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Annas Geschichte 1 - Salz im Wind
Verfasser: Johanna Benden (9)
Verlag: Books on Demand (2414) und Eigenverlag (14370)
VÖ: 2. Mai 2019
Genre: Romantische Literatur (18066)
Seiten: 340 (Gebundene Version), 443 (Kindle Edition), 393 (Taschenbuch-Version)
Themen: Erinnerungen (785), Glückstadt (3), Heiratsanträge (132), Norddeutschland (46), Traummänner (275), Wiedersehen (1190)
Reihe: Annas Geschichte (2)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Johanna Benden für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Johanna Benden gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Und «Geht-Gerade» geht gar nicht für Paps!
     Modellboote waren bloß ein müder Abklatsch von Modellautos und damit indiskutabel.
     „Es geht um Millionen!“, äffte Anna ihren Vater nach. Der Firmenchef erwartete einen Knaller von ihr und sie konnte keinen liefern.
     Anna wischte sich mit der Hand über die Augen und zog Bilanz: „Kein Geschenk, kein Bericht und keine Pralinen. Mist. Nur einen leeren Magen und die Zeit, die mir davonrennt.“
     Ihr Bauch rumpelte bestätigend. So kam sie nicht weiter.
     „Ich muss hier raus.“
     Ächzend rollte sie ihren Drehstuhl zurück. Ein paar Schritte an der frischen Luft würden ihr guttun.
     Genau. Ich hole mir einen Döner und fahre an den Hafen.
     Anna mochte den Glückstädter Hafen. Sie grinste.
     He! Hafen gleich Schiffe! Vielleicht fällt mir da was ein.
     Hoffentlich.
     Falls nicht, bin ich am Arsch.
     „Also nicht trödeln, Mädchen!“, spornte sie sich selbst an „Auf geht es. Lass dein Gehirn durchpusten.“
     Zehn Minuten später saß Anna dick eingemummelt auf ihrem Rad. Storm Energie hatte seine Firmenzentrale auf der grünen Wiese zweieinhalb Kilometer außerhalb von Glückstadt in Richtung Itzehoe errichtet.
     Anna lächelte der tief stehenden Februarsonne entgegen. Es war kalt, aber trocken.
     Die fünf Kilometer bis zu meiner Wohnung oder ins Stadtzentrum sind ein Klacks.
     Anna fuhr gern mit dem Fahrrad. So tat sie etwas fürs Klima und gleichzeitig auch noch für ihre Brautfigur. Perfekt.
     Das gleicht dann hoffentlich ein paar der Frust-Pralinchen von vorhin wieder aus.
     Als Anna beim Stadtpark ankam, zogen dicke Wolken vor die Sonne. Natürlich waren die Schranken am Bahnübergang mal wieder unten. Als Anna nach gefühlten fünf Minuten endlich in die Große Kremper Straße fahren konnte, fielen die ersten dicken Tropfen auf ihre Mütze.
     Schiet. Sobald es regnet, sind ökologisch sinnvolle Vehikel gleich viel weniger sexy.
     Sie zog den Kopf ein und rollte über das Kopfsteinpflaster der Fußgängerzone. Die Straße war gesäumt mit dreigeschossigen, teils historischen Gebäuden.
     Der Regen nahm zu. Plötzlich eilten links und rechts die Ladenbesitzer auf die Straße und räumten ihre Waren unter die Markisen.
     Oje! Hektik in der Kleinstadt. Anna verkniff sich ihr Grinsen.
     „Moin, Anna!“, grüßte Herr Hansen vom Haushaltswarengeschäft.
     Er sagte «Anna», doch sie war sich nur allzu bewusst, dass er eigentlich Anastasia Storm meinte, die Unternehmerstochter des zweitgrößten Arbeitgebers der Region und nicht Anna persönlich.
     „Moin, Herr Hansen“, rief sie und winkte höflich.
     Von links rief die Frau vom Fahrradladen: „Tach, Anna! Nun aber fix, was?“
     Auch sie meinte eigentlich Frau Storm.
     „Ja, Frau Wagner“, lachte Anna, „ich sollte Gas geben.“
     Doch das ließ sie lieber bleiben, denn in der Fußgängerzone waren Räder bloß geduldet.
     Mit dem Gegrüße ging es die ganze Straße weiter. „Moin, Anna“ hier, „Tach, Anna!“ da. Aber niemand meinte wirklich sie, sondern alle lediglich die Tochter von Claus Jürgen Storm.
     Tja, so ist das, wenn der Vater ein bedeutender Geschäftsmann ist. Dann bleibt man für die Welt immer nur die Tochter des Unternehmers.
     „Storm Energie ist wichtig für Glückstadt“, betonte Claus Jürgen, seit Anna denken konnte. „Wir bringen die Menschen in Lohn und Brot, wir zahlen jede Menge Steuern und wir unterstützen viele gemeinnützige Projekte in der Region. Wir Storms tragen Verantwortung. Wenn dich die Leute grüßen, Anna, dann zollen sie unserer Familie Respekt. Respekt, den wir uns hart erarbeitet haben. Also achte darauf, was du tust, Kind. Falls du Mist baust, fällt das auf Storm Energie zurück.“
     Das ging natürlich nicht. Also grüßte Anna stets freundlich zurück. Und selbst bei Regen achtete sie in der Fußgängerzone auf eine moderate Geschwindigkeit.
     Als Anna beim Dönerladen ankam, waren ihre Mütze, die Handschuhe und der untere Teil der Hosenbeine tropfnass.
     Mist.
     Manchmal wollte Anna lieber nur Anna sein und nicht Unternehmerstochter.
     Ach, hör auf zu jammern, schalt sie sich im nächsten Moment. Du solltest dankbar sein, dass du in eine tolle Familie hineingeboren wurdest. Nicht jedes Mädchen hat so viel Glück wie du.
     Der Regen hörte kurz darauf wieder auf, so dass Anna ihr Rad mit der rechten Hand über den Marktplatz schieben und mit der linken ihren Spezialdöner «mit absolut alles» halten und futtern konnte.
     Meine Herren, habe ich einen Kohldampf!
     Wenn man Hunger hatte, war Essen göttlich.
     Obwohl..., sinnierte Anna, Essen ist IMMER göttlich. Leider. Genau das ist ja das Problem.
     Sie seufzte tief und kaute. Einhändig Döner-Essen war echt eine Herausforderung. Vor allem, sofern die Jacke sauber bleiben sollte. Ihr AKUTES Problem war allerdings ein anderes: Sie brauchte dringend ein umwerfendes Geschenk für Robert.
     Anna sah sich um. Obwohl die historische Hafenstadt nur 12.000 Einwohner hatte, gab es hier einige Geschäfte. Also verordnete Anna sich einen Schaufensterbummel. Sie stellte ihr Fahrrad am Fleth ab und hoffte auf Inspiration.
     So kann ich auch viel besser essen. Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sowas nennt man effizient!
     Zwanzig Minuten später war ihr Döner verputzt und Anna trottete satt, aber durchgefroren und nun wieder mit ihrem Rad am Hafenbecken entlang. Sie liebte diesen Ort mit seiner Mischung aus maritimem Flair und gut erhaltener Architektur aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die abwechslungsreiche Häuserzeile der Straße «Am Hafen» war der Hammer. Normalerweise hätte die malerische Kulisse Anna trotz Kälte aufgemuntert. Aber heute nicht, denn blöderweise hatte der Bummel nichts gebracht.
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