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Er ging voraus nach Lhasa
Verfasser: Nicholas Mailänder (1) und Otto Kompatscher (1)
Verlag: Tyrolia (12)
VÖ: 11. Februar 2019
Genre: Biografie (1194)
Seiten: 416
Themen: Bergsteigen (51), Himalaya (30), Tibet (28)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Manuela Weiß von der Verlagsanstalt Tyrolia für die Einsendung dieser Leseprobe! Eine optisch ansprechendere PDF-Version dieser Leseprobe findet ihr hier auf der Seite des Verlages.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

VORWORT


Vor rund zehn Jahren beauftragte mich der Tyrolia-Verlag mit der Neuherausgabe von Peter Aufschnaiters Schriften über sein Leben in Tibet, die 1983 von Martin Brauen veröffentlicht worden waren. Teil meiner Aufgabe war eine rund achtzigseitige Lebensbeschreibung des Verfassers.
     Je intensiver ich mich mit den vielfältigen Texten beschäftigte, die Brauen im Namen von Peter Aufschnaiter publiziert hatte, desto mehr faszinierte mich die Persönlichkeit des der Öffentlichkeit kaum bekannten Tiroler Bergsteigers, Forschungsreisenden, Kartografen, Archäologen und Entwicklungshelfers. Immer deutlicher meldete sich der Wunsch, die Biographie dieses fast vergessenen Menschen zu ergründen. Der Verlag stimmte meinem Vorschlag zu, den Fokus zu erweitern und die Beschreibung des gesamten Lebenswegs von Peter Aufschnaiter zum Gegenstand des Buches zu machen. Damit wurde die ursprüngliche Aufgabe aber nicht fallengelassen – denn Aufschnaiters Tibettexte sollten zu einem zentralen Bestandteil seiner Biographie werden.
     Dass ich im Zuge der Recherchen auf meinen Koautor Otto Kompatscher stoßen würde, war fast unausbleiblich. Dieser 1939 in Klobenstein/Ritten (Südtirol) geborene und seit seiner Kindheit im Raum Kitzbühel in Tirol lebende Aufschnaiter-Forscher hatte sich seit Mitte der 1990er Jahre intensiv mit seinem prominenten Landsmann beschäftigt und zahlreiche Bild- und Textdokumente gesammelt. Vor allem hatte Otto Kompatscher aber im Auftrag des Völkerkundemuseums der Universität Zürich, im Speziellen durch Dr. Martin Brauen, die in Gabelsberger-Stenographie-Zeichen verfassten Tagebücher Aufschnaiters in lateinische Schrift transkribiert und damit der Forschung einen Schatz von unermesslichem Wert zugänglich gemacht.
     Da wir uns gut verstanden, beschlossen Otto Kompatscher und ich, das Projekt „Aufschnaiter-Biographie“ gemeinsam durchzuführen. Dabei ergab sich wie von selbst eine Arbeitsteilung: Otto steuerte zahlreiche Fachtexte und Primärdokumente bei, darunter das von Aufschnaiter verfasste Buchmanuskript mit 36 Kapiteln, welches dem von Martin Brauen publizierten Werk zugrunde gelegen hatte. Meine Aufgabe bestand im Erschließen, Einordnen und Ergänzen des Materials, in der Entwicklung des Buchkonzepts – und zu guter Letzt – auch im Verfassen des Textes.
     Angelehnt an meine ursprüngliche Aufgabenstellung – die Neuveröffentlichung von Peter Aufschnaiters Tibetschriften – ließ ich ihn seine Lebensgeschichte so weit wie möglich in seinen eigenen Worten erzählen. Diese Zitate sind an ihrer Schriftfarbe leicht zu erkennen. Die Interpunktion und die Orthografie in Aufschnaiters Texten wurden dem heutigen Gebrauch angeglichen und zusätzliche Absätze eingefügt. Auslassungen sowie von mir angefügte Anmerkungen und Ergänzungen sind mit eckigen Klammern gekennzeichnet. Die von Aufschnaiter sehr häufig benutzten Wörter „haben“ und „sein“ ersetzte ich bisweilen durch situativ passende Verben. Auch nahm ich mir die Freiheit, umfangreiche geomorphologische oder kulturhistorische Ausführungen wegzulassen, wenn sie den Blick auf die eigentlichen Reiseerlebnisse verstellten. Durch diese vorsichtigen Eingriffe gelang es, die Sicht freizumachen auf Schilderungen von poetischer Schönheit, die belegen, wie tiefgehend Menschen und Landschaft in Tibet Peter Aufschnaiter berührt hatten.
     Das Manuskript seines Buches hatte Aufschnaiter am Tag vor seinem Tod mit einem rohen Felsklotz verglichen, aus dem jemand wie sein Freund Paul Bauer erst eine Figur machen müsste. Diese Vorstellung begleitete mich vier Jahre lang bei meinen Bemühungen, aus einer Unmenge von Zeugnissen eine Lebensbeschreibung zu formen, die auch der Dargestellte gutgeheißen hätte.
     Der Leserin und dem Leser wünsche ich viel Freude bei der Erkundung des ereignisreichen Lebens von Peter Aufschnaiter mit seinen zahlreichen Brüchen und Wendungen. Unsere Zeitreise beginnt mit einer Zugfahrt im Spätherbst 1890 in das verarmte Tiroler Bergbaustädtchen Kitzbühel, auf der wir den späteren Skipionier Franz Reisch kennenlernen. Er sollte Peter Aufschnaiters väterlicher Freund werden und seinen Lebensweg entscheidend beeinflussen.
     Nicholas Mailänder, im Herbst 2018


KAPITEL 1
EIN KIND SEINER ZEIT UND UMGEBUNG


Einer musste ja in den sauren Apfel beißen! Was blieb ihm aber anderes übrig? Schließlich hatte die Mutter ihn gebeten, nach dem kleinen Zweiggeschäft der Familie Reisch in Kitzbühel zu schauen. Sein schwerkranker Bruder Rudolf hatte es mehr schlecht als recht geführt, bis ihn die bereits während seiner Lehrzeit eingefangene Tuberkulose endgültig aufs Krankenlager zwang. Missmutig blickte Franz Reisch durch das Fenster des ErsteKlasse-Abteils der „Giselabahn“ hinaus auf das nebelfeuchte Brixental. Der hochaufgeschossene Mann in den späten Zwanzigern putzte umständlich seinen Zwicker, wodurch die Luft draußen aber auch nicht klarer wurde. Aus den tiefhängenden Wolken rann ein feiner Nieselregen. Kein Mensch war auf den abgeernteten, nassen Wiesen und Feldern zu sehen. Kurz gab eine Wolkenlücke den Blick frei auf die unteren Hänge der Hohen Salve, überzuckert vom ersten Schnee. Darunter die Häuser des Marktes Hopfgarten, zusammengedrängt um die prächtige barocke Pfarrkirche mit den hoch aufragenden Zwillingstürmen, die selbst in dieser Novemberödnis noch etwas Zuversicht verbreitete.
     Franz Reisch wusste nur zu gut, dass die Menschen hier im Brixental nichts zu lachen hatten. Schließlich hatte 1875 die Eröffnung der SalzburgTiroler Bahn den unvermittelt mit der „großen Welt“ verbundenen Gemeinden nicht nur Gutes gebracht. Nun, 15 Jahre später, litten die fast noch mittelalterlich wirtschaftenden Bauern unter dem Preisverfall durch importierte Agrargüter, und das Kleingewerbe tat sich schwer mit den preislich günstigen und oft auch hochwertigen Industrieprodukten, die mit der Eisenbahn ins Tiroler Land kamen. Wenn er nur an die sogenannte Sensenfabrik von Johann Zimmermann in Oberndorf dachte! Da gab es außer dem wassergetriebenen Hammerwerk keine einzige Maschine. Gedengelt und geschliffen wurde noch von Hand. Und auch der unproduktive Bergbau hier im Brixental und drüben in Kitzbühel lag in den letzten Zügen.
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