Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
41.309 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »jolie03«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
HARDCOVER
 
Er ging voraus nach Lhasa
Verfasser: Nicholas Mailänder (1) und Otto Kompatscher (1)
Verlag: Tyrolia (12)
VÖ: 11. Februar 2019
Genre: Biografie (1197)
Seiten: 416
Themen: Bergsteigen (51), Himalaya (30), Tibet (28)
BLOGGERNOTE DES BUCHES
???
noch nicht bewertet
100
0%
80
0%
60
0%
40
0%
20
0%
0
0%
Entwicklung des Bloggerinteresses:
1M
0
2M
0
3M
0
6M
0
12M
0
Leider existiert für »Er ging voraus nach Lhasa« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
USER, DIE SICH FÜR DIESES BUCH INTERESSIERTEN, INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR
Die anderen Anderen 5 - Fuchsfeuer
Geschrieben von: Melissa Ratsch (1. März 2019)
Firefighters 3 - Liam's Story
Geschrieben von: Skye Leech (8. März 2019)
100/100
[2 Blogger]
Elayne 2 - Rabenherz
Geschrieben von: Jessica Bernett (8. März 2019)
100/100
[1 Blogger]
weitere Empfehlungen anzeigen
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Manuela Weiß von der Verlagsanstalt Tyrolia für die Einsendung dieser Leseprobe! Eine optisch ansprechendere PDF-Version dieser Leseprobe findet ihr hier auf der Seite des Verlages.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Als sich Franz Reisch im Januar 1893 zwei lange Bretter, die vorn in hochgezogenen Spitzen ausliefen, unter die Stiefel schnallte, um mit ihnen über verschneite Hänge zu Tal zu rutschen, dachten die meisten Einheimischen, der wunderliche Neubürger sei endgültig übergeschnappt. Dabei hatte Reisch nur den damaligen Bestseller Auf Schneeschuhen durch Grönland des norwegischen Polarforschers Fridtjof Nansen gelesen, in dem sich der Autor begeistert über den Skisport äußerte. Kurz entschlossen hatte sich Reisch aus Skandinavien ein Paar Ski besorgt und begann nun, sie zu erproben. Nicht als reines Transportmittel wie die Schneereifen, sondern als spaßorientiertes Sportgerät! Bald bot Reisch das Laufen in der Ebene und auf den kleineren Hügeln zu wenig Abwechslung, sodass er immer weiter in die Bergregion vordrang. Schnell lernte er, bergauf und bergab recht steile Hänge zu überwinden, und beschloss im März des Jahres, dem 1998 Meter hohen Gipfel des Kitzbüheler Horns mit Ski einen Besuch abzustatten. Am besten, wir lassen Franz Reisch selbst berichten, wie er wieder hinunterkam: „Die Abfahrt nun war grandios zu nennen. Die bergauf eine Stunde lange Strecke Horngipfel– Trattalpe fuhr ich in rasendem Saus in drei Minuten, sodass ich noch ein gutes Stück den Hügel oberhalb der Alpe hinauffuhr. Dieser herr liche, alle Kräfte anspornende Genuss ist nun der schwierige Punkt der Skiverwendung im Hochgebirge.“ Es war die erste hochalpine Skiabfahrt in Österreich, die Franz Reisch hier beschrieb.
     Reisch fiel es nicht schwer, andere für sein neues Hobby zu begeistern. Zusammen mit einigen Kitzbüheler Bürgersöhnen gründete er die Skiriege des örtlichen Turnvereins. Ihnen war vor allem daran gelegen, ihre Fahrtechnik unter der Anleitung von Reisch zu perfektionieren. Damit war Franz Reisch auch der erste Kitzbüheler Skilehrer. Bald zeigten einige englische Gäste, die bisher nur Schlittschuh gelaufen waren und Schlittenpartien unternommen hatten, ebenfalls lebhaftes Interesse für den weißen Sport. So begann die von Reisch ausgebildete Truppe gut geschulter Skiläufer gegen Mitte der 1890er Jahre ihr Können an die englischen Gäste auf Schloss Lebenberg weiterzugeben, der ersten Winterpension in Kitzbühel.
     Trotz seiner Wehmut wegen des beginnenden Massenandrangs, erkannte Reisch schnell das ungeheure Potenzial des Skisports für die Entwicklung des Tourismus in seiner neuen Heimat. War bislang das klimatisch begünstigte Südtirol in der kalten Jahreszeit von den Touristen bevorzugt worden, so bot der Wintersport die Möglichkeit, deren Interesse auf den schneereichen Norden des Landes zu lenken! Reisch machte sich daran, das sterbende Bergbaustädtchen in einen blühenden Fremdenverkehrsort zu verwandeln.
     Der Jungunternehmer wusste nur zu gut, dass die Naturschönheiten, die Kitzbühel zweifellos zu bieten hatte, den Ansprüchen der gehobenen Gesellschaft nicht genügten. Um zum Treffpunkt der Reichen und Schönen zu werden, musste die Stadt auch Komfort bieten und über ein hochklassiges Image verfügen. Also exzellentes Catering, stilvolle Hotels mit ansprechenden Zimmern und Suiten und geräumigen Speisesälen. Dazu geschmackvolle Unterhaltungsmöglichkeiten, Kulturangebote und gepflegte Parkanlagen.
     Ein wichtiger Schritt zur Verwirklichung dieser Zielvorstellung war die Gründung des Hotelbau-Vereins durch Franz Reisch, unterstützt durch seinen Freund Josef Herold und den „freiheitlichen“ Innsbrucker Politiker und Handelskammersekretär Anton Kofler. Im Rahmen einer Vollversammlung dieses Vereins am 9. März 1902, an der rund sechzig Mitglieder aus Kitzbühel und Umgebung teilnahmen, wurde der Plan für ein neues großes Hotel vorgestellt. Der Bericht im Kitzbüheler Bezirksboten endet mit einem besonderen Lob: „Herrn Reisch gebührt für seine außerordentliche Bemühung und verständige Thätigkeit, den Bau eines Hotels ins Werk zu setzen, die größte Anerkennung, die auszudrücken wir auf diesem Wege uns berufen fühlen.“
     Entgegen den Erwartungen, war das 1903 eröffnete Hotel Kitzbühel nicht gleich ein großer Erfolg, weil es zunächst nur für den Sommer ausgestattet war – ein schwerer Fehler. 1906 erfolgte der Ausbau für den Winterbetrieb und in der Folge die Umbenennung in Grandhotel. Damit begann der Aufstieg des Hauses, der sich 1911 mit dem Umbau zum Hotel mit 150 Zimmern konsolidierte. Für Kitzbühel markiert das Grandhotel den Einstieg in den überregional bedeutenden Wintersport. Von 1902 hatte der Fremdenverkehrsort eine rege Bautätigkeit verzeichnet: Nicht weniger als elf neue Häuser waren zusammen mit dem imposanten Hotelbau entstanden, darunter mehrere Restaurants und nicht zuletzt auch das bis zum heutigen Tag beliebte Kaffeehaus Reisch.
     Ins Jahr 1902 fiel auch die Gründung der – ebenfalls von Reisch initiierten – „Wintersportvereinigung Kitzbühel“. Bereits seit 1895 hatten in Kitzbühel regelmäßig Skirennen stattgefunden, bald auch mit ausländischer Beteiligung. Der Verein sollte nicht nur den Skisport fördern, sondern sich auch um das Rodeln, die Durchführung von Trabschlittenrennen und die Anlage eines Eislaufplatzes kümmern. Um den Wintersport zu einem tragfähigen Faktor des Tourismus zu machen, startete der umtriebige Fremdenverkehrsmanager um diese Zeit eine aufwändige PR-Kampagne.
     Kein Wunder, dass Franz Reisch, der Geist und Motor hinter dieser stürmischen Entwicklung, im Jahr 1903 zum Bürgermeister von Kitzbühel gewählt wurde! Gleich vom Beginn seiner Amtszeit an wurde der Bau einer neuen Volksschule zu einem seiner wichtigsten Vorhaben. Als Kind hatte Reisch in Kufstein die stark von dem fortschrittlichen Dekan Matthias Hörfarter geprägte Volksschule besucht, in der auch Geografie und Biologie gelehrt wurden, was im Tirol der 1870er Jahre eher eine Ausnahme war. In Kitzbühel traf der in dieser modernen Schulatmosphäre aufgewachsene Bürgermeister auf den für neue Ideen aufgeschlossenen Schulmann Franz Walde. Dieser hatte schon seit Jahren vergeblich für den Ausbau des äußerst beengten Schulhauses in der Kirchgasse plädiert. Reisch jedoch, von Kufstein her ideale Schulverhältnisse gewöhnt, konnte den Gemeinderat davon überzeugen, gleich Nägel mit Köpfen zu machen und vor den Toren der Stadt im „Krautviertel“ einen großzügigen Neubau zu erstellen. Der 1905 begonnene und ein Jahr später eingeweihte Schulbau orientierte sich stilistisch an den urbanen Vorbildern der Gründerzeit: Weite Gänge, großzügige Treppen und hohe, lichtdurchflutete Klassenräume machen die Schule noch heute zu einem einladenden Lernort. Das Äußere des Gebäudes entsprach dem historischen Geschmack der Gründerzeit und integriert gelungen klassizistische Elemente mit Zitaten aus der mittelalterlichen Architektur.
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2019)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz