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Die anderen Anderen 5 - Fuchsfeuer
Verfasser: Melissa Ratsch (9)
Verlag: Eigenverlag (13104)
VÖ: 1. März 2019
Genre: Fantasy (9648) und Romantische Literatur (16721)
Seiten: 244 (Kindle Edition), 332 (Taschenbuch-Version)
Themen: Bedrohung (248), Diebe (323), Füchse (69), Götter (625), Herz (68), Versteck (78), Zauberer (834)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Die anderen Anderen (6)
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Zweihundertfünfzig Jahre lang war Nikolais Herz gut versteckt. Doch dann wird es gestohlen und der Koschei muss es unbedingt wiederfinden. Dazu ruft er das Versteck selbst zu sich und sieht sich einer temperamentvollen Fuchsgöttin gegenüber, die gar nicht erfreut ist als wandelndes Bankschließfach benutzt worden zu sein.
Kaori ist außer sich: Wie kann es dieser Mann nur wagen?! Aber die Kitsune erkennt auch die Gefahr, denn der Dieb kann den ebenso mächtigen wie schweigsamen Magier als sein Werkzeug benutzen. Missmutig hilft sie Nikolai und entdeckt, dass der Koschei noch ganz andere, anziehende Seiten an sich hat.
Zwischen ihnen entwickelt sich eine eigene Art von Zauber. Ob dieser auch die Bedrohung überwinden kann, die von den Dieben des Herzens ausgeht?
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melissa Ratsch für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melissa Ratsch gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

„Sehr witzig.“
     Mit einem schiefen Lächeln antwortete Yumiko ihrer Cousine, die ihr mit einer kurzen Nachricht und einem sehr albernen Bild zum Geburtstag gratuliert hatte. Als wäre sie gerade erst volljährig geworden und nicht schon wesentlich älter. Sehr, sehr viel älter.
     Mit einem Seufzen steckte sie ihr Handy weg und nippte an dem Champagner, während sie ihren Blick durch die kleine New Yorker Bar schweifen ließ. Es war kurz nach einundzwanzig Uhr und bis auf den Stuhl ihr gegenüber war das Lokal vollbesetzt.
     Von ihrer kleinen Nische hatte sie den Raum perfekt im Blick, konnte die Menschen beobachten und lauschte dem An- und Abschwellen der Unterhaltungen. Es hörte sich fast an wie Meeresrauschen oder der Wind, der durch hohe Baumkronen wehte.
     Sie liebte diese Geräuschkulisse, die mehr als alles andere das Wesen dieser Stadt verkörperte, die tatsächlich niemals schlief. Hier konnte sie sich als Teil von etwas fühlen, ohne wirklich teilhaben zu müssen. Die Anonymität der Massen war einer der Gründe gewesen, warum sie vor zehn Jahren hierhergezogen war. Sie brauchte diese Namenlosigkeit wie die Luft zum Atmen – für ihren Beruf sowie für ihre eigene, unmenschliche Natur.
     Ein weiterer Schluck prickelnder Champagner rann ihre Kehle hinunter und sammelte sich warm in ihrem Magen. Gedankenversunken öffnete sie den straffen Knoten, zu dem sie ihr Haar gebunden hatte, und strich mit den Fingern hindurch. Kühler Seide gleich fiel es bis auf ihre Schultern.
     Manche hätten es vielleicht traurig gefunden, dass sie an ihrem Geburtstag alleine in einer Bar saß, aber für Yumiko war das in Ordnung. Es war nicht ihr erster Geburtstag und würde auch lange noch nicht ihr letzter gewesen sein.
     So fühlt es sich also an ein viertel Jahrtausend alt zu sein, dachte sie und lächelte verhalten vor sich hin.
     Yumiko dachte nicht häufig über die vielen Leben nach, die sie schon gelebt hatte. Immer wieder war sie in neue Identitäten geschlüpft, hatte die Welt bereist und war daran gewachsen, wie es sich kein menschlicher Verstand vorstellen konnte. Mit dem Ergebnis, dass sie fast so sehr in sich ruhte wie ihre Mutter.
     Und doch unterschieden sich die beiden Frauen in anderer Hinsicht wieder komplett. Während ihre Mutter ein eher ruhiges Leben bevorzugte, so brauchte Yumiko ein gewisses Level an Adrenalin. Nicht, dass sie unvernünftig gewesen wäre und sich nur dann lebendig fühlte, wenn sie mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug sprang. Obwohl sie das auch schon getan hatte. Bei der Erinnerung daran musste sie unwillkürlich lächeln.
     Nein, sie hatte schon vor mehr als einhundertsechzig Jahren entdeckt, dass sie ein besonderes Talent und eine Leidenschaft dafür hatte an Orte zu gelangen, die verboten waren. Vorzugweise um dort etwas zu entwenden, das nicht ihr gehörte. Besonders stolz war sie darauf, dass sie dafür so gut wie nie ihre besonderen Fähigkeiten einsetzen musste, die sie neben ihrer Langlebigkeit von allen anderen Menschen unterschied.
     Was nicht hieß, dass sie es nicht das ein oder andere Mal trotzdem getan hatte.
     Eine halbe Stunde später zahlte sie und ging hinaus in die laue Juni-Nacht. Sie würde die paar Blocks bis nach Chinatown laufen, da sie nur im absoluten Notfall mit der U-Bahn oder mit den typischen gelben Taxis fuhr.
     Außerdem musste sie sich keine Sorgen machen, dass sie überfallen wurde. Nun, versuchen konnten es die betreffenden Ganoven, aber nicht Yumiko wäre anschließend das wirkliche Opfer.
     Ein gerissenes Grinsen erschien auf ihrem Gesicht, das zu dem zweiten Teil ihrer Seele passte. Sie hatte sich in ihrem langen Leben schon häufig zur Wehr setzen müssen. Es bereitete ihr keine schlaflosen Nächte mehr.
     Wobei heute auch nicht an Schlaf zu denken ist, dachte Yumiko und schob mit einem Seufzen die Hände in die Hosentaschen. Wie immer an ihrem Geburtstag würde sie auch in dieser Nacht nicht schlafen können.
     Ihre Mutter hatte das früher in den Wahnsinn getrieben. Jedes Mittelchen hatte sie an ihr ausprobiert, von ekelhaften Wurzelbrühen über Amulette und Zeremonien – aber nichts hatte gewirkt.
     Natürlich war der Leidensdruck geringer geworden, als Yumiko älter geworden war. Und mit den Jahrzehnten, die sich zu Jahrhunderten ausgeweitet hatten, hatte sie sich mit diesem seltsamen Zustand abgefunden.
     Vielleicht räume ich heute das Schlafzimmer um, überlegte sie. Ihr Loft im geschäftigen Chinatown lag über einer Galerie, sie würde also niemanden stören.
     Während sie sich die neue Anordnung der Möbel überlegte, bemerkte sie erst nicht die Schritte hinter sich. Doch als das gemächliche Klick-Klack von Stiefelabsätzen nach einem Block immer noch genau hinter ihr war, stellten sich ihre Nackenhaare auf.
     Feuer regte sich in ihrem Innern, als würde man auf glühende Kohlen blasen. Wie über sich selbst schüttelte Yumiko den Kopf. Hatte sie nicht erst noch daran gedacht, dass sie sich hervorragend verteidigen konnte?
     Was nicht heißt, dass ich gesteigerte Lust darauf habe, dachte sie mit einem Funken Resignation. Und das, wo sie schon in Chinatown und nur noch fünf Minuten von ihrem Zuhause entfernt war.
     Absichtlich und um es schnell hinter sich zu bringen, bog sie in eine schmale Gasse zwischen den hohen Gebäuden ab. Wie erwartet kam ihr ihr Verfolger hinterher.
     Sobald die Schatten sie verschlungen hatten, drehte sich Yumiko um und sagte: „Ich muss Sie bitten von Ihrem illegalen Vorhaben abzusehen.“
     Die schwarzgekleidete Gestalt blieb zwei Meter vor ihr stehen. Der Mann war groß und auf den ersten Blick körperlich fit. Eher ungewöhnlich für die sonstigen Straßendiebe. Doch Yumiko beunruhigte das noch immer nicht.
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