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Phönixnacht
Verfasser: Alexander R. Bloom (4)
Verlag: Eigenverlag (12096)
VÖ: 8. Februar 2019
Genre: Fantasy (9053)
Seiten: 267
Themen: Bahnhof (21), Journalisten (760), Lebensgefahr (182), Reisen (1602), Zug (104)
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Alexander R. Bloom für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alexander R. Bloom gibt es bei Facebook.
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     »Sie finden Ihre Arbeit also langweilig.«
     Ich setzte gerade an, das zu verneinen, doch dann schwieg ich. Es war nicht so, dass mir die Arbeit an sich keinen Spaß machte, aber auch meine Berufsgruppe wurde, wie so viele, nicht gerade mit Reichtum belohnt. Daher hatte ich mich auf eine der wenigen festen Stellen beworben, obwohl ich kein echtes Faible für Baumaschinen besaß. Nun musste ich technische Dokumentationen und Wartungshandbücher erstellen, manchmal auch Katalogblätter, spannend war das nicht gerade. Die Highlights bestanden aus gelegentlichen Dienstreisen auf Messen und zu anderen Filialen.
     »Es ist ein Job zum Geldverdienen und nicht, um sich zu vergnügen«, versuchte ich, mich zu verteidigen.
     Das ließ mein Abteilnachbar jedoch nicht gelten. »So sollten Sie nicht denken, wie viele Stunden arbeiten Sie pro Woche?«
     Stirnrunzelnd überlegte ich. Mit Überstunden kam ich auf rund fünfzig, wenn man die unbezahlten mitrechnete sogar auf sechzig manchmal auch siebzig.
     »Sehen Sie«, sagte Baskenmütze, als ich ihm die Zahl nannte. »Das sind rund zweihundertfünfzig Stunden im Monat und pro Jahr mehr zweitausendsiebenhundert, Sie verbringen eine Menge Lebenszeit mit Arbeit. Ich denke daher, Arbeit sollte schon überwiegend Spaß machen, finden Sie nicht?«
     Diesem Argument konnte ich einfach nicht widersprechen. Während meines Studiums hatte ich freiberuflich für einen regionalen Fernsehsender gearbeitet. Das hatte mir Spaß gemacht, leider reichte es auf Dauer nicht zum Leben. Vielleicht hätte ich mir vor der anschließenden Bewerbungsphase ein wenig mehr Gedanken um meine zukünftige Branche machen sollen. Wartungshandbücher und technische Dokumentationen hauten einen nun mal nicht vom Hocker.
     »Ah, ich merke schon, Sie fangen an, nachzudenken«, rief Baskenmütze strahlend. Er zwinkerte mir zu. »Na dann arbeiten Sie mal fleißig, ich will Sie auch nicht weiter stören.«
     Dieser Aufforderung kam ich augenblicklich nach. Ich öffnete den Laptop und begann, einen Artikel zu überarbeiten.
     »Wissen Sie, das mit dem Schreiben ist ja nicht so ganz einfach«, fing Baskenmütze wieder an. Momentan musste ich ihm voll und ganz zustimmen.
     Er setzte eine verschwörerische Miene auf. »Ich habe es auch mal versucht, mit einem Roman über einen Getränkehändler, der Gurken in Flaschenform züchtet, um darin Gemüsesaft zu verkaufen, aber irgendwie wollte kein Verlag so richtig an meine Idee glauben. Ich denke ...«, er stockte unvermittelt. »Oh, ich möchte Ihnen nicht auf die Nerven gehen, Sie wollten ja arbeiten.«
     »Schon gut«, erwiderte ich. »Die Nacht ist noch jung.«
     Baskenmütze stand auf und zupfte seine Jacke zurecht. »Nein, nein, es ist schon richtig, was ich sage. Ich rede oft zu viel und merke dann nicht, wenn ich meinen Mitmenschen auf die Nerven gehe, aber nun haben Sie Ruhe, ich werde mich auf die Suche nach dem Speisewagen machen.« Mit einem knappen Nicken verschwand er auf dem Gang.
     Jetzt fühlte ich mich fast ein wenig beschämt, hatte ich ihm zu deutlich gezeigt, dass er mir auf die Nerven ging? Andererseits hatte mich unser Gespräch nachdenklich gemacht. Es stimmte, dass ich nicht wirklich zufrieden in meiner Firma war.
     Der Zug bremste ab und hielt kurz darauf in Hamburg-Harburg. Ich stand auf, ging auf den Gang und öffnete das Fenster. Hoffentlich stiegen nicht zu viele Fahrgäste ein, mir reichte schon ein verrückter Kauz in dieser Nacht.
     Auf dem Bahnsteig befanden sich zum Glück nur wenige Leute, in unseren Waggon stieg überhaupt niemand ein, erleichtert atmete ich auf, vielleicht wurde es wirklich noch eine ruhige Nacht, ein paar Stunden Schlaf konnte ich gut gebrauchen.
     Am Ende des Waggons trat eine weitere Person auf den Gang, es war Stupsnase. Als sie mich erkannte, lächelte sie mich zaghaft an, ich ging zu ihr herüber.
     »Na, ist das Buch doch nicht so spannend?«
     »Ich habe noch nicht angefangen, die Nacht ist ja noch jung. Und du? Bist du von diesem Telefonjunkie geflüchtet?«
     Zunächst wusste ich nicht, was sie meinte, doch dann begriff ich. »Du meinst Mr. Grimmig. Nein, der ist zum Glück abgehauen, vermutlich besticht er gerade einen Schlafwagenschaffner.«
     »Mr. Grimmig?« Stupsnase grinste mich an. »Der Name passt, er hat wirklich ein fieses Gesicht.«
     »Dafür habe ich einen neuen Abteilnachbar, er ist freundlicher, quatscht mich dafür pausenlos voll.«
     Stupsnase nickte verständnisvoll und deutete in ihr Abteil. Dort saß eine ältere Frau mit kurzen grauen Haaren. Sie hielt ein Buch in der Hand. »Du musst es so machen wie ich. Auf Nachtfahrten halte ich immer nach Leuten Ausschau, die lesen, dann hat man meistens seine Ruhe.«
     »Eine gute Idee«, gab ich ihr recht. »Anscheinend hast du Erfahrung mit Reisen.«
     Der Zug setzte sich wieder in Bewegung, einen Moment schauten wir schweigend aus dem Fenster.
     »Du fährst die Strecke öfter?«, fragte ich neugierig, mir gefiel Stupsnase.
     »Gelegentlich, mein Bruder wohnt in München.«
     »Und warum nachts?«
     »Warum denn nicht? Ich bin eine Nachteule, außerdem ist es nicht so hektisch wie tagsüber.«
     Die Lichter der Vorstadt zogen vorbei, wurden spärlicher und machten allmählich der Dunkelheit Platz.
     Der Schaffner kam und kontrollierte die Fahrkarten. Nachdem er gegangen war, wandte ich mich wieder an Stupsnase.
     »Bist du Hamburgerin?«
     Sie nickte. »Ja, aber vielleicht nicht mehr lange, ich habe mich an der Akademie der Bildenden Künste in München beworben.«
     »Eine gute Adresse für Kunst«, sagte ich anerkennend.
     »Eben drum. Ich möchte Bildhauerin werden, ich habe in Hamburg schon einige Projekte gemacht und sogar einen Preis gewonnen.« Sie holte ihr Handy hervor und zeigte mir ein paar ihrer Skulpturen, soweit ich es beurteilen konnte, hatte sie wirklich Talent. Ich bewunderte sie ein wenig, sie hatte einen Traum, den sie anscheinend konsequent verfolgte. Mir fiel meine Studienzeit ein. Von was hatte ich damals geträumt? Damals! Es war erst wenige Jahre her. Ich wollte als Korrespondent fürs Fernsehen arbeiten und die Welt bereisen, auch ein berühmter Schriftsteller zu werden, hätte mir gefallen, die Realität hatte mich freilich schnell eingeholt. Vielleicht war es die Angst gewesen, die mich dazu getrieben hatte, einen Job anzunehmen, der vermeintlich sicher, aber auch ziemlich langweilig war.
     »Was führt dich nach München?«, wollte Stupsnase wissen.
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