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Phönixnacht
Verfasser: Alexander R. Bloom (4)
Verlag: Eigenverlag (13110)
VÖ: 8. Februar 2019
Genre: Fantasy (9652)
Seiten: 267
Themen: Bahnhof (23), Journalisten (815), Lebensgefahr (195), Reisen (1722), Zug (113)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Alexander R. Bloom für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alexander R. Bloom gibt es bei Facebook.
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     »Ich muss auf eine Messe, ich arbeite redaktionell, es ist also eine Dienstreise.«
     Sie warf mir einen anerkennenden Blick zu. »Das hört sich interessant an, du hast sicher ein aufregendes Leben.«
     »Es ist eine Messe für Baumaschinen.«
     »Okay, spannend streiche ich wieder«, rief sie lachend.
     Wir unterhielten uns noch ein paar Minuten, schließlich deutete sie in Richtung ihres Abteils.
     »Ich werde mich mal zurückziehen und ein wenig lesen. Wenn dir langweilig wird, weißt du ja, wo du mich findest.«
     Ich nickte und wünschte ihr noch eine angenehme Fahrt.
     Baskenmütze war noch nicht ins Abteil zurückgekehrt. Erleichtert schaltete ich das grelle Abteillicht ab und knipste die kleine Leselampe über meinem Sitz ein. Sie verbreitete ein angenehm warmes Licht. Eine Zeit lang arbeitete ich an meinen Unterlagen und machte mir Notizen für den morgigen Messebesuch, doch das leichte Schaukeln machte mich schnell müde. Daher riss ich die Packung des ersten Schokoriegels auf und biss genüsslich hinein, dazu trank ich ein paar Schlucke Cola. Es half nichts. Die Hitze der letzten Wochen, die anstrengende Arbeit, das gleichmäßige Rattern des Zuges, all das trug dazu bei, dass ich bereits nach wenigen Minuten in einen tiefen Schlummer fiel.


Kapitel 2


Als ich aufwachte, stand der Zug. Waren wir bereits in Hannover? Verschlafen blickte ich aus dem Fenster, aber es war nichts zu erkennen, weder ein Bahnsteig noch irgendwelche Lichter.
     »Wo sind wir?«, fragte ich gähnend. Niemand antwortete. Erstaunt blickte ich mich um, Baskenmütze war immer noch nicht zurück.
     Seufzend lehnte ich mich an die Kopfstütze und schloss die Augen. Es dauerte nicht lange, bis ich erneut eindöste.
     Das Zischen eines Ventils ließ mich wieder hochschrecken. Keine Ahnung, ob mittlerweile Stunden oder nur Minuten vergangen waren. Wir standen noch immer, oder schon wieder?
     Wie spät war es? Kurz vor 22.30 Uhr, der Zug musste also irgendwo zwischen Hamburg und Hannover stehen, vermutlich auf freier Strecke vor einem roten Signal.
     Ich trat auf den Gang, er war leer. Auch aus dem Gangfenster konnte man nicht viel erkennen, ich öffnete es und beugte mich hinaus, schemenhaft konnte ich ein paar Bäume und Büsche entdecken, sonst nichts. Kein Bahnhof, keine Lichter, weder Häuser noch Straßen. Gelangweilt ging ich ins Abteil zurück und rekelte mich in das Polster. Ungeduldig wartete ich darauf, dass wir weiterfuhren.
     Nach einer viertel Stunde fing ich an, mich zu wundern. Erst jetzt fiel mir auf, dass es erstaunlich ruhig war, nirgendwo hörte man Stimmen, auch kein Klappern oder dergleichen, das einzige Geräusch war das Zischen eines Ventils irgendwo unter dem Waggon.
     Wieso fuhr der Zug nicht weiter? Ich beschloss, einen Rundgang durch die Wagen zu machen, vielleicht konnte mir der Schaffner sagen, warum wir hier so lange hielten.
     Langsam lief ich den Gang entlang und schaute dabei in die Abteile, sie waren alle leer. Beunruhigt durchquerte ich den nächsten Wagen, auch dort gab es keine Fahrgäste. Weiter ging es nicht, vor mir befand sich nur noch die Lok. Ich kehrte um und gelangte zu den Schlaf- und Liegewagen. Die meisten Abteiltüren standen offen und gewährten den Blick auf verwaiste Betten.
     »Hallo, ist hier jemand?«
     Wie befürchtet, strafte mich die Antwort mit Schweigen. Anscheinend war der gesamte Zug leer. Ich lief weiter bis zum letzten Wagen. Nichts, keine Menschenseele. Das konnte doch nicht angehen, irgendetwas stimmte hier nicht.
     Bevor ich ganz durchdrehte, ermahnte ich mich zur Ruhe, es musste eine einfache Erklärung für den verlassenen Zug geben. Vermutlich war ich in Hamburg gar nicht in den Nachtzug nach München gestiegen, sondern in irgendeine Vorortbahn. Diese hatte, während ich schlief, den Endbahnhof erreicht, die Fahrgäste waren ausgestiegen und nun befanden wir uns irgendwo auf einem Abstellgleis.
     Nein, diese Erklärung konnte nicht stimmen, so gerne ich sie auch geglaubt hätte, denn dann wären gleich mehrere Personen aus Versehen in den falschen Zug gestiegen, unter anderem Stupsnase und Baskenmütze. Das hielt ich für ziemlich unwahrscheinlich. Außerdem führten Vorortzüge keine Schlaf- und Liegewagen mit sich, es musste also eine andere Erklärung geben.
     War die Strecke womöglich durch einen Unfall gesperrt und man hatte die Fahrgäste in Busse umsteigen lassen? Warum hatte man dann aber ausgerechnet mich vergessen? Es war doch wohl zu Recht anzunehmen, dass man in so einem Fall die Abteile durchgeschaut hätte, und ein schlafender Reisender wäre dem Zugpersonal bestimmt aufgefallen.
     Es half nichts, wenn ich Antworten haben wollte, musste ich aussteigen. Zögernd ging ich zum Ende des Waggons und griff nach dem Hebel der Tür. Ein kalter Schauer kroch mir den Rücken hinunter. Seltsam, ich galt doch sonst nicht als besonders ängstlich. Mit klopfendem Herzen öffnete ich die Tür und blickte in die Finsternis hinaus.
     Zunächst sah ich nichts, nur langsam gewöhnten sich meine Augen an die Dunkelheit. Allmählich tauchte vor mir ein schemenhafter Umriss auf. Ein Gebäude. Davor erstreckte sich, parallel entlang der Gleise, ein unbeleuchteter Bahnsteig, wir befanden uns also doch nicht auf freier Strecke.
     Ich stieg die Stufen hinunter. Der Mond schob sich hinter einer Wolke hervor und hüllte die Szene in einen silbernen Schimmer.
     Weder im Bahnhof noch in der Umgebung brannte ein Licht. Vielleicht hatte es einen größeren Stromausfall gegeben, womöglich war das die Erklärung. Wenn der Strom ausfiel, fuhren die Züge auf elektrifizierten Strecken nicht. Erleichtert atmete ich auf, in der Annahme, endlich eine Erklärung für den leeren Zug gefunden zu haben. Vermutlich warteten die Fahrgäste in der Wartehalle, bis es weiterging.
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