stoßseufzer aus. Puh. Alles noch da.
     Schnell mache ich Screenshots von der Mail und dem Foto und schicke mir auch das noch einmal an meine private Adresse. Sicher ist sicher.
     Dann lösche ich meinen privaten Account und alle Dateien vom Laptop und schalte ihn aus.
     Volker kommt mit dem Formular zurück und sieht mich skeptisch an. „Ist irgendwas?“

     „Nein, nein“, wiegele ich ab, „ist nur eine komische Situation.“ Ich unterschreibe das Formular blind. Meine Gedanken kreisen um die Mail.
     Verstehe ich das richtig? Die Neue Zeitung und unzählige andere Redaktionen haben eine Mail bekommen, die sich selbst zerstört?
     Das ist kein Zufall. So etwas ist nie ein Zufall.
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