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Die Fliedertochter
Verfasser: Teresa Simon (4)
Verlag: Heyne (2615)
VÖ: 11. Februar 2019
Genre: Frauenliteratur (1109)
Seiten: 497 (Kindle Edition), 496 (Taschenbuch-Version)
Themen: Berlin (856), Dreißiger Jahre (143), Reisen (1665), Sänger (292), Schneekugeln (2), Wien (220)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 11. März 2019 um 19:16 Uhr (Schulnote 1):
» Antonia „Toni“ erhält eine Nachricht aus Wien, dass sie eine Erbschaft gemacht hat, die sie allerdings selbst abholen muss. Da sie sich gesundheitlich nicht in der Lage fühlt, die Reise anzutreten, bittet sie Paulina nach Wien zu reisen und die Angelegenheit zu regeln.
Paulina erfüllt ihrer mütterlichen Freundin den Wunsch, ist doch ihr Talisman aus Kindertagen eine Schneekugel mit dem Wiener Prater-Riesenrad. Die Familie Brunner in Wien händigt Paulina als Erbstück ein altes Tagebuch aus, das eine gewisse Luzie Kühn verfasst hat.
Als Paulina im Haus der Brunners die gleiche Schneekugel entdeckt, wie sie sie selbst besitzt, beschließt sie, das Tagebuch während ihres Aufenthalts in Wien zu lesen.

Im zweiten Handlungsstrang erleben wir also die Geschichte der Luzie Kühn, die teilweise als Luzies Tagebuch in der Ich-Form und teilweise in der Erzählform geschrieben ist.
Im Oktober 1936 lebt Luzie als Halbjüdin, deren Eltern bei einem Schiffsunglück ums Leben kamen, in Berlin und träumt von einer Karriere als Sängerin. Als Deutschland für sie zu unsicher wird, reist sie nach Wien zur ihrer Tante Marie, die sie adoptiert und ihre jüdische Herkunft verschleiert. Luzie verliebt sich in den Künstler Bela Król und genießt ihr Leben. Aber die Zeiten werden schlechter und die Nationalsozialisten breiten sich auch in Österreich immer mehr aus, was Luzies Lage wieder verschlimmert.

In ihrem sehr lebendigen und mitreißenden Schreibstil erzählt die Autorin sowohl Luzies als auch Paulinas Geschichte. Beide Handlungsstränge wechseln und verknüpfen sich im Laufe der Geschichte immer mehr.
Der Schwerpunkt liegt aber auf Luzies Geschichte, die ich gebannt verfolgt habe. Durch die Tagebucheinträge konnte ich schnell eine große Nähe zu Luzie herstellen und ihre Empfindungen miterleben.
Ich habe mit ihr gebangt, gelitten, gehofft und ihr Schicksal hat mich sehr berührt.
Die Schrecken der Naziherrschaft werden von der Autorin sehr authentisch dargestellt und an Luzies Geschichte deutlich gemacht. Das geht schon sehr unter die Haut. Aber es gibt für Luzie glücklicherweise auch schöne und romantische Momente, die man mit ihr genießen kann.

Im zweiten Handlungsstrang erleben wir Paulina im Wien der Gegenwart. So wie sich Paulina kaum von Luzies Tagebuch lösen kann und nächtelang durch liest, so konnte ich mich kaum von dem Buch trennen. Denn Luzies Schicksal und die Verbindung in die Gegenwart haben mich sehr gefesselt. Die Wechsel zwischen den Handlungssträngen sind so geschickt gesetzt, dass sich das Buch schnell zum Pageturner entwickelt.
Mit Paulina dürfen wir auch das heutige Wien erkunden und erleben allerlei schöne Schauplätze, wie das Riesenrad im Prater, das Café Demel und das Grab von Mozart. Dabei gibt es auch einige Parallelen zu Luzies Erkundungen im damaligen Wien. Die Autorin beschreibt das alles sehr bildhaft und man spürt deutlich, dass sie die Stadt Wien liebt, was sie in ihrem Nachwort auch bestätigt.
Auch lesen wir von typischen Wiener Köstlichkeiten wie Wiener Schnitzel, Serviettenknödel und Sachertorte. Hierfür gibt es im Anhang zum Buch auch noch einige Rezepte.

Es gibt auch noch einen kleinen dritten Handlungsstrang, in dem wir Paulinas Mutter erleben, die mit ihrer Freundin auf einer Pilgerreise in Italien ist und mit dieser über ein Familiengeheimnis spricht. Damit schafft die Autorin noch zusätzliche Spannung.

Teresa Simon ist eine großartige Erzählerin, die es versteht, ihren Figuren Leben einzuhauchen und deren Geschichten mitreißend zu erzählen.
Sie schafft in diesem Buch eine ganz besondere Atmosphäre, die mir ausnehmend gut gefallen hat. Trotz der Schrecken des 2. Weltkrieges ist „Die Fliedertochter“ eine wunderschöne Geschichte, mit zwei unterschiedlichen Frauen, deren Schicksal ich gespannt verfolgt habe.

Diese fesselnde und sehr berührende Familiengeschichte vor historischem Hintergrund hat mich bewegt und lange nicht losgelassen - ein Lesehighlight!


Fazit: 5 von 5 Sternen«
  16      0        – geschrieben von Fanti2412
 
Kommentar vom 1. März 2019 um 16:11 Uhr (Schulnote 1):
» Das Lesen hat mir aufgrund der wirklich angenehmen und einfachen Schreibweise großen Spa0 gemacht, einmal in die Handlung versunken, konnte ich das Buch nicht so schnell aus der Hand legen. Es gab viele schmückende Umschreibungen von Wien und Sehenwürdigkeiten, die die Stadt lebendig machen und direkt dazu einladen, einen spontanen Kurztrip dorthin zu machen.

Als Setting dient das wunderschöne Wien, welches in leuchtenden Farben beschrieben wurde und durch die ausführlichen und genauen Beschreibungen lebendig wurde. Ich habe viele Orte danach im Internet gesucht und war baff, wie originalgetreu sie beschrieben wurden. Chapeau!

Unterteilt wurde der Roman in zwei zeitliche Ebenen. Zum einen begleiten wir Luzie durch Berlin und Wien während der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Dies geschieht durch Tagebucheinträge, die als Tagebucheintrag beginnen und schließlich umgewandelt werden, sodass man als Leser zeitgleich mit Luzie viele Dinge erlebt und sich von ihr ein genaues Bild machen kann, wie sie im Umgang mit anderen Menschen handelt. Zum anderen begleitet man Paulina in der Gegenwart auf ihrer Reise nach Wien und auch auf der Reise in die Vergangenheit. Beide Erzählstränge hatten ihren Reiz, lange Zeit war nicht deutlich, wie sie am Ende ein Stück weit zusammengeführt werden, sodass die Spannung bis zum Ende anhielt.
Für mich waren die Abschnitte von Luzie Kühn stets spannender und ich habe auf diese hingefiebert, weil mich ihr Schicksal wirklich mitgenommen hat. Während der Handlung habe ich mit ihr mitgelitten und mich mit ihr gefreut,einige Handlungen aber auch etwas hinterfragt. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass sie mein Lieblingscharakter war und gerade Paulina, die die zweite große Hauptrolle neben ihr einnimmt, blass dastehen lässt.

Die Protagonisten waren meist klar gezeichnet, besonders durch Gespräche und Handlungen konnte man sich als Leser ein genaues Bild von ihnen machen. Viele waren herzlich und lebendig dargestellt, sodass mir das Lesen Spaß gemacht hat und ich habe mich über jedes Wiedersehen mit diesen Personen gefreut. Wie schon erwähnt, die Figur von Luzie ist für mich am besten gelungen. Sie ist eine starke junge Frau, die ihren Weg geht und aus Schicksalsschlägen nur noch stärker hervorgeht. Auf ihre Kapitel habe ich mich gefreut, mit Luzie habe ich mitgefiebert und mitgelitten. Bei ihrem Charakter wurde auch eine Entwicklung am deutlichsten, während sie anfangs manchmal noch etwas naiv wirkt, wird daraus eine selbstbewusste Frau, die den unbändigen Wunsch hat, den Krieg zu überleben und endlich mit ihrem Liebsten zusammenzuleben.
Als andere Dame steht Paulina im Vordergrund. Mit ihr hatte ich während des ganzen Romans meine Probleme. Sie wirkte blass und nicht immer authentisch, hatte für mich etwas zu wenig Charakter und Stärke.

Vielleicht haben mir Luzie´s Abschnitte auch so gut gefallen, weil darin viele wichtige, spannende, grausige und für mich neue historische Details geschildert wurden. Über den Kriegsverlauf in Österreich habe ich leider nur wenig Wissen, vieles war für mich Neuland und hat dazu verleitet, dass ich mich im Internet tiefer in die Marterie eingelesen habe. Insgesamt waren die historischen Ereignisse eindrucksvoll und eingängig geschildert, sodass der Zweite Weltkrieg beim Lesen wieder lebendig wurde.

Fazit:
Wow. Wieder mal hat Teresa Simon ein spannendes, toll recherchiertes und gut durchdachtes Werk geschrieben, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Fast alles hat gepasst und eine runde Geschichte ergeben, wo keine Fragen offen bleiben.
Mein einziger Kritikpunkt ist die Darstellung von Paulina, mit der ich einfach nicht warm wurde und die für mich kein Charakter ist, über den ich nachgedacht habe. Ansonsten bin ich rundum zufrieden und kann auch diesen Roman der Autorin wärmstens empfehlen. Eine wunderbar feinfühlige und mitreißende Geschichte, die mich in ihren Bann gerissen hat.«
  19      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 25. Februar 2019 um 13:32 Uhr (Schulnote 1):
» Luzies Tagebuch

Paulina fährt im Auftrag ihrer ‚Oma‘ Toni von Berlin nach Wien um eine Nachlass von deren Großvater in Empfang zu nehmen. Toni kann diese Reise nicht mehr bewältigen. In Wien werden ihr ein Tagebuch und eine Schneekugel ausgehändigt. Das Tagebuch stammt von einer jungen Frau namens Luzie Kühn, die vor vielen Jahren, genauer gesagt anfangs der Hitlerzeit ebenfalls von Berlin – wo sie bei ihren jüdischen Großeltern gelebt hatte – nach Wien geflohen ist. Geflohen vor den Nachstellungen von Joseph Goebbels, dem Bock von Babelsberg, wie er genannt wurde. Das Tagebuch enthüllt einiges was auch Paulines bisheriges Leben auf den Kopf stellen wird.
Luzie Kühn war eine Künstlerin, und war zu ihrer Mutter nach Wien geflohen. Wie gesagt, ist sie vor Goebbels geflohen, doch auch in Wien war sie nicht sicher. Zunächst sah es sicher aus. Und sie verliebte sich in Bela Krol, einen jungen Künstler. Doch dann holte Hitler sein Heimatland ‚heim ins Reich‘. Aber bereits vorher gab es auch dort die Braunhemden, die Schergen Hitlers, und auch hier hatte es einer von diesen auf Luzie abgesehen.
Aus Luzies Tagebuch erfuhr Paulina was alles passierte…

Meine Meinung
Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es ist, ja ich möchte sagen, ein Zeitzeugnis. Ein Historischer Roman, in welchem natürlich auch ein Teil Fiktion vorhanden ist. Den Schreibstil der Autorin kannte ich schon vorher, und er hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht. In der Geschichte war ich schnell drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Zunächst in eine elfjähriges Mädchen, das beim rumkruschteln in der in der Tasche ihrer Mutter einen Zettel, der ihr Rätsel aufgibt. Außerdem in einer – überraschend unverschlossenen Schublade einen seltsamen Brief. Pauline wird von ihrer Wahloma Toni gebeten nach Wien zu reisen. Diesen Wunsch erfüllt sie ihr gerne. Ich war sehr gespannt auf den Nachlass den sie dort in Empfang nehmen sollte und noch mehr gespannt war ich, was da in früherer Zeit alles passiert war. Als Luzie Kühn nach Wien floh, war mir gleich klar, dass es für sie letztendlich auch dort nicht sicher war. Ich hatte richtig Angst, Goebbels würde sie bis dahin verfolgen. Doch das war ihm sicher zu beschwerlich, aber auch ohne seine Anwesenheit war Luzie nicht wirklich in Sicherheit. Denn die Braunhemden waren ja überall. Und wenn von denen sich einer etwas in den Kopf gesetzt hat das er haben wollte, gab er nicht auf. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen, denn ich weiß, dass Teresa Simons Recherche gründlich sind. Und man daraus wirklich noch etwas lernen kann. Einzig dass ein Personenverzeichnis fehlt, stört mich sehr. Denn ich liebe es, darin zu erfahren, wer historisch belegt, und wer erfunden ist. Eigentlich finde ich sowas Pflicht in einem Historischen Roman. Und deshalb ziehe ich normalerweise dann einen Stern ab, sollte ein solches Verzeichnis fehlen. Doch dieses Buch hat mich so mitgerissen, mich so vereinnahmt und in seinen Bann gezogen und super unterhalten, dass ich nicht umhin kann, trotzdem die volle Bewertungszahl zu vergeben.«
  18      1        – geschrieben von Lerchie
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