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Der Wal und das Ende der Welt
Verfasser: John Ironmonger (1)
Verlag: Fischer (1501)
VÖ: 27. März 2019
Genre: Dystopie (536)
Seiten: 480
Themen: Bucht (9), Dorf (727), Flucht (1489), Rettung (378), Wale (26)
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Lesermeinungen (3)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 16. Mai 2019 um 14:14 Uhr (Schulnote 2):
» Etwas gänzlich Neues

Ein gestrandeter Nackter, ein gestrandeter Wal und ein 300 Seelen-Dorf am Rande der Welt: nach was für einem Roman klingt das für sie?

Der Klappentext und das Cover waren für mich vollkommen nichtssagend, weshalb ich mich ohne Sicherheitsnetz auf diese Geschichte eingelassen habe. Ich habe mir eine unterhaltsame Gesellschaftskritik über die soziale Schere zwischen Dorfleben und Großstadt vorgestellt und etwas vollkommen anderes bekommen.

John Ironmonger hat es geschafft, diese Vorstellung mit einer Dystopie zu kreuzen und dadurch ein gänzlich neues Genre geschaffen- die Cosy Dystopie.

Obwohl es um den drohenden Weltuntergang geht, bleibt die Erzählung gänzlich unaufgeregt und tiefenentspannt. Die Geschichte plätschert ruhig dahin, ohne dabei zu langweilen. Beobachtungen skuriler menschlicher Interaktionen wechseln sich ab mit wissenschaftlichen oder fast schon philosophischen Überlegungen über die menschliche Natur und amchen das Buch damit zu etwas ganz besonderem.

Das einzige Manko ist wahrscheinlich das Ende, das dem Rest des Buches nicht ganz gerecht wird.«
  7      0        – geschrieben von julemaus94
Kommentar vom 15. April 2019 um 18:19 Uhr (Schulnote 2):
» Der Wal und das Ende der Welt, Roman von John Ironmonger, Hörbuch 3 CD Gesamtlaufzeit 10 Std., erschienen im Argon Hörbuch-Verlag.
Eines Tages wird in St. Piran an der Küste Cornwalls ein Wal gesichtet. Es ist der Tag an dem Joe Haak, nackt und halbtot aus dem Wasser gerettet wird. Die Bewohner des kleinen Küstendorfes kümmern sich rührend um ihn. Am nächsten Tag strandet der Wal und Joe Haak kann die Bevölkerung dazu motivieren, den Wal zu retten. Gemeinschaftlich können die liebenswerten und hilfreichen Bewohner unter Joes Anleitung, den Wal zurück ins Meer schaffen. Gemeinsam haben sie es geschafft. Können sie gemeinsam auch die Gefahr, die ihrem 300 Seelen- Dorf und der gesamten Zivilisation droht, überwinden?
Normalerweise lese ich ein Buch lieber, als es als Hörbuch zu genießen. Doch dieses Exemplar hat mir sehr viel Freude gemacht. Die Geschichte gelesen von Johann von Bülow hat mich wunderbar unterhalten. John Ironmonger hat einen überzeugenden Schreibstil der starke Bilder erzeugt, jeder Dialog sitzt. Das Setting und auch die einzelnen Personen, die es in diesem Roman zur Genüge gibt, konnte ich mir hervorragend vorstellen. Dem Hörbuch ist ein kleines Booklet beigefügt, in dem die Personen mit ihrer Stellung im Buch aufgeführt sind. Das war am Anfang, bis ich mich an die Charaktere gewöhnt hatte sehr hilfreich. Johann von Bülow machte das Zuhören zu einem Genuss. Er interpretierte das Gesprochene feinfühlig und doch dynamisch, das war sehr angenehm und fesselnd. Obwohl es sich in der Geschichte um einen eher ruhigeren Weltuntergang handelt habe ich die 3 CD`s in kürzester Zeit hintereinander weggehört. Einfach weil es eine spannende Geschichte ist und die Menschen von St. Piran ungemein sympathisch, zuweilen auch skurril sind, sind sie mir schnell lieb geworden. Da die Geschichte sich um die Weihnachtszeit abspielt und auch diverse Weihnachtsbräuche und Weihnachtslieder zur Sprache kamen, würde ich das Werk als Weihnachtsbuch empfehlen. Einige Zitate sind mir in Erinnerung geblieben, die mir gut gefallen haben, z.B. : „Allein sein ist niemals gut, wenn du einmal allein sein musst, sei mit einem Freund allein.“ Oder auch: „Wenn genügend Menschen glauben eine Geschichte ist wahr, dann ist sie wahrscheinlich auch wahr.“ Die Erzählung hat mich an eine Fabel erinnert. Die Botschaft die ich dadurch gelernt habe - zusammen ist vieles möglich, man kann eine Katastrophe abwenden, wenn man fest zusammensteht. Die vielen Charaktere am Anfang haben mich etwas verwirrt, auch habe ich gemerkt, dass ich bei einem gehörten Buch, immer wieder abschweife, deshalb ist für mich die Printversion wohl die bessere Alternative. Insgesamt kann ich „Der Wal und das Ende der Welt“ nur empfehlen, die Hörbuchversion und sicher auch das Buch. Von mir dafür Note 2«
  15      0        – geschrieben von Ele95
Kommentar vom 28. März 2019 um 7:47 Uhr (Schulnote 1):
» St. Piran ist ein kleines idyllisches Fischerdorf in Cornwall. Es liegt abgelegen und eigentlich passiert nicht viel in dem Ort. Doch dann geschehen mehrere Dinge fast gleichzeitig. Erst wird ein nackter junger Mann am Strand angespült. All kümmern sich rührend um ihn. Am nächsten Tag strandet ein Wal an der Küste. Dieser Wal hat Joe gerettet und nun tun Joe und die Dorfbewohner alles, um den Wal zu retten. Durch die gemeinsamen Anstrengungen der Menschen gelingt es, den Wal wieder ins Meer zu bringen. Noch ahnt niemand, wie ihre Gemeinschaft bedroht wird – oder das Land oder die Welt, denn nichts existiert für sich, alles hängt mit allem zusammen.
Es ist eine märchenhafte Geschichte, die uns John Ironmonger hier erzählt. Der Schreibstil ist unvergleichlich.
Joe hat als Analyst in London an der Börse etwas ausgelöst, das verheerende Folgen hat. Damit hat er einen Domino-Effekt hervorgebracht, der er nicht mehr stoppen konnte und ihn zur Flucht veranlasst hat. Er kommt aus der „großen, weiten“ Welt in dieses Dorf, das von der Welt ganz abgeschnitten ist. Aber damit verändert sich auch hier etwas. Denn obwohl jeder sein Päckchen zu tragen hat, kommt es nicht auf den Einzelnen an, sondern darauf, gemeinsam zu sehen, dass es weitergeht. Nur gemeinsam ist man stark.
Joe ist zwar die Hauptperson in dieser Geschichte, aber es gibt ganz viele tolle und liebenswerte Charaktere.
Es ist eine philosophische Geschichte, die einen nachdenklich stimmt. Dieses Buch hebt sich wohltuend von anderen Büchern ab, die globale Katastrophenszenarien beschreiben.
Ein wunderbares und tiefgründiges Buch über die Menschlichkeit.«
  12      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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