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Das Lichtspielhaus 1 - Zeit der Entscheidung
Verfasser: Heidi Rehn (18)
Verlag: Knaur (1363)
VÖ: 26. April 2019
Genre: Familienepos (284) und Historischer Roman (3635)
Seiten: 512
Themen: Adolf Hitler (57), Dreißiger Jahre (156), Kino (20), München (283), Nationalsozialismus (240), Schauspieler (550), Zwanziger Jahre (174)
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Lesermeinungen (4)     Blogger (2)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 25. Juni 2019 um 21:02 Uhr (Schulnote 1):
» Eine Frau behauptet sich

Dies ist die (fiktive) Geschichte einer Münchner Kinobetreiber-Dynastie von den 20er- bis in die 40er-Jahre.
München 1926. München ist nach Berlin die Metropole des deutschen Films und Kinos. Donaubauers betreiben u. A. das Elvira, das sie gerade eingeweiht haben. Doch bevor die Feier zu Ende ist, ist Elsas Ehemann Kurt mit einer Revue-Tänzerin durchgebrannt. Nun muss Elsa, statt in Hitchcocks Film eine Hauptrolle zu spielen, sich als Kinobesitzerin behaupten. Dies ist keine leichte Aufgabe für sie, denn sie muss sich zudem gegenüber ihrer gestrengen Schwiegermutter durchsetzen. Außerdem gibt es auch noch den Ehemann von Zenzis Tochter Ulla. Durch Hitlers Machtergreifung wird das Kino zum Propagandainstrument und Elsa droht ihre Lizenz zu verlieren.

Meine Meinung
Von Heidi Rehn habe ich schon einige Bücher gelesen, die mir allesamt gut gefielen. So auch dieses. Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. In die Protagonisten konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Allen Voran in Elsa, deren Mann Karl sie am Tag der Eröffnung des Filmpalastes Elvira sitzen gelassen hat. Ihren Verwandten gegenüber erfand sie eine Geschäftsreise nach New York. Doch irgendwann glaubt das natürlich niemand mehr. Das Buch ist die Geschichte über die Donaubauers, eine Kino-Betreiber-Dynastie deren Chefin Zenzi 1920 das erste Kino eröffnet hatte. Mit Zenzi, die Elsas Schwiegermutter war, kam Elsa erstaunlich gut zurecht, mit Heinrich, ihrem Schwager geriet sie sich öfter in die Haare. Es ist die Geschichte des Kinos zur Nazizeit und endet mit einem leichten Cliffhanger. Das Buch war ja auch gleich spannend und ich wollte wissen, wie Elsa es schaffen würde, sich ihrem Schwager gegenüber zu behaupten. Niemand durfte ja wissen, dass Karl nicht auf Geschäftsreise war, sondern mir einer, und dazu noch schwarzen (bei Hitler eine Rassenschande) Tänzerin durchgebrannt ist. Wie Elsa es schaffte- zumindest bis zum Jahr 1939 – erzählt dieses Buch. Mich hat es gefesselt und schließlich in seinen Bann geschlagen, ich konnte es fast nicht zur Seite legen. Von mir daher eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.«
  14      0        – geschrieben von Lerchie
Kommentar vom 17. Juni 2019 um 19:06 Uhr (Schulnote 1):
» Die Münchner Familie Donaubauer besitzt mehrere Lichtspielhäuser. Elsa Donaubauer hat für die Ehe mit Karl Wien verlassen und ihre vielversprechende Schauspielkarriere aufgegeben. Doch sie bereut diesen Schritt nicht. Denn genau wie der Rest der Familie Donaubauer lebt sie für die Lichtspielhäuser und die Welt des Films. Selbst Alfred Hitchcock ist so begeistert von Elsa, dass er ihr eine Hauptrolle anbietet. Eines Tages ändert sich für Elsa alles, denn Karl brennt mit einer Revue-Tänzerin nach Amerika durch. Plötzlich trägt Elsa allein die Verantwortung für ihre beiden Töchter und muss ihre Stellung im Familienunternehmen behaupten.

"Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung" ist der Auftakt einer Reihe um die fiktive Münchner Kinobetreiber-Dynastie Donaubauer. Dieser Band umfasst die Jahre 1926 bis 1939. Im Zentrum der Handlung stehen Elsa und ihre Schwiegermutter Zenzi, die starken Donaubauer-Frauen, die sich in der Welt der Lichtspielhäuser behaupten müssen. Dabei müssen sie sich nicht nur mit neuen technischen Möglichkeiten, sondern auch politischen Einflüssen auseinandersetzen.

Ohne langatmiges Vorgeplänkel befindet man sich sofort mitten im Geschehen, denn Elsa wird bereits ganz am Anfang von Karl verlassen und setzt alles daran, ihre Stellung im Unternehmen zu behalten. Der Roman begeistert von der ersten Seite an, da Heidi Rehn es wieder hervorragend versteht, Handlungsorte und Protagonisten so zu beschreiben, dass man alles mühelos vor Augen hat und dabei das Gefühl bekommt, selbst ein Teil des Familienunternehmens zu sein. Die Charaktere wirken authentisch, sodass man sich mit ihnen identifizieren kann. Das Schicksal hält einiges für die Familie bereit. Dadurch wirkt die Erzählung nie langweilig oder vorhersehbar.

Die Autorin webt geschichtliche Hintergründe, Filme, Schauspieler und neue Techniken gekonnt in die Handlung ein. Dadurch hat man das Gefühl, dass diese fiktive Geschichte sich tatsächlich so zugetragen haben könnte. Man taucht förmlich in die Vergangenheit ein und mag sich kaum vom Gelesenen lösen. Obwohl das Buch recht umfangreich ist, liest es sich quasi von selbst. Denn der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar.

Ich habe mich beim Lesen ausgesprochen gut unterhalten, da ich früh in den Sog der Handlung geraten bin und den Glanz der Lichtspielhäuser genossen habe. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass diese fiktive Erzählung sich so zugetragen haben könnte und bin schon ganz gespannt auf den nächsten Teil der Reihe.«
  16      0        – geschrieben von KimVi
Kommentar vom 6. Juni 2019 um 10:56 Uhr (Schulnote 2):
» Es gibt einen fließenden, sanften Einstieg in den Roman, der anders war als ich mir gedacht hatte, mich aber trotzdem überzeugen konnte. Eigentlich hatte ich erwartet, dass man erst einmal ein paar Seiten Familienalltag der Familie Donaubauer miterlebt, bevor Karl nach Amerika flieht. Dies war so nicht der Fall, ziemlich schnell kommt der große Paukenschlag und für Elsa ändert sich ihre komplette Welt.

Auf jeden Fall war ich direkt von dem Roman eingenommen, mir hat die Schreibweise gefallen und auch die starken Figuren von Elsa und Zenzi, die mir schnell ans Herz gewachsen sind. Schon früh war zu sehen, wie akribisch die Autorin recherchiert hat, ständig waren Namen von Filmen, Schauspielern oder Regisseuren zu lesen, die alle perfekt in die Handlung integriert wurden und mit den fiktiven Charaktern gut harmoniert haben.

Die genutzte Sprache fand ich sehr interessant und besonders. Es gibt eine Mischung von Hochdeutsch während Beschreibungen und Überlegungen, vermischt mit einem starken bayrischen Dialekt bei Gesprächen. Außerdem gab es einige Begriffe aus dem bayrischen, die mir vollkommen unbekannt waren, aber Lebendigkeit ind die Handlung gebracht haben und die Sprache zu etwas besonderem gemacht hat.

Doch so interessant die Handlung meist gehalten war, traten doch Längen auf, die lange angehalten haben. Das hielt vielleicht so 150 Seiten lang an, die letzten knapp 100 Seiten habe ich dann wieder mit Spannung verfolgt und innerhalb weniger Stunden ausgelesen. In der Mitte ist zwar einiges passiert, aber die Geschehnisse konnten mich nicht in ihren Bann ziehen. Vielleicht lag das daran, dass im Roman viele Jahre vergehen und mir manches einfach zu sprunghaft war. Es wurden ab und an Monate ausgelassen, die nicht weiter behandelt wurden, dafür landet man plötzlich bei dem nächsten Ereignis. Immerhin vergehen auf den 512 Seiten 13 Jahre, da wurden manche Ereignisse doch etwas knapp abgehandelt.

Als Hauptort der Handlung dient das wunderschöne München, wobei viele Geschehnisse in den Lichtspielhäusern der Donaubauer-Familie stattfinden. Dabei spielen viele Szenen in dem Elvira, dem Vorzeigepalast, welcher die neueste Technik besitzt und der ganze Stolz der Familie ist. Die Beschreibungen davon waren sagenhaft, wahrscheinlich ist es mir gar nicht gelungen, alle Details aufzunehmen und ein annähernd identisches Bild davon zu erhalten. Nicht nur von der Größe des Gebäudes, sondern auch die gesamte Ausstattung mit allen kleinen Details. Auf jeden Fall haben mir die Abschnitte, die dort spielen, meist am besten gefallen. Es wurde einfach deutlich, wie viel Gefallen die Familie an ihrem Job haben und im Elvira haben auch einige, spannungsgeladene Unterhaltungen stattgefunden. Dort sind die Charaktere am natürlichsten aufgetreten und waren für mich am greifbarsten.

Wie ich schon erwähnt hatte, waren mir besonders die Figuren von Zenzi und Elsa am liebenswürdigsten. In ihnen steckt sichtbar viel Arbeit, um sie als Typen darzustellen, die einzigartig sind. Beide Frauen besitzen eine Stärke, die mir imponiert hat und die sie ausgezeichnet hat. Im Gegensatz zu ihnen sind die Herren nie so entschlossen und selbstsicher aufgetreten, egal in welcher Situation. Meist wirkten die Handlungen der Herren nicht recht durchdacht und zu plötzlich, sodass sie klar den beiden Donaubauer-Damen unterlegen waren. Definitiv eine interessante Darstellung der Geschlechter, es hat funktioniert, auch wenn ich damit nicht richtig zufrieden bin. Ich hätte es gut gefunden, wenn eine Veränderung sichtbar gewesen wäre und sich die Protagonisten an mehreren Stellen ebenbürtig begegnet wären.

Fazit:
Der Autorin ist es definitiv gelungen, einen lebendigen, äußerst interessanten Roman rund um die fiktive Donaubauer-Familie zu schreiben. Ihr ist es auf das Beste gelungen, den Charme und Ton der Zeit wiederzugeben und den Leser in die geheimnisvolle Welt des Films zu entführen. Zwei kleine Kritikpunkte meinerseits: es gab leider einige Längen, sowie die nicht ganz perfekte Darstellung der männlichen Charaktere, die den Damen unterlegen waren. Auf jeden Fall bleibt die Spannung auch nach dem Lesen vorhanden, ich frage mich, wie es mir der Donaubauer-Familie weitergehen mag und wie sich der Krieg auf das Kinowesen auswirken wird.«
  20      1        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 22. Mai 2019 um 19:29 Uhr (Schulnote 2):
» Dieser erste Teil der Familien-Saga um die fiktive Kino-Betreiber-Familie Donaubauer in München deckt den Zeitraum 1926 bis 1939 ab.
In den goldenen zwanziger Jahren nehmen die Menschen, die sich von den Folgen des 1. Weltkriegs langsam erholt haben, das Angebot der Lichtspielhäuser an und lassen sich von schönen Filmen unterhalten.
Die Lichtspielhäuser haben noch Bühnen, die Stummfilme werden mit Live-Musik untermalt und die Einrichtung ist schön und elegant.
Elsa, die ehemalige Schauspielerin und ihr Mann Karl Donaubauer haben es geschafft und sind mit ihrem Lichtspielhaus erfolgreich.
Aber dann brennt Karl mit einer Tänzerin nach Amerika durch und Elsa steht mit ihren beiden kleinen Töchtern alleine da.
Aber sie und ihre Schwiegermutter Zenzi sowie Schwager Heinrich halten zusammen und kümmern sich weiter um die Lichtspielhäuser. Heinrich versucht jedoch im Laufe der Zeit mehr und mehr an Einfluss auf die Geschäftsführung zu gewinnen.

Mit diesem Roman machen wir eine Zeitreise durch die deutsche Geschichte aber auch durch die Geschichte der Entwicklung des Films und der Kinos, von den Stummfilmen mit Musikuntermalung bis zum Tonfilm. Viele reale Filme und Schauspieler der jeweiligen Zeit finden Erwähnung und auch bekannte Persönlichkeiten wie Alfred Hitchcock spielen eine Rolle. Am Ende des Buchs gibt es eine Liste der erwähnten Filme.
Sehr authentisch wird der ebenfalls reale Konkurrenzkampf zwischen den Filmproduktionen Emelka (Bavaria) in München und der UFA in Berlin geschildert. Diese realen Ereignisse nutzt die Autorin geschickt für ihre Geschichte. Ebenso wie die politischen Verhältnisse in Deutschland, die sich im Laufe der Jahre ja stark verändern. Die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr an Einfluss, die ersten Einschränkungen für Juden erfolgen und die Kinos und Lichtspielhäuser werden für Parteipropaganda benutzt, oft auch dadurch, dass die Inhaber unter Druck gesetzt werden.
Das war alles nicht nur sehr interessant sondern auch unterhaltsam zu lesen. Manches war mir etwas zu detailliert geschildert, so dass schon mal kleine Längen entstanden aber insgesamt war alleine dieses Thema schon sehr fesselnd.
Dazu kommt dann noch die Familiengeschichte der Donaubauers.
Die Hauptfiguren Zenzi, Elsa und Heinrich waren gut und lebendig gezeichnet und sie machen Entwicklungen durch, die der jeweiligen Zeit entsprechen.
Besonders gut gefallen hat mir Zenzi, die früh Witwe wurde und es gewohnt ist, alles alleine zu entscheiden und zu regeln. Sie ist eine starke Frau mit eisernem Willen, die ein richtiges Münchner Urgestein verkörpert, was auch durch ihren Münchner Dialekt zum Ausdruck kommt.
Aber auch Elsa, die nach der großen Enttäuschung durch ihren Mann ihre Töchter alleine großziehen muss, entwickelt sich am Vorbild ihrer Schwiegermutter zu einer starken Frau, die ihren Weg geht und auch der Liebe noch einmal eine Chance geben kann.

Diese Geschichte vereint eine Familien-Saga mit einem Stück deutscher Geschichte, schön aus der Perspektive der Film- und Kinobranche dargestellt. Unerwartete Ereignisse und Wendungen machen die Geschichte spannend und es war interessant und unterhaltsam, das Schicksal der Donaubauers zu verfolgen.
Jetzt bin ich gespannt, wie es mit der Familie weiter geht und freue mich auf die Fortsetzung!


Fazit: 4 von 5 Sternen«
  17      0        – geschrieben von Fanti2412
 
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