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TASCHENBUCH
 
Die Wiege der Schuld
Verfasser: Allan MacAllister (1)
Verlag: Perlboot (1)
VÖ: 23. Februar 2019
Genre: Thriller (5778)
Seiten: 365 (Kindle Edition), 436 (Taschenbuch-Version)
Themen: Anschläge (454), Fallschirmspringen (9), Fliegen (51), Gräber (111), Highlands (150), Hunde (697), Hypnose (41), Knochen (37), Schottland (473), Schuld (539), Segeln (32), Verletzungen (38), Wiedergeburt (61)
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BUCHVORSTELLUNG - WERBUNG FÜR DAS BUCH:
'Die Wiege der Schuld' ist ein Thriller abseits des üblichen 'Böse-jagt-Gut' Schemas. Die Bedrohung für Marc, die Hauptfigur, ist sehr konkret, auch der Gegner ist schnell erfasst – das 'Schicksal'. Das klingt nach Esoterik-Mystery-Story, ist es aber nicht. Geschickt spinnt der Autor Fäden, die im Finale zusammenfinden. Immer knapp an der Grenze des Übernatürlichen entlang. Aber eben nur knapp, denn am Ende gibt es sehr wohl einen menschlichen Gegner.

Erzählt wird die Geschichte in der 'Ich'-Perspektive und in Präsens. Eine riskante Herausforderung, die sich jedoch auszahlt. Denn sie lässt dem Autor keinen Raum für willkürliche 'Autorentricks', wie z. B. 'ich weiß etwas, aber ich erzähle es dir noch nicht'. Der Leser ist immer auf Höhe der Ereignisse, die Geschichte kommt daher wie ein Live-Stream, man erlebt sich als Marcs Mitstreiter, während er angegriffen wird. Die Spannung speist sich daher alleine aus den storyinhärenten Erlebnissen, die Erzählkunst ist zu gut versteckt um wahrgenommen zu werden. Dies dürfte auch eine der Techniken sein, mit denen es dem Autor gelingt, die atmosphärische Dichte zu erzeugen. Man wähnt sich als Leser mitten im Geschehen, das Kopfkino springt leicht an und man spürt fast die Schmerzen im Bein und schmeckt die Schokomandel auf der Zunge.

Aufgrund der Zeitform – Präsens – hat man sprachlich anspruchsvolle Passagen zu bewältigen, zum Beispiel wenn Marc seine eigenen Hypnoseprotokolle auswertet. Um hier Verwirrung zu vermeiden, wurden die Protokollzitate in Sperrschrift gedruckt.

Überhaupt, der Sprachstil: Marc ist anfangs eine arg gebeutelte Figur, die ihr Schicksal mit sarkastischem Galgenhumor und bissiger bis zynischer Lebenseinstellung zu bewältigen versucht. Konsequenter Weise spricht Marc auch so. Besonders in Dialogen legt der Autor seinem Marc Sätze in den Mund, bei denen man sowohl entrüstet aufschreit, als auch laut auflachen muss. Die Gewichtung dieser Facetten dürfte wohl von Leser/In zu Leser/In unterschiedlich ausfallen. Ist man dann aber mit Marc warm geworden, bieten gerade diese sprachlichen Highlights ein besonderes – weil seltenes – Leseerlebnis.

Die Geschichte legt rasant los, Marcs Fallschirm öffnet sich nicht. Dann folgt ein trauriger, düsterer Teil, in dem Marc alles verliert und er 'zum Abenteuer' gerufen wird – man findet in seinem Körper Knochenbrüche, die verheilt sind bevor er geboren wurde. Auf den folgenden ca. 100 Seiten rückt etwas der übergeordnete Spannungsbogen in den Fokus. Hier wird die klassische Thriller-Spannung überdeckt von der Suche nach den Hintergründen von Marcs Leidensgeschichte. Ungeduldigen Thrillerfreunden wird diese Passage vielleicht etwas langatmig vorkommen. Andere wiederum ziehen aber gerade in dieser Phase ihren Lesegenuss aus den Sprachkonstrukten und den Detailbeschreibungen – auch zu Marcs psychischem Zustand.
Im letzten Drittel aber ziehen Tempo und Thrill stetig und stark an. Die Schlinge zieht sich zu, Wendung folgt auf Wendung, scheinbare Freunde und Feinde wechseln die Fronten, wir erleben ein atemberaubendes Finale in der rauen Wildnis der schottischen Highlands.

In die Geschichte eingearbeitet ist eine Lovestory. Obwohl Marc eher der Typ 'einsamer Wolf' ist, sehnt er sich nach Liebe. Diese Sehnsucht wird – soviel sei verraten – am Ende erfüllt. Die Liebesgeschichte ist Teil des Plots, sie ist keine künstlich dazu gebundene Ebene. Auch Erotik kommt in wohldosierter Form vor.
Ganz auf Gewaltdarstellung verzichtet der Autor nicht, das ist in einem Thriller wohl auch nicht gewollt. Ausgeprägte Gewaltorgien sind aber nicht zu finden.

Eine Besonderheit noch: In den ersten Rezensionen wurde deutlich, dass eine Figur den anderen den Rang abläuft – Marcs treuester Freund: Braveheart, sein Border-Collie. Vermutlich hat dieser Hund eine reale Vorlage, denn auf der letzten Seite des Buchs findet man eine Zeichnung eines Border-Collies mit einem liebevollen Nachruf.


Die +/- Liste (natürlich subjektiv):

-
Marcs Arroganz und sein Sprachstil sind gewöhnungsbedürftig.
Im Mittelteil Dominanz der Suche und Mystik, deshalb leichte Spannungsflaute.
Etwas viel Psychologie.

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Neue, frische Idee.
Durchdachter, gut konstruierter Plot,
Starke, authentische Figuren.
Hat man sich mit Marcs Sprachstil angefreundet, bietet sie hohen Lesegenuss.
Überraschende Wendungen, Story ist nicht vorhersehbar.
Sehr 'Kopfkino-tauglich', es ist, als würde man neben der Hauptfigur stehen.
Keine Gewaltorgien, wenig Blut.
Atemberaubendes Finale.

Das Team von Leserkanone.de bedankt sich für die Einsendung dieser Buchvorstellung! Mehr zu Allan MacAllister gibt es bei Facebook.
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