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Phönixnacht
Verfasser: Alexander R. Bloom (4)
Verlag: Eigenverlag (13358)
VÖ: 8. Februar 2019
Genre: Fantasy (9817)
Seiten: 267
Themen: Bahnhof (24), Journalisten (823), Lebensgefahr (195), Reisen (1753), Zug (117)
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Alexander R. Bloom für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alexander R. Bloom gibt es bei Facebook.
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     Aber wieso sollten sie in einem unbeleuchteten Bahnhofsgebäude warten, wenn die Waggons hell erleuchtet waren. Und warum brannte im Zug überhaupt Licht? Gab es Notakkus für Züge, wenn der Strom ausfiel? Ich wusste es nicht.
     Resigniert ging ich auf das Bahnhofsgebäude zu, alt und grau wirkte es im fahlen Licht der Nacht. Über dem Eingang hing ein verrostetes Schild. Ich trat näher heran, die vergilbten Buchstaben ließen sich kaum mehr entziffern, doch nach einigen Versuchen entlockte ich dem Schild seinen Namen. Grunwalde, seltsam, von dem Ort hatte ich noch nie gehört. Ich versuchte, die verwitterte Eingangstür zu öffnen, mit einem lauten Knarren gab sie nach.
     Die kleine Wartehalle war nüchtern und sachlich eingerichtet, so wie in den meisten Bahnhöfen. Auf der rechten Seite standen mehrere Holzbänke. Gegenüber befand sich ein kleiner Fahrkartenschalter. Einer der alten Sorte mit einer Glasscheibe und einer ovalen Öffnung in der Mitte. Natürlich geschlossen. Die Wände waren bis auf eine Höhe von drei Metern gekachelt. Die Farbe ließ sich nicht mehr ermitteln, ähnelte am ehesten aber einem schmutzigen Braun. Der Putz darüber bestand aus einem ehemaligen Weiß, das sich mittlerweile in ein Grau-beige-Gemisch verwandelt hatte.
     Es roch nach kaltem Zigarettenrauch, altem Gemäuer und Eisenbahn. Verstaubte Neonröhren, von denen die Hälfte bereits ausgefallen war, verbreiteten ein schummriges Licht. Es war dermaßen schwach, dass es von außen nicht zu sehen gewesen war. Damit hatte sich meine Stromausfall-Theorie endgültig erübrigt.
     Plötzlich hörte ich irgendwo hinter mir eine Tür zuknallen. Erschrocken drehte ich mich um, dann ertönte das rhythmische Rattern von Rädern, erst langsam, dann zunehmend schneller und lauter.
     Scheiße, der Zug!
     »Stopp, anhalten«, schrie ich – als ob das etwas nützen würde, und stürmte hinaus auf den Bahnsteig.
     Der Zug beschleunigte weiter. Ich rannte neben ihm her und versuchte, einen Türgriff zu packen. Das Herz schlug mir bis zum Hals. Jetzt rächte sich meine Faulheit – mir fehlte die Kondition. Doch ich gab nicht auf, nur noch ein paar Zentimeter trennten mich von dem Türgriff, meine Fingerspitzen berührten kaltes Metall. Ich machte einen Sprung nach vorne, doch in dem Moment nahm der Zug deutlich an Fahrt auf, ich fasste ins Leere und strauchelte, keuchend blieb ich stehen. Die roten Rücklichter des letzten Waggons blickten wie schadenfroh auf mich zurück. Verdammt, ich hätte mich ohrfeigen können, ich bin mir nicht mal sicher, dass ich es nicht tat.
     Nachdem ich wieder halbwegs zu Atem gekommen war, begann ich, meine Umgebung näher zu betrachten. Der Bahnsteig war zu großen Teilen mit Unkraut überwuchert, das zeugte nicht gerade von regem Reisebetrieb. Genau genommen sah es eher so aus, als würden hier schon seit Jahren keine Züge mehr halten.
     Auf der gegenüberliegenden Seite der Gleise befand sich ein Kiefernwäldchen. Ein Windstoß fuhr mit unheimlichem Rauschen durch seine Zweige. Außer dem Bahnhof selbst entdeckte ich keine weiteren Gebäude, alles wirkte gespenstisch und verlassen. Ich ging zurück in die Wartehalle. Neben dem Schalter hing ein Fahrplan, doch ich wurde enttäuscht, auf dem vergilbten Papier ließ sich nichts mehr erkennen. Die Schrift war total ausgeblichen, der Plan musste Jahrzehnte alt sein. Erneut lief mir ein kalter Schauer den Rücken hinunter.
     Beunruhigt durchquerte ich die Halle und trat durch den vorderen Ausgang hinaus auf einen kleinen Vorplatz. Verwundert blickte ich mich um. Es gab keinerlei Anzeichen einer Ortschaft, zumindest nicht in unmittelbarer Nähe. Allerdings konnte man bei dem schwachen Mondlicht nicht sehr weit sehen. Eine schmale Straße führte ins Irgendwo. Seltsam, Bahnhöfe baute man normalerweise nicht mitten in die Wildnis.
     Erschöpft setzte ich mich auf eine Bank. Was für ein Teufel hatte mich geritten, mitten in der Nacht aus dem Zug zu steigen? Nun saß ich auf einer kleinen Provinzstation fest, an der mit ziemlicher Sicherheit nachtsüber keine Züge hielten.
     Es gab keinen Handyempfang, das hatte ich schon gecheckt. Auch Telefonzellen suchte man hier vergebens. Taxis und Busse? Fehlanzeige! Und weit und breit kein einziger Mensch.
     Wo waren die ganzen Fahrgäste? Was hatte sie veranlasst, aus dem Zug zu steigen? Und warum hatte man mich nicht geweckt? Fragen über Fragen, die sich nicht beantworten ließen, noch nicht zumindest. Obwohl die ganze Situation etwas Unheimliches an sich hatte, packte mich doch die Neugier, das Rätsel zu lösen. Vermutlich gehörte das zu meiner Berufsehre, wo andere sich einfach nur nach Hause wünschten, witterte ich eine geheimnisvolle Story.
     Oder gab es für all das doch eine simple Erklärung? Womöglich hatte es einen unvorhergesehenen Zugwechsel gegeben, wegen einer Panne beispielsweise. Aber normalerweise hätte man mich dann geweckt. Normalerweise!
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