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Solange Schnee vom Himmel fällt
Verfasser: Nicholle Fischer (2)
Verlag: Drachenmond (263)
VÖ: 1. Februar 2019
Genre: Romantische Literatur (27521)
Seiten: 350
Themen: Admiral (25), Begegnungen (3443), Geheimnisse (5291), Großmütter (382), Recherchen (59), Vergangenheit (1257)
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Erklärung der Bewertungssysteme
 
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Vier Herzen.
Zwei Epochen.
Eine Geschichte.

1915 – Marinas Welt steht Kopf. Verheiratet mit einem tyrannischen Ehemann begegnet sie unverhofft ihrer großen Liebe. Der neu ernannte Admiral der baltischen Flotte lässt ihr Herz mit jeder Begegnung immer höherschlagen. Doch zu einer Zeit des Umbruchs, in der Rebellionen und Schlachten das Leben regieren, bleibt kaum Zeit für Romanzen.

Gegenwart – Für Lucy bricht eine Welt zusammen, als ihre geliebte Urgroßmutter ihr am Sterbebett ein lang gehütetes Geheimnis offenbart. Getrieben von dem Wunsch, der Geschichte auf den Grund zu gehen, stürzt sie sich in die Recherche. Noch in der gleichen Nacht öffnet sich das Tor in eine andere Zeit und die Vergangenheit erwacht zu neuem Leben. Auf den Spuren ihrer Urgroßmutter muss Lucy sich zwischen Marinas Glück und ihrer eigenen Zukunft entscheiden.
Lesermeinungen (1)     Blogger (5)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 25. Juli 2019 um 13:28 Uhr (Schulnote 2):
» "Solange Schnee vom Himmel fällt" ist ein Einzelband und stammt aus der Feder von Nicholle Fischer. Da ich ein Faible für russische Geschichte habe, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Normalerweise sind Zeitreise-Romane überhaupt nicht mein Ding, da sie historisch gesehen oft sehr ungenau sind. Nicholle Fischer hingegen hat eine berührende Geschichte erschaffen, die historisch gesehen sehr gut recherchiert wurde. Viele kleine Details sprechen dafür, dass die Autorin eine Menge Herzblut und vor allem viel Zeit in die Recherche gesteckt hat.

Lucys Welt verändert sich schlagartig, als ihre geliebte Urgroßmutter Marina kurz vor ihrem Tod ein erschütterndes Geheimnis offenbart. Getrieben von dem Wunsch mehr zu erfahren, sucht Lucy in alten Dokumenten nach Antworten. Während sie den Spuren ihrer Urgroßmutter folgt, gerät die Welt aus den Fugen. Lucy verliert das Bewusstsein und erwacht im Jahr 1916 - mitten im ersten Weltkrieg.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils von Nicholle Fischer sehr leicht gefallen. Die Geschichte beginnt im Jahr 2013 in der Gegenwart, als Lucys Urgroßmutter stirbt. Kurz darauf landet Lucy in der Vergangenheit mitten in einem Land, das von Krieg und politischen Konflikten zerrissen wird. Lucy ist eine typische junge Frau des heutigen Jahrhunderts, die weiß was sie will und zielstrebig ihren eigenen Weg geht. Doch im Jahr 1916 besitzen Frauen in Russland noch keine Rechte. Für Lucy ein absoluter Schock, denn Frauen sind nur nette Anhängsel ihrer Männer. Sie sind Mütter und Offiziersgattinnen in einem. Zuhause die fürsorgliche devote Ehefrau, auf Gesellschaften das hübsche Anhängsel, das immer nett lächeln muss. Kein Wunder, dass Lucy überall aneckt und sich in kürzester Zeit einige Feinde macht. Insgesamt ist die Geschichte sehr gelungen. Ich habe tatsächlich nur einen einzigen kleinen Kritikpunkt: die umgangssprachliche Ausdrucksweise von Lucy. Natürlich entsteht auf diese Weise ein großer Kontrast zu den Charakteren der Vergangenheit, was von der Autorin mit Sicherheit auch so gewollt war. Aber leider bin ich überhaupt kein Fan von Umgangssprache in Büchern, sodass ich mit Lucys Ausdrucksweise teilweise nicht so glücklich war. Das ist aber wie gesagt, nur ein kleiner Kritikpunkt, ansonsten ist dieses Werk rundum stimmig.

Knappe 100 Jahre Zeitunterschied - eine Konfrontation von zwei Welten, die der Autorin hervorragend gelungen ist. Doch nicht nur das Frauenbild spielt eine wichtige Rolle. Nicholle Fischer arbeitet insgesamt mit vielen kleinen Details, die der Vergangenheit Leben einhauchen und die damalige Zeit greifbar machen. Man merkt mit jeder neuen Zeile, wie viel Herzblut in diesem Werk steckt. Neben dem gelungenen historischen Teil des Buches ist auch die Liebesgeschichte sehr ansprechend. Die Beziehungen zwischen den Charakteren entwickeln sich langsam und authentisch weiter. Nicholle Fischer führt dem Leser mehr als einmal vor Augen, wie schwierig Liebe in Kriegszeiten ist. Ich muss gestehen, dass ich einige Tränen vergossen habe. Schauplätze der Geschichte sind Helsinki, das sich zu dieser Zeit unter russischer Herrschaft befand, und das heutige Russland. Die Geschichte beginnt kurze Zeit vor der Oktoberrevolution. Dementsprechend entführt die Autorin den Leser in eine Zeit voller Ungewissheit, Angst und Schrecken, was beim Lesen auch deutlich spürbar wird. Der Fokus der Geschichte liegt auf den Folgen der politischen Umbrüche. Schonungslos schildert Nicholle Fischer den Alltag der damaligen Zeit und lässt auch die unschönen Seiten des Kriegs voller Leid und Tod nicht aus. Nach dem Lesen dieses Buches hatte ich ganze zwei Tage keine Lust mehr auf andere Bücher, da mich "Solange Schnee vom Himmel fällt" sehr berührt hat und man diese Geschichte nicht so leicht vergisst.

Mit "Solange Schnee vom Himmel fällt" hat die Autorin Nicholle Fischer eine Geschichte geschaffen, die das Herz berührt und unter die Haut geht. Angst, Verzweiflung und Krieg, aber auch Hoffnung und tiefe Liebe lassen den Leser Höhen und Tiefen erleben, die man nicht so leicht vergisst. Von mir gibt es für diese berührende und gut recherchierte Geschichte 4 Sterne und eine Leseempfehlung.«
  11      0        – geschrieben von Selection Books - Nalas Bücherblog
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