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Regatta in die Liebe
Verfasser: Lisa Torberg (23)
Verlag: Elaria (80)
VÖ: 8. April 2019
Genre: Romantische Literatur (17561)
Seiten: 264
Themen: Frühling (55), Regatta (7), Segeln (33), Sizilien (89)
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Frühling in Sizilien – und Gina liebt ihr Leben zwischen dem bunten Markttreiben, dem kleinen Lokal an der Küste und den ruhigen Abendstunden beim Leuchtturm. Jetzt will sie nur noch den Traum ihres verstorbenen Vaters verwirklichen und mit seiner alten Segeljacht an der historischen Regatta teilnehmen. Das Einzige, was ihr weiterhin fehlt, ist ein Segelpartner ...

Leonardo arbeitet die Überfahrt von Tunis in seine alte Heimat auf einem Fischkutter ab. Nach dreizehn Jahren will er seinen Ziehvater wiedersehen, in dessen Bootswerkstatt arbeiten – und die Vergangenheit vergessen. In der Werft stolpert er über eine aufgebockte Holzjacht, die ihn sofort fasziniert. Und dann lernt er die Frau kennen, der sie gehört ..
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Tags (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Du solltest doch schon längst im Bett sein.« Gina griff nach Rosas Hand und strich über die Schwiele an ihrem Zeigefinger, die von dem Messer herrührte, mit dem sie heute wieder stundenlang die bald letzten Artischocken der Saison, die sie liebevoll nur mit der sizilianischen Bezeichnung cacocciuli nannte, geputzt hatte – neben all der Arbeit, die im Lokal anfiel.
     »Und du nicht? Wenn mich nicht alles täuscht, bist du auch schon seit fünf Uhr auf den Beinen und sitzt immer noch da.«
     »Das ist doch ganz etwas anderes«, wiegelte sie ab und zog ihre Hand zurück. Blitzschnell griff Rosa danach und drückte ihre Finger so fest zusammen, bis sie ihren Blick erwiderte.
     »Findest du? Ich wusste nicht, dass wir mit zweierlei Maß messen. Liegt das daran, dass ich deine Mutter sein könnte?« Die Worte sprudelten einfach so aus Rosas Mund, und als sie bemerkte, was sie gesagt hatte, war es bereits zu spät.
     Tränen traten in Ginas Augen. Hektisch sprang sie auf, wischte mit den Händen die verräterischen Spuren aus ihrem Gesicht und versuchte sich in einem Lächeln.
     »Komm, es ist spät. Lass uns schlafen gehen.«
     Ohne sich noch einmal umzudrehen, lief sie auf den ehemaligen aus Stein erbauten, renovierten Stall zu, in dem sie lebte. Seit gut vier Jahren – und allein. Und soeben war ihr wieder klar geworden, dass sie daran nichts ändern wollte, obwohl Rosa sie nahezu täglich darauf ansprach, zu ihr in das Doppelhaus zu ziehen. Sie war froh, dass sie den Teil davon, in dem sie aufgewachsen waren und wo ihre Eltern gelebt hatten, als Lager und für ihre Arbeit verwendete und nicht zwischen erdrückenden Erinnerungen leben musste.
     Ohne das Licht anzumachen, hängte sie die Jacke auf, streifte ihre Kleidung Schicht für Schicht ab und ging ins Bad. In der geräumigen Duschkabine legte sie den Hebel um und griff nach der Handbrause, damit die Haare nicht nass wurden. Wenige Minuten später lag sie im Bett. Damals, in Mailand, brauchte sie abends allein zum Abschminken länger als heute für ihre gesamte Abendtoilette. Die Vorstellung, wie entsetzt Roberto wäre, wenn er das wüsste, ließ sie in der Dunkelheit kichern und vertrieb den schmerzlichen Gedanken an ihre Eltern allerdings nicht lange, denn als sie die Augen schloss, sah sie ihre Gesichter plötzlich vor sich. Sie waren beide abgearbeitet und müde, aber sie lächelten ihr zu. »Mi dispiace tanto, Mamma. Es tut mir so leid, Papà«, flüsterte sie und schluckte den Kloß, der sich in ihrem Hals gebildet hatte, hinunter. Dann umklammerte sie das Kissen und rollte sich wie ein Embryo zusammen – wie jeden Abend.


2. LESEPROBE (aus Kapitel 2)


Die riesige San Pietro mit dem Heckaufbau für den Schleppfang lief mit leise tuckerndem Dieselmotor in den Hafen von Mazara del Vallo, das von allen nur Mazara genannt wurde, ein. Neben all den anderen Fischkuttern fiel er heute trotz seiner Größe im wichtigsten Fischereihafen Italiens kaum auf. Und das, obwohl das Flaggschiff der Flotte, das nun den Mündungskanal des Flusses Màzaro erreichte, so tief im Wasser lag, dass niemand Zweifel daran haben konnte, dass die Tage zwischen Afrika und Sizilien der Mannschaft einen außerordentlichen Fang beschert hatten. Die Blicke all derer, die ihre Arbeit auf den Booten oder am Pier unterbrachen, galten hingegen dem Mann, der am Bug stand. Groß, breitschultrig und mit vom Winde zerrauftem Haar, das ihm weit über die Ohren reichte und sich im Nacken kringelte, glich er einem Wikinger. Einem, der sich in den Süden verirrt hatte und draußen lebte. Die goldblonde Farbe auf seinem Kopf und das intensive Blau seiner Augen wurden durch die Sonnenbräune unterstrichen. Dass er an das Leben an der frischen Luft gewöhnt war, stand außer Zweifel – und offensichtlich schien ihm auch die Temperatur, die noch nicht einmal die Fünfzehngradmarke erreichte, nichts auszumachen. Seine muskulösen Oberarme waren nur von den kurzen Ärmeln eines eng anliegenden weißen Shirts bedeckt, und seine Füße lugten nackt unter den engen stonewashed Jeans hervor. Für niemanden stand außer Zweifel, dass der außergewöhnliche Mann ein Ausländer war, Amerikaner oder Engländer vermutlich, der auf der San Pietro in Tunis angeheuert hatte, um sich die Überfahrt nach Sizilien zu erarbeiten.
     Leonardo Maltese bemerkte von all dem nichts. Weder von den Blicken, die ihm und dem Boot folgten, noch spürte er die kühle Feuchtigkeit, die einen Film auf seiner Haut bildete und sein Shirt durchdrangen. Er umklammerte die silbrig glänzende Reling am Bug der San Pietro so fest, dass seine Fingerknöchel kalkweiß aus der Sonnenbräune hervorstachen, und versuchte vergebens, tief einzuatmen. Sein Herz wummerte in seiner Brust, sein Kopf dröhnte, und er konnte den rasenden Puls seiner Halsschlagader spüren. Wie oft hatte er sich vorgestellt, an Bord eines Schiffes in Mazara einzulaufen, so wie er damals von hier weggefahren war. Nur war er in seiner Vorstellung der strahlende Held, der auf dem Deck einer schneeweißen Segeljacht als Sieger einer Wettfahrt in die Heimat zurückkehrte. Stattdessen stand er am Bug der San Pietro, die zugegebenermaßen der schönste Kutter der Flotte Mazaras war – jedoch keine Regatta gewonnen hatte, sondern etliche Tonnen Fisch in ihrem Bauch mit sich führte, der rasch entladen werden musste.
     »Leo, svegliati!« Der laute Zuruf, mit dem ihn der Capitano aufforderte, aufzuwachen, riss ihn aus seinen Träumereien und er landete mit einem Schlag in der Realität. Behände kletterte er über die Reling, ergriff das schwere Tau, warf es backbord Richtung Pier und sprang nach.
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