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Düsternbrook
Verfasser: Axel Milberg (1)
Verlag: Piper (1644)
VÖ: 2. Mai 2019
Genre: Gegenwartsliteratur (2659)
Seiten: 288
Themen: Außerirdische (451), Kiel (20), Verschwinden (1467)
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Lesermeinungen (2)     Tags (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 16. Juni 2019 um 17:32 Uhr (Schulnote 5):
» Der Protagonist dieser Geschichte, Alex, wächst behütet im Kieler Villenviertel Düsternbrook auf und in diesem Buch gibt er uns Einblick in seine Kindheit und Jugend. Der Schauspieler Axel Milberg erzählt uns die Geschichte in vielen kleinen Episoden, aber ohne einen roten Faden.
Auch wenn die kleinen Geschichten manchmal humorvoll sind, so kam für mich mehr Düsternis herüber, eben Düsternbrook. Vielleicht fehlten mir auch einfach Emotionen, denn alles wurde recht teilnahmslos erzählt.
Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, denn der Autor fabuliert offensichtlich gerne. So bekommen wir Einblick in die kindliche Gedankenwelt des kleinen und des etwas größeren Alex. Wir erfahren, wie er versucht, sich in seiner Welt zurechtzufinden. Ich bin ebenfalls in jener Zeit aufgewachsen und beim Lesen kamen Erinnerungen an meine Kindheit und Jugendzeit hoch. Ich weiß ebenfalls noch genau, welche Diskussionen die Thesen von Erich von Däniken ausgelöst haben. Als dann Jungen aus dem Viertel verschwinden, möchte Alex diesem geordneten engen Leben entfliehen.
Auch wenn dieser Roman fiktiv ist, so scheinen doch biografische Erlebnisse des Autors immer wieder durch.
Mich konnte dieses Buch einfach nicht fesseln.«
  12      1        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 17. Mai 2019 um 15:40 Uhr (Schulnote 3):
» Spaß am Fabulieren

Mit dem Wahlspruch seiner Mutter „Wir sind was Besseres“ wird Axel in Düsternbrook, einem vornehmen Villenviertel Kiels, groß. Er wächst behütet als Sohn eines Anwalts und einer Ärztin auf und genießt das Privileg, die Gelehrtenschule besuchen zu dürfen, natürlich gehören auch Klavier- und Tennisunterricht mit zur standesgemäßen Erziehung. Doch je älter er wird, desto enger erscheint ihm „das überschaubare Karussell“ der Kieler Idylle. Er packt seine Sachen und zieht möglichst weit fort, nach München, wo sein Leben schließlich ganz neue Impulse erfährt.
Düsternbrook ist konzipiert als Roman mit autobiografischen Zügen. In kurzen Kapiteln und leicht zu lesender Sprache schildert Milberg Ereignisse aus Kindheit und Jugend seines Alter Ego Axel, beginnend in den 1960er Jahren. Wirken seine Schilderungen zu Beginn der Geschichte wie die aus einem größeren Zusammenhang entnommenen Erinnerungsdetails eines kleinen Kindes, erscheinen sie später mit zunehmendem Alter des Jungen ausführlicher und intellektueller. Mit reichlich trockenem Humor und Ironie kommentiert Axel Milberg Familienmitglieder, Lehrer und Mitschüler und lässt entsprechend zeitgenössisches Flair mit einfließen. Dass die Stadt seiner Kindheit jedoch nicht nur Schauplatz idyllischen Lebens ist, sondern versteckt auch hier Böses lauert, klingt in vereinzelten Kapiteln an, die der Autor - für mein Empfinden - präziser hätte ausführen können.
Locker und lebendig geschrieben, ist Düsternbrook eine unterhaltsame Lektüre für „zwischendurch“ , bei der dem Autor und Schauspieler die Lust am Fabulieren durchaus anzumerken ist.«
  10      0        – geschrieben von solveig
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