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TASCHENBUCH
 
Mona Sander und Enno Moll ermitteln 12 - Friesenblues
Verfasser: Sina Jorritsma (24)
Verlag: Klarant (587)
VÖ: 18. April 2019
Genre: Kriminalroman (6372)
Seiten: 168 (Kindle Edition), 200 (Taschenbuch-Version)
Themen: Inseln (1391), Musiker (270), Ostfriesland (438), Polizei (642), Schmuck (66), Verdacht (578)
Reihe: Mona Sander und Enno Moll ermitteln (13)
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Die Polizistin Grietje Smit gerät unter einen schlimmen Verdacht. Hat sie ihren Freund Tede, den Gitarristen der Bluesband »Borkum Gents«, auf dem Gewissen? Die Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll dürfen in die Ermittlungen gegen ihre eigene Kollegin nicht eingreifen, doch wenig später haben sie einen Fall: Ein Mann sitzt erstochen auf einer Ruhebank am Strand – ausgerechnet Lübbo Hamstra, der Bruder des Sängers der Borkum Gents! Was geht in der ostfriesischen Musikband bloß vor sich? Und wo steckt die mysteriöse blonde Frau, die sich nur die »Problemlöserin« nennt? Die Ermittler stehen vor einem wahren Rätsel, in dem ein kostbares Schmuckstück eine Schlüsselrolle zu spielen scheint – das verschwundene Java Diadem …
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Tags (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Sina Jorritsma gibt es bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kapitel 1


Kommissarin Mona Sander wollte sich gerade zum Schlafengehen bereit machen, als es an ihrer Wohnungstür Sturm klingelte. Sie runzelte die Stirn. Mona erwartete normalerweise um halb elf Uhr abends keinen Besuch. Und wenn es um einen dienstlichen Einsatz ging, wurde sie stets zuerst telefonisch informiert. Doch Neugier gehörte zu den stärksten Charaktereigenschaften der rotblonden Kommissarin. Daher betätigte sie den Türsummer und öffnete.
     Ihre junge Kollegin Grietje Smit stieß die Haustür auf und kam die Treppe zum ersten Stockwerk hochgestürmt. Mona erschrak, denn die sommersprossige Polizeimeisterin sah schrecklich aus. Ihr Gesicht war blutverschmiert, ihre Wuschelhaare standen wirr vom Kopf ab. Sie trug Zivil, eine blaue Jeans und eine rote Kapuzenjacke mit dem Schriftzug STRANDPERLE. In diesem Moment wirkte sie auf die Kommissarin wie ein verängstigtes Reh.
     »Was ist passiert, Grietje?«
     Die Polizistin schüttelte den Kopf. Offenbar war sie noch nicht fähig zu sprechen. Grietje rang nach Luft, ihr Blick irrlichterte. Mona führte sie in ihr Wohnzimmer, wo die Polizeimeisterin sich auf das Sofa fallen ließ.
     Die Kommissarin kniete sich vor sie hin und schaute sie prüfend an.
     »Wie schwer bist du verletzt? Soll ich dich ins Krankenhaus bringen?«
     Grietje machte auf Mona einen geistesabwesenden Eindruck. Sie musste etwas Furchtbares erlebt haben, das sie innerlich immer noch stark beschäftigte. Normalerweise war die junge Kollegin frech und vorlaut, hatte immer einen kessen Spruch auf den Lippen. Deshalb war es umso verwirrender, sie in einem solchen Zustand zu erleben.
     »Rede mit mir!«, forderte Mona. Sie durfte nicht zulassen, dass Grietje sich jetzt in ein seelisches Schneckenhaus zurückzog. Es war nämlich möglich, dass noch weitere Personen Hilfe benötigten. Und bisher hatte die Kommissarin nicht die geringste Ahnung, was geschehen sein konnte.
     Die Kollegin blickte sie an, als ob sie Mona zum ersten Mal in ihrem Leben sehen würde. Grietjes Stimme klang heiser.
     »Ich ... habe ganz großen Mist gebaut.«
     Mona forderte sie mit einer Handbewegung zum Weitersprechen auf.
     »Vielleicht habe ich meinen Freund getötet«, brachte Grietje hervor. Ihre Augen füllten sich mit Tränen.
     Diese Information musste die Kommissarin erst einmal verdauen. Natürlich war ihr nicht entgangen, dass Grietje seit einigen Wochen verliebt war. Ihr neuer Schwarm hieß Tede Kupper und war Gitarrist der Bluesband Borkum Gents. Das erzählte sie bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit auf der Polizeistation herum, ob man es nun hören wollte oder nicht. Grietje gehörte zu den Menschen, die alles mitteilen müssen, was ihnen gerade durch den Kopf geht. Also war allgemein bekannt, wie sehr sie den jungen Mann mochte. Dass aus ihr und Tede ein Liebespaar geworden war, hatte Mona allerdings noch nicht mitgekriegt.
     »Du sprichst von Tede, Grietje?«
     »Ja, sicher. Einen anderen Freund habe ich nicht ... hatte ich nicht.«
     Nun weinte sie stärker. Mona nahm sie in die Arme.
     »Du musst dich erst einmal beruhigen«, stellte die Kommissarin fest. Und dann fiel ihr etwas auf: »Bist du high?«
     Grietje schien nämlich nicht betrunken zu sein. Doch Monas Erfahrung sagte ihr, dass ihre Kollegin womöglich unter dem Einfluss von berauschenden Substanzen stand.
     »Spinnst du?«, gab die Polizistin schniefend zurück. »Ich nehme keine Drogen!«
     »Schon gut, das war nur so ein Gedanke. Erzähl mir am besten, was geschehen ist.«
     Grietje presste ihre Fäuste gegen die Schläfen.
     »Wenn ich das wüsste! Es sind nur so Bruchstücke meiner Erinnerung vorhanden. Tede kam bei mir zu Hause vorbei. Wir haben etwas getrunken und geknutscht. Dann kriegte ich einen Filmriss, obwohl ich nur einen Cocktail gezischt hatte. Ich dachte eigentlich, dass ich mehr vertragen würde.«
     »Was genau habt ihr getrunken?«
     »Jeweils einen White Russian. Jedenfalls lag Tede leblos auf dem Boden, und da war Blut. Ich habe Panik gekriegt und bin sofort zu dir gelaufen!«
     Die Kommissarin überlegte. Grietje wohnte in der Hindenburg-straße, in einem schmucklosen Backsteinbau für sechs Mietparteien. Bezahlbarer Wohnraum für Einheimische war auch auf der Touristen¬insel Borkum ein Problem. Daher hatte man mit dem schmalen Gehalt einer Polizeimeisterin nicht viele Möglichkeiten, was die Unterkunft anging.
     Von Grietjes Wohnung bis zur Walfangerstrate, wo Mona lebte, benötigte man zu Fuß ungefähr eine halbe Stunde. Selbst wenn die junge Polizistin die ganze Strecke gerannt war, würde sie fast zwanzig Minuten benötigt haben. Mit dem Fahrrad war das Ziel innerhalb von acht Minuten zu erreichen.
     Mona öffnete den Reißverschluss von Grietjes Kapuzenjacke und hob das T-Shirt hoch.
     »Hey, was soll das denn werden?«
     »Ich will nachschauen, woher das Blut kommt. Im Gesicht hast du jedenfalls keine offene Wunde.«
     »Glaubst du, das wüsste ich nicht? Auch meinen Beinen fehlt nichts, du brauchst mir also nicht die Jeans vom Leib zu reißen. Wahrscheinlich stammt das Blut von Tedes tödlicher Verletzung ...«
     Die Polizeimeisterin begann wieder zu weinen. Mona strich ihr beruhigend über das Haar.
     »Bist du sicher, dass dein Freund wirklich nicht mehr gelebt hat?«
     Grietje zuckte zusammen. Aus geröteten Augen schaute sie die Kommissarin entsetzt an.
     »Du glaubst ... dass er noch nicht tot ist? Dann braucht er meine Hilfe!«
     Sie wollte aufstehen, aber Mona erhob sich und drückte ihre Besucherin auf das Sofa zurück.
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