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TASCHENBUCH
 
Love me, heal me
Verfasser: Bianka Mertes (5)
Verlag: Eigenverlag (14378)
VÖ: 24. März 2019
Genre: Romantische Literatur (18076)
Seiten: 222 (Kindle Edition), 292 (Taschenbuch-Version)
Themen: Schreiben (53), Schriftsteller (1017), Selbstbewusstsein (58)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Bianka Mertes für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Bianka Mertes gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Miriam kam gerade nach Hause, als sie aus dem Wohnzimmer Geräusche vernahm.
     »Ich dachte, ihr kommt erst morgen zurück?« Wie angewurzelt blieb Miriam im Eingang zum Wohnzimmer stehen. Marc machte sich auf dem Sofa breit und schaltete sich durch die Fernsehprogramme. Sie hatte mit allem gerechnet, aber nicht mit ihm.
     »Ja, eigentlich schon, aber Peters Auto ist verreckt. Also hieß das im Freien übernachten oder nach Hause trampen. Da war mir mein eigenes Bett doch lieber.«
     Er schaltete erneut um und schien ein Programm gefunden zu haben, dass ihn interessierte, jedenfalls flog die Fernbedienung zu seinen Füßen hin. Miriam schüttelte ungläubig den Kopf.
     »Moment mal, du bist nach Hause getrampt? Weißt du nicht, wie gefährlich so was sein kann?«
     Wahrscheinlich war es bereits zu spät, ihn in dieser Hinsicht erziehen zu wollen, dennoch musste er mit zweiundzwanzig Jahren mittlerweile so vernünftig sein, zu wissen, dass da immer ein gewisses Risiko dranhing. Sie konnte einfach nicht verstehen, wie leichtgläubig er mit seinem Leben spielte.
     »Oh man, stell dich nicht so an. Ich bin ein Kerl und kein schwaches Mädchen. Hätte ich gewusst, dass du versuchst, mir hier eine Standpauke zu halten, wäre ich besser doch dageblieben und hätte heute Nacht die Sterne am Himmel gezählt.«
     Er stand sauer auf, warf die Decke in eine Ecke und verzog sich genervt, ohne ein weiteres Wort, in sein Zimmer, aus dem kurze Zeit später lautstarke Musik drang.
     Miriam hielt sich die Ohren zu und ließ sich gefrustet in den Sessel fallen. Warum zum Teufel verstand eigentlich keiner, dass sie nichts Böses wollte und sich einfach nur Sorgen machte. In dieser Familie war wirklich jeder nur auf sich selbst fixiert. Zusammenhalt totale Fehlanzeige. Außer auf Sylvana war hier auf keinen Verlass. Zudem saß auch immer noch der Hohn ihrer beiden Töchter über ihre Zeilen tief in ihrem Inneren fest. Sie hoffte nur, dass Robert nicht so schnell davon erfahren würde, doch wie sie ihre Ältesten kannte, würden sie ihm das bei der nächstbesten Gelegenheit sofort auf die Nase binden. Was der davon hielt, wollte sie sich gar nicht erst ausmalen.
     Enttäuschung machte sich breit. Enttäuschung über ihren Mann, der sich nach all den Jahren anders orientierte. Enttäuschung über ihre Kinder, die es für besser hielten, sich lustig über sie zu machen, als zu verstehen. Und absolute Enttäuschung über sich selbst, dass sie das alles zugelassen und sich bis jetzt nicht zur Wehr gesetzt hatte. Es wurde allerhöchste Zeit, in ihrem Leben etwas zu ändern, und zwar diesmal zu ihrem eigenen Vorteil. Sie sollten mal sehen, wie weit sie kämen, wenn Miriam nicht mehr nach ihrer Pfeifen tanzte. Die einzige Sorge dabei war, dass sie vielleicht nicht genügend Kraft hätte, das auch durchzuhalten. Doch die entsetzten Gesichter würde Miriam zu gern einmal sehen.

Punkt 16 Uhr holte sie Sylvana von der Schule ab, die bereits freudestrahlend auf ihre Mutter wartete.
     »Schau, ich habe in der Mathearbeit eine Eins.«
     Sie wedelte aufgeregt mit der Arbeit vor Miriams Nase herum, nachdem sie Sylvana in den Wagen geholfen hatte.
     »Hey, das ist ja toll. Was meinst du, das sollten wir gebührlich feiern.« Sie zwinkerte Sylvana zu, die sie fragend ansah.
     »Und wie? Spaghetti für alle?« Miriam musste lachen.
     »Nein, eigentlich habe ich an Burger für uns beide gedacht. Was hältst du davon?«, gab sie schmunzelnd zurück.
     »Okay, was ist los? Hat Papa die Haushaltskasse aufgefüllt und noch etwas draufgelegt?« Miriam wusste, dass sie Sylvana nichts vormachen konnte, wenn es um die Monatsration Geld ging, die so knapp bemessen war, dass nicht einmal ein kleines Extra drin war. Dennoch wollte sie ihrer jüngsten Tochter und sich selbst auch einmal etwas Gutes gönnen. Sie kamen immer zu kurz und das sollte endlich mal ein Ende haben.
     »Nein, aber soll ich dir was sagen, es ist mir schnuppe.« Verschwörerisch zwinkerte sie ihrer Tochter zu.
     »Und was ist mit den anderen, die warten doch bestimmt, dass du sie abholst?«
     »Der liebe Gott hat Bus und Bahn erfunden und bestimmt nicht nur, damit deine Schwestern sie von außen betrachten.« Sylvana kicherte laut los.
     »Der war echt gut, Mama. Und ich finde es klasse, dass du anfängst, auch mal an dich zu denken.«
     »Soll ich dir was sagen, ich auch. Und ich glaube, das wird den anderen noch ganz schön sauer aufstoßen.«
     Wobei sie sich schon auf das Donnerwetter freute, wenn Leona und Luisa feststellten, dass heute ihr persönliches Taxi nicht zur Verfügung stand. Wie gern würde sie Mäuschen spielen und die dummen Gesichter sehen.
     »Na, darauf kannst du wetten. Aber du weißt schon, dass du damit wahrscheinlich einen Krieg auslöst?« Sorgenvoll drückte sie Miriams Hand, die sich dessen wohl bewusst war. Dennoch, wenn sie etwas ändern wollte, musste sie da wohl oder übel durch, ob sie nun wollte oder nicht. Schlimmer als bisher konnte es schließlich nicht mehr werden.
     »Keine Sorge, ich schaffe das schon. Aber jetzt erst einmal, Burger für uns beiden Hübschen. Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich schon keinen mehr genossen habe.«
     Sie lachte vergnügt, während sie sich hinter das Steuer setzte und schnurstracks zum nächsten Burgerladen fuhr.

Zwei Stunden später schloss Miriam gut gelaunt die Haustür auf. Sie dachte sich zwar schon, dass sich alle darüber aufregen würden, weil sie das Taxi Mama hatte ausfallen lassen. Jedoch rechnete Miriam nicht damit, dass diese Aktion einen riesigen Rattenschwanz hinter sich herziehen würde.
     Sie schob Sylvana in die Küche, wo sie bereits von ihren älteren drei Kindern missmutig in Empfang genommen wurde. Ihre Gesichter sprachen Bände und eigentlich hätte keiner von ihnen mehr etwas sagen müssen, dennoch wollten sie ihrem Unmut Platz machen. Und das nicht gerade auf die netteste Art und Weise. Miriam schluckte, während sie ihre bereits feuchten Hände in die Hosentaschen steckte, damit sie das Zittern nicht mitbekamen. Mit rasendem Herzen wartete sie auf die Standpauke. Doch so leicht würde sie es ihnen dieses eine Mal nicht machen.
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