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Griffin & Wyvern - Der Lindwurm und der Greif
Verfasser: Melanie Weber-Tilse (43)
Verlag: Eigenverlag (14453)
VÖ: 27. April 2019
Genre: Fantasy (10499)
Seiten: 286
Themen: Greifen (23), Lindwurm (3)
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Wenn du nichts mehr zu verlieren hast,
bist du frei alles zu tun!

Der Wind zerrte an ihren Haaren. Peitschte sie ihr immer wieder ins Gesicht. Eisige Kälte drang durch jede Pore in ihren Körper. Und doch spürte sie nichts. Ausdruckslos starrte sie hinab in die Dunkelheit. Der Wind jagte durch die Ritzen des Turmes, rüttelte an den Schindeln und pfiff ein grausiges Lied.
Ganz dicht am Rand stand sie. Der Boden war von hier aus noch nicht einmal zu erahnen. Es war der einzige Ausweg, der ihr blieb. Es gab kein Zurück. Sie hörte die dumpfen Schritte, welche die schweren Stiefel verursachten, und die innerhalb des Turmes widerhallten. Schritte, die sich die Treppe zu ihr hinaufbewegten. Und doch würde man sie nicht rechtzeitig erreichen. Sie hatte ihre Wahl getroffen. Sie war frei. Jetzt und für alle Zeit. Sie schloss die Augen … und ließ sich fallen.

Dark Fantasy - Das Betreten dieser fantastischen Welt, in der Greifen und Lindwürmer mehr sind als bloße Legenden, erfolgt auf eigene Gefahr - Deutliche Sprache.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melanie Weber-Tilse für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melanie Weber-Tilse gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Quälend langsam und mit zittrigen Händen beugte sie sich nach vorn, nahm den Saum ihres Kleides in die klammen Finger und zog noch langsamer Stück für Stück den Rock hoch. Kalte Luft traf auf ihre nackten Schenkel.
     »Meine Fresse, wird das heute noch was?«, schnauzte Jaromir sie an, machte einen Schritt auf sie zu und riss ungeduldig den Stoff nach oben.
     Nur noch der dünne Lappen des Lendentuchs befand sich zwischen seinen lüsternen Blicken und ihrer Scham. Stocksteif blieb sie stehen, als er mit der Hand vorschnellte und das Stück Stoff herunterriss. »M-mmh«, brummte er. »Kaum Haare. So lieb ich mir eine Fotze. Könntest zwar noch ein paar kleine Titten vertragen, aber die wachsen hoffentlich schnell, wenn ich dich eingeritten habe.«
     Ein Zittern durchlief ihren Körper, als sich seine Finger brutal zwischen ihre Beine drängten und den Spalt erkundeten.
     »Ich werde es genießen, in dein jungfräuliches Loch zu stoßen.« Er zog die Hand zurück und leckte über die Finger, die eben noch ihr Geschlecht berührten. »Bringt sie weg und lasst ihr ein Bad ein«, bellte er durch die große Halle. Bevor er sich abwandte, blitzte es in seinen Augen. »Und schneidet ihr die Haare ab.«
     »Milord, bitte«, wimmerte sie, während sie von einem Mann aus dem großen Raum weggezerrt wurde.
     »Halts Maul«, knurrte der Handlanger und zog sie erbarmungslos hinter sich her. Raus aus dem Raum, durch die steinigen Gänge der Burg, Treppen hinauf, bis er irgendwann vor einer schweren Holztür stehen blieb.
     Svea stolperte gegen den Mann, der abrupt gestoppt hatte. »Pass doch auf«, herrschte er sie an, öffnete die Tür und stieß sie in den dahinterliegenden Raum. An der Tür blieb er stehen. »Du bist wirklich ein hässliches Ding«, lachte er und entblößte eine Reihe von gelben und braunen Zähnen. Geräuschvoll zog er seine Spucke nach oben und rotzte sie ihr direkt ins Gesicht. »Dich würd ich noch nicht mal auf die Gänse aufpassen lassen.« Laut schepperte die Tür ins Schloss und gleich darauf hörte Svea, wie der Schlüssel umgedreht wurde.
     Wie gerne wäre sie schluchzend auf den Boden gesunken. Sie sehnte sich danach die Angst und das Leid mit ihren Tränen fortzuspülen und gleichzeitig war ihr bewusst, dass dies nichts, aber auch rein gar nichts an ihrer Lage ändern würde. Stattdessen biss sie sich fest auf die Lippe, bis der Schmerz den aufsteigenden Weinkrampf zurückdrängte; bis ihre Hände aufhörten unkontrolliert zu zittern und zwang sich gleichmäßig ein- und auszuatmen. Ganz so, wie sie es immer getan hatte, wenn sie nachts die Angst fast übermannt hätte. Wenn sie allein in der Scheune im hintersten Winkel lag. Auf dem kleinen Haufen Stroh, der schon ganz platt gelegen war und alles Aufschütteln es nicht besser machte. Nachts, wenn der Wind durch die Ritzen im Holz geblasen hatte. Wenn Geräusche laut wurden, die tagsüber nicht zu hören waren. Wenn es in dem alten Gebälk geknackt hatte und sie sich so klein wie möglich auf ihrem Nachtlager gemacht hatte. Wenn sie sich das kleine Stück Stoff, das ihr als Decke diente, bis über die Nasenspitze gezogen hatte. Fest die Augen zugekniffen, hatte sie sich nur auf ihre Atmung konzentriert, die Angst zurückgedrängt und war irgendwann in einen unruhigen Schlaf geglitten. Viele Nächte hatte sie mit ihrer Angst kämpfen müssen, bis sie gelernt hatte, dass nichts aus der Dunkelheit kommen konnte, was ihr nicht schon tags Schlimmes angetan hatte. Denn nachts schliefen ihre Peiniger und die Dunkelheit war ihr Freund. Svea schloss kurz ihre Augen.
     Als sie sie wieder öffnete, atmete sie ruhig. Fast schon ruhig wischte sie sich die Spucke aus dem Gesicht und ließ ihren Blick durch das Zimmer schweifen. Sie war noch nie in einer Burg oder einem Schloss gewesen. Bisher hatte sie nur in ihrem Elternhaus ... in der Scheune ihres Elternhauses gelebt. Die Häuser des Landvolkes waren allesamt klein und die Familien lebten teils sehr beengt. Das Zimmer hier war dagegen größer als ihr komplettes altes Zuhause. Dunkle Steinwände, ein großer hölzerner Schrank und ein breites Bett, auf dem Kissen, Decken und weich aussehende Felle lagen, waren die einzigen Möbelstücke in diesem Raum. Das Fenster war geschlossen und davor waren Eisenstäbe angebracht. Die Feuerstelle in dem riesigen Kamin gegenüber dem Bett, war leer und kalt. Nur schwarzer Ruß zierte den Innenbereich und zeugte davon, dass dort schon Feuer gebrannt hatten.
     In dem Zimmer war es kalt und ungemütlich. Sogar ihre Schlafstätte in der Scheune kam ihr einladender vor, als dieser Raum. Sie wirbelte herum, als Schritte vor dem Zimmer verstummten und nur kurze Zeit später der Schlüssel im Schloss umgedreht wurde. Die massive Tür wurde aufgestoßen.
     »Stellt den Zuber dort vor den Kamin. Und seht zu, dass ganz schnell ein Feuer darin brennt. Ihr da, hängt die Kleidung in den Schrank und verteilt die Teppiche.« Die Frau, deren Anweisungen wie Peitschenhiebe nur so knallten, würdigte Svea keines Blickes. Stattdessen sah sie mit Argusaugen dabei zu, wie zwei Männer den gusseisernen Zuber abstellten und dann einem dritten halfen, die mitgebrachten Holzscheite neben der Brandstätte abzulegen und mit dünneren Ästen ein Feuer im Kamin zu entfachen. Zwei Mädchen eilten mit Armen voller Stoffen in das Zimmer. Einiges davon Kleidung, die sie in den Schrank verfrachteten, andere aufgerollte Teppiche, die sie vor dem Bett verteilten.
     »Dort, vor das Fenster«, wies die Frau, die hier anscheinend das Sagen hatte, die Männer an, die gerade mit einem Tisch zur Tür hereinkamen. Geschäftig rannten die Mädchen und Männer immer wieder in den Flur, nur um mit weiteren Dingen in den Raum zu kommen. Kerzen wurden verteilt, Wasser in den Zuber gefüllt, Waschschüssel und Stühle wurden gebracht und als die ersten großen Holzscheite in den Kamin gelegt werden konnten und die Flammen stark und heiß genug waren, stand nur noch die Frau im Zimmer, während Svea an die Wand, wo sie nicht im Weg stand, zurückgewichen war.
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