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Madame Piaf und das Lied der Liebe
Verfasser: Michelle Marly (2)
Verlag: Aufbau (587)
VÖ: 15. März 2019
Genre: Historischer Roman (3466) und Romantische Literatur (16419)
Seiten: 407 (Kindle Edition), 448 (Taschenbuch-Version)
Themen: Affären (463), Anklage (38), Boxen (43), Flugzeugabsturz (84), Paris (466), Sänger (294), Verrat (832), Vierziger Jahre (151)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 15. Juni 2019 um 2:15 Uhr:
» Ein Leben voller Leidenschaft

Inhalt & Handlung:
Die Geschichte startet mit der Entdeckung 1937 Edith Piafs durch den Songwriter Raymond Asso in Paris und beschreibt ihren Aufstieg aus schwierigen Verhältnissen zur „Grande Dame der Musik“. Es kommt zum Zusammentreffen mit dem jungen und unbekannten Chansonnier Ivo Livi, dessen musikalische Fähigkeiten sie anfangs mit Skepsis gegenübersteht. Trotz aller Vorbehalte nimmt sie ihn musikalisch unter ihre Fittiche und baut ihn als Sänger auf, so wird aus Ivo Livi schließlich der gefeierte Yves Montand. Aus der musikalischen Zusammenarbeit wird schon bald mehr und so erhält diese Erzählung noch zusätzliche Impulse durch die Liebe, die sich zwischen den beiden entwickelt. So wird eine Liebesgeschichte erzählt, die sich in die Nachkriegsjahre erstreckt, und in denen Edith Piaf zusätzlich der Kollaboration bezichtigt wird, welche Auftrittsverbote nach sich zieht.

Schreibstil:
Michelle Marly verwendet in diesem Buch eine sehr schöne, fast schon bildhafte Sprache, der einzigartigen Stimme von Edith Piaf und ihrer unverwechselbaren Musik wird hier auch literarisch Tribut gezollt. Beim Lesen erkennt man, wie gut Marly die Figur der Piaf recherchiert hat, sie zeichnet ein sehr authentisches und kompaktes Bild dieser Ausnahmekünstlerin.

Charaktere:
Die Figur der schillernden Künstlerin wird durch dieses Buch um einige Facetten reicher. Auf der einen Seite, die so zierliche, fast schon zerbrechliche Künstlerin, die von ihrer Alkoholsucht gezeichnet ist, auf der anderen Seite – geprägt durch viele Entbehrungen in ihrer Kindheit und als Heranwachsende – Ihre ständige Suche nach Lob und Anerkennung. Man erkennt den verletzlichen, manchmal sogar sehr unglücklichen, aber immer warmherzigen und leidenschaftlichen Menschen hinter der glamourösen Schale eines exzentrischen Weltstars, der die Menschen, die ihm nahe stehen, unterstützt und für diese alles zu geben bereit ist.

Cover:
Ein wunderschönes Cover, das die Nachkriegszeit auch optisch hervorragend einfängt aber auch symbolhaft Piafs ständige Suche nach Glück und Anerkennung darstellt und ihre Einsamkeit inmitten der Weltstadt Paris.

Autorin:
Hinter dem Pseudonym „Michelle Marly“ steckt die deutsche Bestseller-Autorin Micaela Jary. Als Tochter des Komponisten Michael Jary wuchs sie in Paris auf, das Künstlerische war ihr quasi in die Wiege gelegt, durch ihn entdeckt sie auch ihre Liebe zu französischen Chansons. Heute lebt Michelle Marly mit ihrem Mann in Berlin und München.

Meinung:
Ging ich zu Lesebeginn von einer Biographie der großartigen und doch so zerbrechlichen Frau aus, so zeigte es sich schon nach kurzer Zeit, dass es sich hierbei eher um eine Mischung aus Biographie und Roman handelte. Man bekam einen Eindruck davon, welchen immensen Teil die Musik im Leben der Piaf spielte – man konnte die ständige musikalische Rivalität zwischen Edith Piaf und Yves Montand nahezu spüren. Aber genauso wie das Herz der Piaf für die Musik schlug, war sie auch ihr ganzes Leben lang auf der Suche nach Lob und Anerkennung und vor allem nach Liebe.

Persönliche Kritikpunkte:
Was mich beim Lesen ein wenig irritierte, war die Vielzahl von Personen, man musste sich zum Teil sehr konzentrieren, um die einzelnen Figuren auseinanderhalten zu können. Die Erzählung selbst beinhaltete zum Teil einige Längen, wodurch das Lesen ein wenig ins Stocken geriet. Ein wenig mehr Spannung hätte der Geschichte gut getan

Fazit:
Keine vollständige Biographie der großartigen Künstlerin, man bekommt allerdings trotz des verhältnismäßig kurzen Abschnittes ihres Lebens, der hier geschildert wird, einen guten Eindruck ihrer starken Persönlichkeit und blickt ein wenig hinter die Fassade dieses begabten Weltstars.«
  12      0        – geschrieben von Sheena01
Kommentar vom 2. Juni 2019 um 23:36 Uhr (Schulnote 1):
» Madame Piaf und das Lied der Liebe, Roman von Michelle Marly, 448 Seiten erschienen im Aufbau Taschenbuch-Verlag.
Edith Piaf – sie verkörperte den Mut zu lieben wie keine andere und ging in ihrer Kunst wie im Leben bis zum Äußersten.
Nach dem Ende der deutschen Besatzung in Paris wird „die Piaf“ der Kollaboration angeklagt, sie muss mit einem Auftrittsverbot rechnen. In dieser Zeit lernt sie den jungen Yves Montand kennen und lieben. Diese große Zeit ihres Schaffens inspiriert sie zum Lied ihres Lebens – la vie en rose.
Das Buch gliedert sich in Epilog, einen Prolog, drei Teile und ein Nachwort. Jeder beginnende Teil ist sehr plakativ gestaltet. Mit einem schönen Rahmen einer Jahreszahl, dem dazu passenden Lied der Piaf und einem Zitat, überwiegend von der Künstlerin. Ein sehr lebendiges Buch, das sich durch lebhafte Dialoge auszeichnet, die Rückblicke, Erinnerungen an den passenden Stellen, besondere Wörter und Zeilen aus Liedtexten sind kursiv hervorgehoben. Die Autorin hat sich des auktorialen Erzählstils bedient, jederzeit konnte ich der Handlung folgen. Einzelne Kapitel sind zur besseren Übersicht mit den Orten des Geschehens überschrieben. Mannigfaltige Aphorismen der kleinen großen Frau, sind vorhanden und wert, dass man sie sich merkt, z.B. „Moral ist, wenn man so lebt, dass es gar keinen Spaß macht, so zu leben“ oder „Ohne Liebe ist man nichts“. Mit der Liebe und den Männern hatte sie kein Glück, das beweisen auch folgende Worte der Französin:“Stets ist die Liebe vor mir geflohen, nie konnte ich den, den ich liebte, lange in den Armen halten“. Der Hauptteil des Buches beschreibt die Zeit, die sie zuerst als Förderin und auch Geliebte von Yves Montand verbracht hat. Sie fühlte sich an seiner Seite als weiblicher Pygmalion, als er als Star groß herausgekommen war, trennte sie sich von ihm. Über diese Liebe textete und komponierte sie das Chanson „La vie en rose“. Eine große Liebe verband sie auch mit dem Mittelgewichtsweltmeister Marcel Cerdan der bei einem Flugzeugabsturz den Tod fand. Sie kannte keine Misserfolge ihre Niederlagen waren menschlicher Natur. Im Nachwort wird über ihr weiteres Leben ihre Krankheiten und ihren Tod am 10. Oktober 1963 berichtet. Das war der Vollständigkeit halber für mich sehr wichtig. Obwohl es sich hier um einen Roman handelt merkt man unbedingt, dass die Autorin sehr gute Recherchearbeit geleistet hat. Z.B. warum Madame Piaf so eine glühende Verehrerin der hl. Therese von Lisieux und gläubige Christin war. Auch über die historischen Hintergründe fühlte ich mich bestens informiert. Der Roman über das bewegende Leben dieser fantastischen Künstlerin, der Stimme von Frankreich, hat mich hervorragend unterhalten. Ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Nebenbei habe ich öfters im Netz recherchiert und mir die Chansons angehört. Ständig hatte ich beim Lesen die Melodien der Sängerin im Ohr.
Ein absolut bezauberndes und zu Herzen gehendes Buch. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung und verdiente Note 1«
  7      0        – geschrieben von Ele95
Kommentar vom 17. April 2019 um 14:32 Uhr (Schulnote 1):
» Zum Inhalt: 
Nach dem Ende der deutschen Besatzung wird die Sängerin Edith Piaf der Kollaboration angeklagt? Während sie ihre Unschuld zu beweisen versucht, lernt sie Yves Montand kennen und schon bald verlieben sie sich. Er ist die Inspiration zu ihrem bekanntesten Lied. 
Meine Meinung: 
Über Edith Piaf wusste ich im Grunde nichts und habe jetzt sehr viel über eine bemerkenswerte Frau gelernt. Quasi wie sie zu dieser starken und inspirienden Frau wurde und durch welche Umstände z. B. ihr bekanntestes Lied entstanden ist. Das Buch wsr sehr gut zu lesen und äußerst interessant. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, leicht geschrieben und sehr gut lesbar. Ich sehr Frau Piaf jetzt mit anderen Augen. 
Fazit: 
Tolle Geschichte einer tollen Frau«
  10      0        – geschrieben von brauneye29
Kommentar vom 7. April 2019 um 11:39 Uhr (Schulnote 1):
» Unterteilt wurde der Roman in drei Teile, außerdem gibt es noch einen Prolog, sowie einen Epilog. Danach folgt noch ein interessantes Nachwort der Autorin, in dem sie noch einige Einblicke in das Leben von Édith Piaf gibt, aber auch Informationen über die Entstehung und Recherche für das Werk.

Als Erzählperspektive dient ein personaler Erzähler, der stets ohne Wertung die Erlebnisse und Geschehnisse in Édiths Leben schildert. Somit kann man sich als Leser eine freue Meinung bilden, die absolut nicht beeinflusst wird. Es gibt trotz dieser Erzählperspektive einen ziemlich ausführlichen Einblick in Édiths Gedanken- und Gefühlswelt, was stark dazu beigetragen hat, die Hauptprotagonistin als lebendig wahrzunehmen und sie als sympathisch einzuschätzen.

Immer wiederkehrend gibt es in einem Kapitel einen Absatz, welcher kursiv gedruckt ist und eine Szene der Vergangenheit schildert, welche für das Verständnis des Lesers wichtig ist. In diesen Szenen werden angedeutete Gedanken oder unverständliche Sätze näher geschildert wird und Aussagen oder Überlegungen der Piaf machen dann erst Sinn.

Am Anfang vieler Kapitels wird darauf hingewiesen, in welcher Stadt die nachfolgende Handlung spielt, auch eine zeitliche Einordnung ist vorhanden. Während zwischen dem Prolog und Epilog zehn Jahre vergehen, werden in den drei Teilen des Buches jeweils die Jahre 1944 bis 1946 beschrieben. Mir hat es gut gefallen, dass die beschriebene Zeit auf nur drei Jahre beschränkt wurde, weil bei mir das Gefühl herrscht, dass die drei Jahre akribisch recherchiert wurden und die Ereignisse wirklich so hätten stattfinden können.

Als Handlungsorte dienen verschiedene Städte von Frankreich, allen voran Paris. An vielen Stellen rückt die Stadt jedoch in den Hintergrund, ich denke, dass die Autorin nicht so viel Zeit damit verbracht hat, die Stadt zu beschreiben, sondern mehr Wert auf die Charaktere gelegt hat. Dadurch erschienen die Beschreibungen der Städte oder von Häusern meist etwas blass, was mich absolut nicht gestört hat. Im Gegenteil, ich fand das sogar gut, kennt man doch gerade Paris aus zahlreichen Romanen schon.

Ganz klar im Vordergrund steht natürlich Édith, die eindeutig die Hauptprotagonistin ist und mit der man als Leser viel Zeit verbringt. Im Prolog lernt man sie erstmals kennen und erfährt da bereits vieles über ihre Herkunft und Kindheit, aber auch über ihren Lebenswandel. Und genau diese Person, die dort geschildert wird, bleibt sich immer treu, gibt ihre Prinzipien nicht auf und erscheint als liebenswürdiger, großzügiger und zielstrebiger Mensch. Es scheint nur wenig zu geben, was der 1,47 m große Chanteuse nicht gelingt.Während ich ihren Lebensstil durchweg etwas merkwürdig fand, war es wirklich interessant, sie zu begleiten und näher kennenzulernen, einen Hauch von ihrem Charme und Glamour mitzuerleben. Sie war mir sehr schnell sympathisch und habe gerne Zeit mit Madame Piaf verbracht. Édith hat ihr Herz am rechten Fleck und mir gefällt ihr Hartnäckigkeit, mit der sie viele Dinge angeht. Nur zu gerne hätte ich mal einen Auftritt von ihr persönlich miterlebt, dass muss ein wahres Highlight gewesen sein...

Anfangs hatte ich ein paar Probleme damit, die Mitarbeiter von Édith auseinanderzuhalten, was wahrscheinlich an ihren Spitznamen liegt, die mich verwirrt haben. Doch nach ein bisschen Gewöhnungszeit war auch das kein Problem mehr für mich und ich habe sie sofort wiedererkannt, was vor allem an ihren Charakteren lag. Manche waren durchgreifend, andere machten Édith ständig Avancen und manche haben die Welt nüchtern betrachtet und die Wahrheit einfach rausposaunt. Dadurch entstand eine große Vielfalt, sodass verschiedene Typen auftraten.

Fazit:
Sehr schnell hat mich die Handlung in ihren Sog gezogen und es mir schwer gemacht, den Roman aus der Hand zu legen. Jedes kleine Detail hat gepasst und ein breites Bild von Édith Piaf gezaubert, ihre Geschichte wurde eindringlich und hervorragend recherchiert beschrieben. Der Autorin Michelle Marly ist es hervorragend gelungen, der Chanteuse Leben einzuhauchen und einen besonderen Lebensabschnitt zu schildern.«
  15      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 28. März 2019 um 16:52 Uhr (Schulnote 1):
» Édith Giovanna Gassion hatte es schon als Kind nicht leicht. Ihre Mutter hat sie kurz nach der Geburt bei der Großmutter zurückgelassen, wo sie fast verhungerte. Der Vater brachte sie dann im Bordell seiner Mutter unter. Später nahm er sie als Straßensängerin mit. Dass er ihr die Einnahmen wegnahm, störte sie nicht, denn nur die Musik war ihr wichtig. Mit fünfzehn ging sie alleine nach Paris. Der Kabarettbesitzer Louis Leplée wird auf sie aufmerksam und fördert sie. Ihm hat sie es zu verdanken, dass sie bekannt wird.
Dann wird sie der Kollaboration verdächtigt und muss befürchten, nicht mehr auftreten zu dürfen. Das ist das Schlimmste für sie, denn ohne die Musik kann sie nicht leben. Sie versucht ihre Unschuld zu beweisen. In dieser Zeit begegnet sie Yves Montand. Obwohl sie ihn zunächst fürchterlich findet, nimmt sie ihn unter ihre Fittiche. Schon bald wird aus den beiden ein Paar. Sie ist glücklich und so entsteht das Lied “La vie en rose“.
Édith Piaf war eine außergewöhnliche und faszinierende Frau und eine außergewöhnliche Chanson-Interpretin und zieht ihr Publikum in ihren Bann. Sie ist aber auch eine Frau, die sich ganz egoistisch nimmt, was sie möchte – Aufmerksam, Männer und Luxus. Selbst in Zeiten der Not interessiert es sie nicht, wie sie alles bezahlen soll. Simone Berteaut, ein Straßenkind wie sie selbst, ist immer für Édith da. Aber da ist sie nicht die einzige Person, es hat viele gegeben, die ihr dazu verholfen haben, der Spatz von Paris zu werden. Es gab auch viel Tragisches in ihrem Leben.
Das Buch hat mir nicht viel Neues erzählt, denn ich habe den Film über sie gesehen und auch schon einige Dokumentation. Ich liebe ihre Musik und daher war dieses Buch ein Muss für mich. Es hat mir sehr gut gefallen.«
  9      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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