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Haus im Nebel
Verfasser: Alexandra Scherer (9)
Verlag: Eigenverlag (12096) und epubli (811)
VÖ: 14. Februar 2019
Genre: Horror (1057)
Seiten: 227 (Kindle Edition), 260 (Taschenbuch-Version)
Themen: Flüsse (17), Geheimnisse (3313), Nebel (63), Tod (907), Unfälle (864)
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Nach einem schweren Unfall sucht Kathy Heilung im Haus der Großmutter. Der Zeitpunkt ihrer Ankunft ist schlecht gewählt: Etwas stimmt nicht an dem Ort. Wenn Nebel aus dem Fluss aufsteigt, sterben Menschen. Weil das Haus der Großmutter am todbringenden Fluss liegt, beschließt Kathy, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, bevor sie selbst zum Opfer wird. Doch die Grenzen zwischen Verbündeten und Gegnern verwischen sich im Nebel ...
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Alexandra Scherer für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alexandra Scherer gibt es bei Twitter und bei Facebook.
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* 1 *


Der Rechtsanwalt war ein Mann der alten Schule. Höflich holte er mich im Vorzimmer ab und schüttelte mir die Hand. Nur kurz erblickte ich etwas wie Schreck oder Überraschung in seinem Gesicht. Als Anwalt entwickelte man wohl ein Pokerface. Nun saß er hinter seinem Schreibtisch und blätterte die Unterlagen vor sich durch. Ab und zu suchte er nach ergänzenden Informationen in seinem Computer.
     Es tat gut, meine Beine ausstrecken zu können. Unauffällig versuchte ich, meine Schultern zu lockern und rieb mein Handgelenk.
     „Soweit scheint alles in Ordnung. Nach dem Unfall hat einer unserer Angestellten regelmäßig nach dem Rechten gesehen. Wie von Ihnen angewiesen, ist in Ihrem Namen der Auftrag für einen neuen Telefonanschluss gestellt worden. Das kann aber noch eine Weile dauern. Die Telekom ist nicht bekannt für ihre Schnelligkeit. Hier die Schlüssel zum Haus." Er schob einen Schlüsselbund über die Tischplatte. „Wir haben auf Veranlassung Ihres Vaters versucht, das Haus zu verkaufen, aber es kam immer im letzten Augenblick zu Komplikationen."
     Ich nickte. Ich hatte so eine Ahnung, welcher Art diese Komplikationen gewesen sein könnten. Vater und Großmutter waren nie besonders gut miteinander ausgekommen und nach dem Tod meiner Mutter hatte Dad jeden Kontakt zu Grandma unterbrochen. Das war vor über fünfzehn Jahren.
     „Soll ich Sie begleiten?"
     Ich schüttelte den Kopf. „Ich denke, das schaffe ich schon. Es ist nicht weit. Trotzdem vielen Dank."
     „Nun." Dr. Mühlgruber schien verlegen. „Sollten Sie Hilfe benötigen, rufen Sie an. Wir sind gerne für Sie da, um Ihnen bei der Eingewöhnung zu helfen. Ich freue mich jedenfalls, dass Sie sich entschieden haben, hierher zu ziehen."
     Mühsam kam ich hoch, ließ mir in meine Jacke helfen und steckte die Schlüssel ein.
     Meine Krücke und ich machten uns auf den Weg zum alten Haus am Flussufer.
     Es ist erstaunlich, wie viele unterschiedliche Arten von Kopfsteinpflaster es gibt. Der Weg vor der Anwaltskanzlei hatte flache glatte Steine. Es ging schnell voran.
     Dann kam ich zu dem steilen Hügel, der hinunterführte zur Unterstadt. Dieser war mit kleinen Kopfsteinen ausgelegt. Knubbelig und nach oben gewölbt. Der Gummipfropfen meiner Krücke fand nur ungenügend Halt auf den feuchten Steinen. Mein Handgelenk schrie vor Schmerz. Was, wenn ich ausrutschte? Schritt für Schritt schob ich mich über die Granitsteine. Rechter Arm mit der Krücke vor. Einen festen Platz zwischen den Steinen finden. Krücke aufsetzen. Einen Fuß vor. Krücke vorschieben zum nächsten Halt. Weiter.
     Schritt für Schritt bewegte ich mich so auf mein Ziel zu. Meine Schulter protestierte. Unten angekommen, hielt ich vor einer Skulptur. Wenn ich den Anschein erweckte, ich bewunderte diese Skulptur mit Esel und Figuren in Biedermeiertracht, käme sicherlich niemand auf die Idee, mich zu bemitleiden. Den Krüppel, der sich mühsam den Weg entlang kämpfte.
     Skulptur? Nein. Brunnen.
     Die Stadt meiner Mutter war berühmt für diese Kopfsteinpflaster und Brunnen. Ich zweifelte daran, dass es meine Stadt werden würde.
     Der Weg von der Anwaltskanzlei zum Haus meiner Großmutter war kurz. Mir kam er unendlich vor.
     Jetzt verließ ich den Vorzeige-Bereich der alten Stadt, mit den sauberen renovierten Häusern und befand mich in einem Bereich, der schäbig wirkte.
     Nebel kam auf. Er legte sich auf meine Kleidung und meinen Kopf. Auf dem streichholzlangen Flaum, der mein Kopfhaar war, hingen Wassertropfen.
     Kurz musste ich an Jack the Ripper denken. Mörder, die in dunklen Gassen lauerten.
     Ich blieb vor einer Torwölbung stehen und las konzentriert die Aufschrift auf der dunklen Metallplatte.
     Sie war mir aufgefallen, weil dünne Frösche aus dem Relief hervortraten. Die Sprache war schwer verständlich. Der hiesige Dialekt unterschied sich deutlich von dem Deutsch, das ich in der Schule gelernt hatte. Die Zeit, die ich benötigte, den Sinn zu erfassen, gab meinem Körper Gelegenheit, sich zu erholen. Hinter dem kleinen Torbogen, der die dicke Wand der Stadtmauer durchbrach, war der Nebel dichter. Ich richtete mich so gerade wie möglich auf, holte tief Luft und tauchte darin ein.
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