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Die Angehörigen
Verfasser: Katharine Dion (1)
Verlag: Dumont (196)
VÖ: 11. April 2019
Genre: Gegenwartsliteratur (3190)
Seiten: 288
Themen: Betrug (156), Ehe (616), Familien (1295), Verdacht (726), Verlust (770)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (2)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 12. Februar 2021 um 13:37 Uhr (Schulnote 2):
» Zum Inhalt:
Genes Frau ist plötzlich gestorben und nun fragt Gene sich, ob Maida eigentlich glücklich mit dem gemeinsamen Leben war. Durch Gespräche mit Freunden und seiner Tochter merkt er wie wenig er seine Frau und auch seine Tochter kannte und wie viele Geheimnisse es im Leben seiner Frau gab.
Meine Meinung:
Das Buch hat mir gut gefallen. Es zeigt, wie sehr der Tod eines geliebten Menschen das eigene Leben verändern kann und zwar in beide Richtungen, in die gute und in die böse Richtung. Was mir sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil, der einen trotz der teilweise schwermütigen Gedanken durch das Buch getragen hat. Ich konnte mich auch teilweise in die Gedankenlage des Protagonisten hinein versetzen. Das man plötzlich ein Leben hinterfragt, dass einem durchaus glücklich vorkam, aber dann durch eine Veränderung alles in Frage stellt.
Fazit:
Gutes Buch«
  7      0        – geschrieben von brauneye29
Kommentar vom 7. Juli 2019 um 20:57 Uhr (Schulnote 2):
» Der plötzliche Tod seiner Frau Maida stürzt Gene Ashe in tiefe Trauer. Fast 50 Jahre waren die beiden verheiratet. Nun kommt der 70-Jährige ins Grübeln: War seine Gattin in ihrem Leben glücklich? Kannte er sie eigentlich wirklich? Hatte sie Geheimnisse? Unangenehme Gedanken, Gefühle und Ängste plagen Gene. Bei der gemeinsamen Zeit mit seiner Tochter Dary, seiner Enkelin Annie und seinen langjährigen Freunden Gayle und Ed kommen ihm einige Erinnerungen in den Sinn. Doch es sind nicht nur glückliche Momente, die sie erlebt haben.

„Die Angehörigen“ ist der Debütroman von Katharine Dion.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus drei Teilen, die in 25 Kapitel mit einer angenehmen Länge untergliedert wird. Erzählt wird aus der Sicht von Gene. Immer wieder eingeflochten sind Rückblicke in die Vergangenheit. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut.

Der Schreibstil ist besonders. Er ist einfühlsam und bildstark, gleichzeitig jedoch schnörkellos und unaufgeregt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer.

Im Vordergrund steht eindeutig Gene, dessen Gedanken- und Gefühlswelt ich gut nachvollziehen konnte. Er wirkt ebenso wie die übrigen Personen realitätsnah dargestellt. Allerdings kann ich für die Charaktere nur wenig Sympathie empfinden. Am ehesten ist dies noch beim Protagonisten der Fall. Zudem bleiben gerade die Nebenfiguren etwas blass.

Inhaltlich sind es die großen Themen, die in der Geschichte eine Rolle spielen: Verlust, Trauer, Einsamkeit, Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Verletzungen, Betrug und einiges mehr. Der Protagonist stellt sich die existenziellen Fragen des Lebens. Dadurch gibt der Roman Anstöße zum Nachdenken und regt dazu an, sich auch über sich selbst und das eigene Leben Gedanken zu machen. Gut gefallen hat mir zudem, dass immer wieder kluge oder tiefsinnige Sätze eingestreut sind. Zwar hat mich die Geschichte emotional nicht so stark berührt, wie ich mir das erhofft hatte. Anderseits ist aber positiv anzumerken, dass sie gänzlich ohne Kitsch und übermäßige Dramatik auskommt.

Das Cover ist bunt und abstrakt gestaltet, was wenig Bezug zum Inhalt des Romans hat, aber durchaus ansprechend ist. Schön ist, dass sich der deutsche Titel am englischsprachigen Original („The dependents“) orientiert, der meiner Ansicht nach gut zur Geschichte passt.

Mein Fazit:
„Die Angehörigen“ von Katharine Dion ist ein Roman der leisen Töne, der nachdenklich macht. Eine Lektüre für ruhige Stunden, die eine Weile nachklingt.«
  14      0        – geschrieben von milkysilvermoon
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