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Annas Geschichte 1 - Salz im Wind
Verfasser: Johanna Benden (9)
Verlag: Books on Demand (2418) und Eigenverlag (14407)
VÖ: 2. Mai 2019
Genre: Romantische Literatur (18097)
Seiten: 340 (Gebundene Version), 443 (Kindle Edition), 393 (Taschenbuch-Version)
Themen: Erinnerungen (787), Glückstadt (3), Heiratsanträge (133), Norddeutschland (46), Traummänner (275), Wiedersehen (1194)
Reihe: Annas Geschichte (2)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Johanna Benden für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Johanna Benden gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Normalerweise hätte sie mit dieser Erkenntnis direkt zu ihrem Vater gehen sollen, doch der hatte Stress und sie war neugierig gewesen. Also hatte sie Rudi aus der Wartung angerufen, um ihm ihre Beobachtung zu schildern. Gemeinsam waren sie die Daten durchgegangen und irgendwann hatte Rudi gemeint: „Du, Anna, entweder ist das Zufall, oder es hängt mit dem Ölwechsel zusammen. Danke für den Hinweis, ich klemme mich da mal hinter.“
     Anna lächelte. Rudi war ein feiner Kerl. Als sie ein Teenager war, hatte er sie ab und an mit auf die Anlagen genommen. Der Ausblick von dort oben war unglaublich.
     Soweit so gut.
     Oder eher nicht gut. Teile ich meine Erkenntnisse Paps mit oder warte ich noch eine Weile?
     Gedankenverloren drehte Anna ihren Kaffeebecher in den Händen. Ihr Vater konnte es nicht ausstehen, wenn sie sich in solche Dinge einmischte. Sein Credo war: «Mädchen, kümmere dich um die Zahlen. Den Rest übernehme ich.»
     Die Controllingabteilung war seit Jahren chronisch unterbesetzt und insbesondere im ersten Quartal hatte sich hier jeder auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und nicht irgendwelchen Geistern nachzujagen, wie sich Claus Jürgen Storm gern ausdrückte.
     Ach, eigentlich gilt das ganzjährig.
     Anna begriff nicht, was an einem kleinen Telefonat mit Rudi falsch sein konnte, aber ihr Vater bestand darauf, dass Dateninterpretation und Ursachenforschung Chefsache waren.
     Nachdenklich nippte sie an ihrem Kaffee.
     Boarks. Schwarz und ohne Zucker ist echt nicht mein Ding. Und dann auch noch lauwarm.
     Bis August war es wirklich verdammt lang hin.
     Es klopfte und im gleichen Moment öffnete ihr Vater die Glastür.
     Anna zuckte ertappt zusammen, so dass Kaffee auf ihren Schreibtisch schwappte.
     Kaum denkt man an den Teufel, schon kommt er gerannt.
     „Wie weit bist du? Hast du eine erste Auswertung für mich?“, fragte Claus Jürgen ohne Begrüßung und warf einen tadelnden Blick auf die Kaffeepfütze. „Mein Schreibtisch quillt über und zu allem Überfluss hat sich Robert Wieck spontan für morgen angemeldet.“
     „Guten Morgen, Paps.“ Beiläufig wischte Anna den Kaffee mit einem Taschentuch auf. „Robert Wieck? Aber das passt perfekt. Du wolltest ihn doch ohnehin sprechen, oder nicht?“
     „Eben.“ Ihr Vater wirkte angespannt. „Ich muss die Gelegenheit nutzen. Nicht aus dem Bauch heraus, sondern gut vorbereitet. Ich hoffe, er investiert in unseren neuen Offshore-Park.“
     „Bestimmt.“ Anna stellte ihren Kaffee beiseite. Paps würde ausrasten, wenn sie ihn aus Versehen umstieß. „Bei Robert hast du gute Chancen für das Projekt. Er liebt die Nordsee.“
     „Ja?“ Ihr Vater krauste skeptisch die Stirn. „Woher willst du das wissen. Und seit wann seid ihr per Du?“
     „Schon seit ein paar Jahren“, antwortete Anna.
     Claus Jürgen schaute seine Tochter ungläubig an. „Warum? Du hast doch gar nichts mit ihm zu tun!“
     Oha! Der Herr Storm hat einen richtig miesen Tag.
     Anna lächelte ihren Vater entschuldigend an. „Auf der Aktionärsversammlung vor drei Jahren sollte ich beim Catering aushelfen, erinnerst du dich?“
     „Nein. Und?“
     „Jedenfalls habe ich Herrn Wieck stilles Wasser und Fingerfood serviert. Er ist ein offener Mensch und so kamen wir ins Gespräch. Seitdem guckt er immer kurz bei mir rein, wenn er im Haus ist.“
     „Bei dir? Warum sollte er das denn tun?“
     „Nur so. Warum auch nicht? Er ist nett.“ Anna strich sich eine blonde Strähne hinter das Ohr. Bloß weil du keinen Wert auf außergeschäftliche Beziehungen legst, muss das nicht für alle Menschen auf diesem Planeten gelten.
     „Nett. Aha.“ Ihr Vater lächelte abschätzig.
     Trotzig sah Anna zu ihm auf. „Jedenfalls hat er mir selbst erzählt, dass er gern segelt. Helgoland gehört zu seinen Lieblingszielen. Im letzten Herbst hat er sich sogar ein neues Boot gekauft, das er über den Winter fertig machen wollte.“
     „Machen lassen, meinst du“, korrigierte Claus Jürgen.
     „Nein, machen“, widersprach Anna. „Robert arbeitet gern mit Holz.“
     „Mit seinen eigenen Händen?“ Claus Jürgen grunzte erstaunt. „Glaube ich nicht. Wieck hat Geld wie Heu.“
     „Na und?“ Anna zuckte mit den Schultern. „Er bastelt halt gern. Das erdet ihn, sagt er. Kannst ihn ja morgen danach fragen.“
     „Hmm.“ Im Kopf des Unternehmers arbeitete es. „Warum hast du mir das nicht schon früher erzählt?“
     „Ach“, winkte Anna ab, „Robert und ich reden nicht übers Geschäftliche. Wir schnacken einfach so. Und der Smalltalk interessiert dich sonst nie.“
     Nein, ihr Vater hasste das «fruchtlose Gesabbel». Das hatte er ihr schon als Jugendliche deutlich zu verstehen gegeben.
     „Bei Robert Wieck interessiert mich das sehr wohl!“ Claus Jürgen schüttelte unwillig den Kopf. „Boote... pfft. Ich rede seit Jahren mit ihm über Autos, doch er steht auf Boote! Kein Wunder, dass die Gespräche immer so zäh sind.“
     Richtiges Zuhören war noch nie Paps Stärke, dachte Anna. Naja, er hat viel zu tun. Das Unternehmen hat schwere Jahre hinter sich und immer lastet alles auf seinen Schultern. Seine größte Sorge ist: «Wenn Storm Energie den Bach runter geht, sitzen unsere 200 Mitarbeiter auf der Straße. Was wird dann aus ihren Familien?»“
     Nein, Claus Jürgen Storm war nicht gleichgültig, er war bloß überarbeitet.
     Versöhnlich schlug Anna vor: „Frag Robert doch mal, wie es mit seinem neuen Boot läuft. Bestimmt hat er ein paar Bilder auf seinem Smartphone dabei.“
     „Vielleicht mache ich das“, brummelte ihr Vater. „Den vorläufigen Generalbericht will ich trotzdem haben. Druck ihn mir aus.“
     Er streckte ihr fordernd die Hand entgegen.
     „Soweit bin ich noch nicht“, räumte Anna ein. „Und nur so nebenbei: Robert hatte letzte Woche Geburtstag.“
     „Letzte Woche?“, polterte ihr Vater. „Warum weiß ich davon nichts?“
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