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Gier - Wie weit würdest du gehen?
Verfasser: Marc Elsberg (4)
Verlag: blanvalet (1402)
VÖ: 25. Februar 2019
Genre: Thriller (5347)
Seiten: 448
Themen: Berlin (838), Demonstration (4), Formeln (6), Gier (124), Mord (4488), Nobelpreis (9), Verkehrsunfälle (404), Wohlstand (23), Zeugen (256)
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Marc Elsberg hat im Laufe der vergangenen Jahre der Welt den Strom abgezapft, die Menschheit überwacht und ferngelenkt, und er hat Kinder genetisch umgeformt. Kurzum: Wenn seine Name auf dem Buchcover stand, dann war sichergestellt, dass es um ganz große Themen ging, die die ganze Erde in ihren Grundfesten erschüttern könnten. Zweieinhalb Jahre nach seinem letzten Thriller »Helix« hat er nun mit »Gier - Wie weit würdest du gehen?« ein neues Werk veröffentlicht, und wir haben es uns einmal etwas näher angeschaut. Der 448 Seiten starke Thriller wurde am 25. Februar im Hause blanvalet veröffentlicht und ist als gebundene Ausgabe für 24 Euro zu bekommen. Die E-Book-Ausgabe kostet fünf Euro weniger. Dietmar Wunder, der in der letzten Zeit mit einer Reihe sehr prominenter Neuerscheinungen besonders viel Arbeit gehabt haben dürfte, hat eine Hörbuchversion eingelesen, die eine Länge von 9:46 Stunden hat. Damit handelt es sich um das mit Abstand kürzeste Elsberg-Werk.

»Gier« führt seine Leser in eine Welt, in welcher der Volkszorn kocht. Auf der ganzen Erde demonstrieren Menschen in großen Massen - allein in Berlin sind es hier in einem Fall zwei Millionen - gegen Gier und für mehr Gerechtigkeit, nachdem eine neue Wirtschaftskrise dafür gesorgt hat, dass enorm viele Personen ihrem eigenen ökonomischen Abgrund entgegensehen. In dieser Phase kommt es in der deutschen Hauptstadt zu einem Sondergipfel, auf dem viele wichtige Politiker und sehr, sehr reiche Menschen darüber diskutieren wollen, wie man die Lage wieder in den Griff bekommen könnte. Unter anderem soll ein Träger des Nobelpreises für Wirtschatfswissenschaften eine Rede halten. Herbert Thompson, wie der Mann heißt, verunglückt jedoch in einem geliehenen Wagen im Berliner Tiergarten und kommt ums Leben. Ein Pfleger beobachtet den vermeintlichen Unfall und will helfen, doch er kann nichts tun ... denn wie sich zeigt, wurde hier nachgeholfen, und die dafür verantwortlichen Übeltäter bringen ihre Arbeit zielgerichtet zu Ende. Einem zweiten Wageninsassen gelingt es jedoch, dem »Samariter« noch einige Worte zuzuflüstern, und damit wird der Startschuss für eine wilde Hetzjagd gesetzt.

Auch seinem neuen Werk legt Elsberg wieder eine besonders »große« Idee zugrunde. In diesem Fall handelt es sich um eine Formel, die der gesamten Menschheit zu Wohlstand verhelfen könnte, indem sie mathematisch etwas beweist, was bis dahin nur vermutet werden konnte. So viel sei dazu gesagt: Es gibt einige sehr triviale Punkte, die die vermeintlich geniale Formel in der Praxis sofort scheitern lassen würden, vor allem ein Grundproblem, das viele wirtschaftswissenschaftliche Modelle haben: Sie gehen von idealen Annahmen aus, die in der richtigen Welt so nicht der Fall sind. Was bei anderen Modellen etwa die Vollkommenheit des Marktes an sich oder das Handeln des Menschen als reiner Homo oeconomicus ist, ist in diesem Fall unter anderem die Annahme, dass der Anreiz der Wirtschaftssubjekte, ihr Humankapital einzubringen, innerhalb der genialen neuen Formel der gleiche bliebe ... was aus unendlich vielen Gründen einfach so nicht der Fall sein würde. Doch das soll hier sowieso nicht das Thema sein, denn schließlich erwartet man von einem Thriller nicht, dass er nebenher mit der Lösung aller Probleme der Menschheit aufwartet, sondern dass er spannend ist und gut unterhält.

In vielerlei Hinsicht folgt Elsberg in seinem Buch einem Schema, das er schon in seinen vorangegangenen Romanen erprobt hat: Protagonisten, die eigentlich nichts mit einer Sache zu tun haben, werden in den Strudel der Ereignisse hineingezogen, werden nach und nach sogar zum Zünglein an der Waage und erleben auf dem Weg dahin zahlreiche Verfolgungsjagden und Bedrohungssituationen von unterschiedlichen Seiten. So weit, so gut - und dennoch gibt es etwas an dem neuen Roman, das ihn in meinen Augen dann doch ein ganzes Stück schwächer macht als die vorangegangenen. In »Blackout«, »Zero« und »Helix« war das Ganze in ein unmittelbares globales Bedrohungsszenario eingebunden, das von einigen Schurken ausgelöst wurde und rund um die Verfolgungsjagden & Co. noch eine zusätzliche gefährliche Szenerie schuf. Theoretisch gibt es hier auch eine Bedrohungssituation - nämlich die Weltwirtschaftslage - doch ist diese einfach viel abstrakter und diffuser als etwa eine konkrete Bedrohung durch Terroristen, die der Welt den Saft abdrehen und Super-Gaus in Kernkraftwerken riskieren. So reduziert sich die Bedrohung beim Lesen im Wesentlichen auf das, was den Verfolgten blühen könnte, und das »trägt« einfach nicht so gut wie die Szenarien der drei vorangegangenen Thriller. Was bleibt, ist eine intensiv geschriebene Abfolge von Verfolgungsjagden, die in eine nette Prise Spieltheorie und die Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen eingebunden ist. Das ist unterm Strich durchaus unterhaltsam - Elsberg kann halt verflixt gut schreiben -, hallt aber dieses Mal leider nicht so lange nach.
– geschrieben am 7. März 2019 (3.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz