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Griffin & Wyvern - Der Lindwurm und der Greif
Verfasser: Melanie Weber-Tilse (43)
Verlag: Eigenverlag (13834)
VÖ: 27. April 2019
Genre: Fantasy (10087)
Seiten: 286
Themen: Greifen (22), Lindwurm (3)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Wenn du nichts mehr zu verlieren hast,
bist du frei alles zu tun!

Der Wind zerrte an ihren Haaren. Peitschte sie ihr immer wieder ins Gesicht. Eisige Kälte drang durch jede Pore in ihren Körper. Und doch spürte sie nichts. Ausdruckslos starrte sie hinab in die Dunkelheit. Der Wind jagte durch die Ritzen des Turmes, rüttelte an den Schindeln und pfiff ein grausiges Lied.
Ganz dicht am Rand stand sie. Der Boden war von hier aus noch nicht einmal zu erahnen. Es war der einzige Ausweg, der ihr blieb. Es gab kein Zurück. Sie hörte die dumpfen Schritte, welche die schweren Stiefel verursachten, und die innerhalb des Turmes widerhallten. Schritte, die sich die Treppe zu ihr hinaufbewegten. Und doch würde man sie nicht rechtzeitig erreichen. Sie hatte ihre Wahl getroffen. Sie war frei. Jetzt und für alle Zeit. Sie schloss die Augen … und ließ sich fallen.

Dark Fantasy - Das Betreten dieser fantastischen Welt, in der Greifen und Lindwürmer mehr sind als bloße Legenden, erfolgt auf eigene Gefahr - Deutliche Sprache.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melanie Weber-Tilse für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melanie Weber-Tilse gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Und trink wirklich den Becher aus.«
     »Was ist darin?«
     »Wein mit Wasser vermischt.«
     »Ich habe noch nie Wein trinken dürfen«, gab Svea kleinlaut zu, während sie zu dem Tisch ging.
     »Es wird dir helfen, dich zu entspannen. Und jetzt iss.«
     Rena stellte ihr den Stuhl hin, nahm das Leinentuch vom Boden auf und verschwand zur Tür. Dort blieb sie stehen. »Egal, was nachher passieren wird. Wehr dich nicht, schreie nicht und lass es einfach über dich ergehen«, sagte sie, ohne das Mädchen anzuschauen. »Trödel nicht.«
     Hastig setzte sich Svea hin und starrte auf das Mahl hinab. Brot, das so frisch war, dass es noch dampfte, Fleisch und Käse in mundgerechte Stücke geschnitten. Zuhause hatte es trocken Brot gegeben. Frisches Fleisch war selten. Bestenfalls gab es Trockenfleisch oder Suppen, in denen man das geschlachtete Huhn suchen musste. Und doch saß sie vor dem üppig gefüllten Teller und brachte es nicht über sich, diese Leckereien zu essen. Sie hatte Angst. Daher griff sie nach dem Becher. Für die Kinder hatte es nie Wein gegeben. Auch ihre Eltern hatten den Vorrat, den sie besaßen, mit Wasser verdünnt.
     Svea nahm das Gefäß in die Hand und roch daran. Eine ganz feine, fruchtige Note, aber so wenig, dass es kaum auffiel. Sie nippte und schmeckte nur einen Hauch von den Beeren, aus denen das Getränk gewonnen wurde. Durstig trank sie und griff dann beherzt zu dem Brot. Warm und weich war es, mit einer knusprigen Kruste. Es schmeckte himmlisch und der Hunger ließ zusätzlich Stück für Stück Fleisch und Käse in ihren Mund wandern. Sie trank gerade den letzten Schluck Wein, als sich die Tür öffnete. Svea zuckte kurz zusammen und drehte sich herum. Nur eines der Mädchen huschte in den Raum und legte noch einige Holzscheite in das Feuer. Dessen Flammen tanzten in der, durch die offen stehende Tür hereinströmende Luft. Funken sprühten und es knisterte, als sich die Flammen in das neu dazu gelegte Holz fraßen.
     »Bist du fertig?« Das Mädchen schaute Svea nicht an, sondern hielt den Blick auf den Boden gesenkt.
     »Ja, bin ich.« Svea stand auf und trat zur Seite, damit das Geschirr abgeräumt werden konnte.
     Flink huschte das Kind, das kaum älter war als sie selbst, zum Tisch und nahm das Tablett auf.
     Bevor sie aus dem Raum huschen konnte, hielt Svea sie auf. »Wie heißt du? Mein Name ist Svea.«
     Kurz hielt die Kleine an der Tür an und hob tatsächlich ihren Blick. »Ava, Milady.«
     Bevor Svea sie aufklären konnte, dass sie ganz und gar nicht eine Lady war, war Ava schon aus der Tür hinausgehuscht und der Schlüssel wurde wieder herumgedreht. Wieder war sie allein im Zimmer. Sie schob den Stuhl an den Tisch und stellte sich vor den Kamin. Nicht nur das Feuer verbreitete wohlige Wärme, sondern eine bis dahin nicht gekannte Hitze hatte Sveas Kopf erfasst. Eigentümlich schwer fühlte er sich an. Und gleichzeitig leicht. Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Noch wusste sie nicht, dass es für lange Zeit das Letzte sein würde.
     Die Worte Renas kamen ihr in den Kopf. ›Trödel nicht, warte nackt auf dem Bett und lass alles über dich ergehen.‹
     Sie zog den hauchzarten Mantel aus, legte ihn fein säuberlich auf den Stuhl und ging nackt zum Bett. Es war so hoch, dass es ihr bis an die Hüfte reichte. Sie strich über das Fell, das als Decke diente und krabbelte dann langsam hinauf und in die Mitte. Wenn sie nicht auf den Markgrafen hätte warten müssen, wäre Svea versucht gewesen, unter das Fell zu kriechen und einfach einzuschlafen. In den ganzen Jahren hatte sie nie solch weiche und gemütliche Schlafstätte gehabt. Langsam begann sie sich zu entspannen und es schlich sich der Gedanke ein, dass es vielleicht alles gar nicht so schlimm werden würde.
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