Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
41.593 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »maira645«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Marlene 2 - Null Linie
Verfasser: Heike Franke (4)
Verlag: Eigenverlag (12632)
VÖ: 4. Mai 2019
Genre: Thriller (5479)
Seiten: 434 (Kindle Edition), 409 (Taschenbuch-Version)
Themen: Anschläge (423), Ermittlungen (923), Internet (378), Journalisten (787), Mord (4638)
Reihe: Marlene (Heike Franke) (2)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Mai 2019 nominieren
BLOGGERNOTE DES BUCHES
???
noch nicht bewertet
100
0%
80
0%
60
0%
40
0%
20
0%
0
0%
Entwicklung des Bloggerinteresses:
1M
0
2M
0
3M
0
6M
0
12M
0
Marlenes 2. Fall
Kaumm dass die Berliner Journalistin Marlene Diederich (wir kennen sie aus "Livestream") wieder genesen ist, stolpert sie schon in ihren zweiten Fall. Als eine sich selbst zerstörende E-Mail bei diversen Zeitungsredaktionen landet, wittert sie eine Story. Was zunächst wie ein dubioser Mord aussieht, ist offenbar nur das Vorspiel zu einem Anschlag mit politischem Zündstoff.
Ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Software im Klinikbereich spezialisiert hat, die Köpfe einer radikalen Bewegung, der IT-Leiter einer Reha Klinik – alle scheinen auf unklare Art in die Sache verstrickt. Doch wer steckt wirklich dahinter?
Während sich BKA und Verfassungsschutz bei den Ermittlungen gegenseitig Steine in den Weg legen, folgt Marlene einer unheilvollen Spur im Darknet...
USER, DIE SICH FÜR DIESES BUCH INTERESSIERTEN, INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR
Witte und Fedder ermitteln 2 - Juister Düfte
Geschrieben von: Sina Jorritsma (9. Mai 2019)
100/100
[1 Blogger]
Das Gemälde der Tänzerin
Geschrieben von: Christine Jaeggi (6. Mai 2019)
Marlene 1 - Livestream
Geschrieben von: Heike Franke (2. Januar 2019)
90/100
[2 Blogger]
weitere Empfehlungen anzeigen
Lesermeinungen (0)     Leseprobe     Tags (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Heike Franke für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Heike Franke gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Frankfurt am Main, Flughafen


Zeit, die Spiele zu eröffnen.
     Frank Senger trinkt seinen Espresso aus, nimmt den Mantel und macht sich auf den Weg. Es ist fast Mittag, und die Geschäfte und Cafés in der Shopping Mall des Terminal 1 sind gut besucht. Sein Aluminiumkoffer rollt nahezu lautlos über den glänzenden Boden. Er lächelt vergnügt, ein Geschäftsmann auf Reisen, der gerade einen besonders guten Deal gemacht hat.
     So oder so ähnlich wirkt er auf die wenigen Leute, die nicht zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, um ihn überhaupt wahrzunehmen.
     Einer unter vielen Anzugträgern. Nichts Besonderes.
     Das Handy in seiner Hosentasche vibriert zweimal kurz hintereinander. Die Erinnerung daran, dass das Boarding für seinen Flug in wenigen Minuten beginnt und es Zeit ist, sich zum Gate zu begeben.
     Senger weicht zwei jungen Männern aus, die aus dem Zeitungsladen kommen, derart ins Gespräch vertieft, dass sie nicht auf die Passanten achten. Für einen Moment muss er an Lasse denken. So talentiert, begnadet geradezu. Wunderbare Arbeit hat er geleistet. Bedauerlich, aber Lasse hat seine Aufgabe nun einmal erfüllt.
     Frank Senger blickt auf die Uhr. Sieht den Sekundenzeiger vorrücken. Holt das zweite Handy aus der Manteltasche, vergewissert sich, dass er im toten Winkel der Überwachungskameras steht, tippt auf dem Display herum. Alles, was in den nächsten Minuten geschieht, ist exakt so gewollt.
     Eine App, bestehend aus lächerlich wenig Programmcode. Große Wirkung.
     Die zur Prepaid Karte gehörige Nummer bucht sich ins Airport WLAN ein. Ein kleines Programm läuft vollautomatisch ab, führt vorher exakt definierte Befehle aus, schickt sie über das Internet zu ihrem Zweitausend Einhundert Kilometer entfernten Bestimmungsort, wo eine Kamera ein paar Fotos schießt und diese dann über einen Mail Account versendet, der sie wieder löscht, wenn die Empfänger sie gelesen haben.
     Was für ein Spaß.
     Senger steckt das Handy zwischen die Seiten einer Tageszeitung, während er auf das Laufband zugeht, lässt sie vorsichtig in einen Mülleimer gleiten, zieht die dünnen hautfarbenen Handschuhe aus, steckt sie in die Laptoptasche und gleitet Richtung Gate A11.
     Die Spiele haben begonnen.


Berlin, Neues Kranzler Eck


„Marlene Diederich“, sage ich zum Pförtner, der mich mit müdem Blick anschaut. Er muss neu sein, denn ich habe ihn noch nie gesehen. „Ich habe einen Termin mit Volker Bär von der Neuen Zeitung.“ Es fühlt sich komisch an. Noch vor wenigen Wochen hatte ich einen Ausweis, der mir jederzeit Zutritt zum Glaspalast Neues Kranzler Eck verschafft hat, und jeder Pförtner kannte mich.
     Er sieht auf seinen Bildschirm und nickt. „Nehmen Sie den Lift gleich dort drüben und fahren Sie ...“
     „Danke“, schneide ich ihm das Wort ab, „ich kenne mich aus.“
     Die Fahrstuhltüren gleiten mit einem leisen „Wusch“ auseinander, und ich betrete den verspiegelten Käfig mit dem schwarz glänzendem Boden. Ich drücke auf den Knopf für den obersten Stock, spüre den leichten Schmerz in der Schulter, wo mich die Kugel getroffen hat, und verblasste Erinnerungen wie Luftblasen an die Oberfläche steigen.
     Volker war einer meiner Dozenten an der Henri Nannen Journalistenschule. Nachdem er Chefredakteur der Neuen Zeitung wurde und ich meine Abschlussprüfung bestanden hatte, hat er mir einen Job in der Nachrichtenredaktion angeboten. Dort habe ich mir erste Sporen verdient und auf eine Story gewartet, die mich in die Investigativ Redaktion befördern würde.
     Einige Jahre habe ich über brennende Autos in Kreuzberg, besetzte Häuser in Friedrichshain und Messerstechereien im Wedding berichtet, den Newsticker bewacht und DPA Meldungen aufbereitet. Und dann ist es passiert.
     Ausgerechnet ich hatte Nachtschicht, als ein Deutscher unter den Attentätern war, die einen Anschlag auf den Flughafen von Abu Dhabi verübt haben. Und ich hatte meine Story.
     Es ist schwer zu sagen, ob mich in erster Linie journalistisches Gespür oder aber Glück auf die richtige Spur gebracht hat. Am Ende hat mich Volker gefeuert und ich war unfreiwillig eine der Geiseln , die zwar mit dem Leben, aber eben auch mit einer Kugel in der Schulter davon gekommen ist. Und mit einer Titelstory, die nicht nur für Furore gesorgt, sondern auch den ehemaligen Vizekanzler und Verteidigungsminister Siegfried Kunz letzte Woche erst in U-Haft geschickt hat.
     Und jetzt will Volker mich zurück. Die Frage ist nur, ob ich das noch will.
     Der Lift stoppt und die auseinander gleitenden Türen geben den Blick auf die Redaktion mit all ihren Schreibtischen frei, dem riesigen Fernseher an der Wand und den Fensterfronten, die auf den Kurfürstendamm hinausgehen.
     Ich bleibe einen Moment lang still stehen. Die vertrauten Geräusche, das Geklapper von Tastaturen, das Gemurmel in Telefonhörer, die bekannten Gesichter und Haarschöpfe, all das trifft mich mit Wucht.
     Es ist mehr als vertrautes Terrain. So etwas wie Familie. Ein Stück Heimat. Geborgenheit. Und in diesem Moment bin ich nicht mehr sicher, ob ich Volker wirklich eine Abfuhr erteilen will.
     „Marlene“, kommt er aus seinem Büro, das ich immer nur das Aquarium nenne und grinst, als bin ich die verloren geglaubte Tochter. „Wie geht es dir?“ Er schließt mich in seine Arme und drückt mich ein wenig zu fest.
     „Gut und dir?“ Ich beiße die Zähne zusammen. Der dumpfe Schmerz in der Schulter verebbt nur langsam.
     „Bestens“, schiebt er mich vor sich her gen Aquarium. „Kaffee?“
     Ich schüttele den Kopf, setze mich und sehe ihm zu, wie er die Tür schließt.
     „Und?“ Er sieht mich erwartungsvoll an und sinkt in seinen Stuhl. „Du kommst doch zu uns zurück, oder?“
Seite: 1 2
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2019)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz