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Phönixnacht
Verfasser: Alexander R. Bloom (4)
Verlag: Eigenverlag (13110)
VÖ: 8. Februar 2019
Genre: Fantasy (9652)
Seiten: 267
Themen: Bahnhof (23), Journalisten (815), Lebensgefahr (195), Reisen (1722), Zug (113)
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Alexander R. Bloom für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alexander R. Bloom gibt es bei Facebook.
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     »Hallo, bist du noch dran? Hallo?«
     Anscheinend war die Verbindung plötzlich abgebrochen oder sein Gegenüber hatte einfach aufgelegt, was ich durchaus nachvollziehen konnte.
     Mr. Grimmig sprang auf und schnappte seine Aktentasche. »Dürfte ich mal bitte!« Mit schweren Schritten stampfte er an mir vorbei in den vorigen Waggon. Vermutlich würde er das Zugpersonal so lange zusammenstauchen, bis man ihm entnervt ein Schlafwagenabteil frei machte.
     Erleichtert seufzte ich auf, die gesamte Nacht mit diesem unangenehmen Zeitgenossen verbringen zu müssen, hätte mir gerade noch gefehlt. Ich holte meine Unterlagen sowie einen Stift aus meiner Tasche. Jetzt, wo das Abteil leer war, konnte ich mich in aller Ruhe auf den morgigen Termin vorbereiten.
     Das Klappern der Abteiltür ließ mich zusammenfahren.
     »Einen wunderschönen guten Abend«, sagte eine gut gelaunte Stimme hinter mir, sie hatte einen französischen Akzent. So viel zum Thema eigenes Abteil.
     Mit einem höflichen Gruß drehte ich mich um und blickte auf eine imposante Erscheinung. Ein Mann, ich schätzte ihn auf Ende vierzig, schaute mich lächelnd an. Er trug eine karierte Baskenmütze, hatte rotbraune Haare und Sommersprossen, war circa einen Meter fünfundsiebzig groß und fast ebenso breit. In der einen Hand hielt er eine verbeulte Tasche, in der anderen zwei klebrige Franzbrötchen. Augenblicklich strömte ein süßer Zimtgeruch durch das Abteil.
     »Ach, wären Sie so freundlich, meine Tasche vielleicht auch noch eben ...«, fragte er und verzog dabei schmerzhaft das Gesicht. »Mein Rücken, Sie verstehen.«
     »Na, klar«, entgegnete ich und griff nach seiner Tasche. Ächzend zuckte ich zusammen. »Oje, was haben Sie denn da drin, etwa Goldbarren?«
     Der Mann zwinkerte mir verschwörerisch zu. »Wer weiß, vielleicht habe ich soeben eine Bank ausgeraubt und bin auf der Flucht.« Als er mein erschrockenes Gesicht sah, winkte er beschwichtigend ab. »Keine Angst, ich bin nur ein armer Handelsreisender und in der Tasche befinden sich meine Arbeitsutensilien.«
     »Verstehe«, murmelte ich und setzte mich. Auch mein neuer Abteilnachbar nahm Platz, besser gesagt, er versuchte es. Die Sitze waren jedoch nicht für eine solche Masse an Kilos ausgelegt und so mühte er sich zunächst vergeblich ab. Irgendwie brachte er das Kunststück nach einigen Versuchen dennoch fertig, eine halbwegs gemütliche Sitzposition zu finden, mit einem Taschentuch wischte er sich den Schweiß von der Stirn.
     »Diese Dinger werden von Jahr zu Jahr enger«, schnaufte er.
     Ja, woran das wohl lag.
     Ich lächelte höflich. Vielleicht hätte ich ihm verraten sollen, dass man die Armlehnen hochklappen konnte.
     Nachdenklich blickte ich nach draußen, die Deichtorhallen zogen vor dem Fenster vorbei, gefolgt von der modernen HafenCity, schließlich rumpelte der Zug über die Elbbrücken der Norderelbe. Nun hatte die Fahrt begonnen, die mich nicht nur Richtung Süden bringen sollte, sondern auch dabei war, mein ganzes Leben zu verändern.
     »Fahren Sie auch nach München?«, riss mich mein Abteilnachbar aus meinen Gedanken.
     »Wie bitte?«, fragte ich irritiert.
     »Reisen Sie ebenfalls nach München?«, wiederholte er seine Frage.
     Ich nickte nur stumm.
     »Na wunderbar, dann können wir uns die Nacht sicher mit guten Geschichten verkürzen, Sie unterhalten sich doch gerne, oder?«
     Momentan hatte ich eigentlich keine Lust auf Konversation, daher zuckte ich unverbindlich mit den Schultern.
     Davon ließ sich Baskenmütze allerdings nicht abhalten. »Wissen Sie, ich pendele oft zwischen Brüssel und Hamburg hin und her, aber meistens mit dem Auto. Nur diese Woche nicht, der Wagen ist in der Werkstatt.« Mit einem großen Bissen verschwand das erste Franzbrötchen in seinem Mund. »Aber Zugfahren hat auch Vorteile«, sagte er kauend. »Man lernt immer so nette Leute kennen.«
     Ob ich seine Bekanntschaft als nett ansehen wollte, darüber war ich momentan noch unschlüssig. Es sprach ja nichts gegen eine kurzweilige Unterhaltung während einer Reise, aber falls mein Abteilnachbar vorhatte, die gesamte Fahrt über mit mir Small Talk zu halten, dann war das etwas anderes.
     Die Nacht breitete sich über der Stadt aus. Die ersten Lichter erstrahlten blass, so als wären sie noch ganz benommen von der flimmernden Hitze des Tages. Im Westen türmten sich schwere, dunkle Gewitterwolken auf und verdeckten die letzten Strahlen der untergehenden Abendsonne. Dann zuckten am Horizont die ersten Blitze über den Himmel. Ein unheimlicher und zugleich schöner Anblick, versprach er uns doch, bald ein wenig Abkühlung zu verschaffen.
     »Gibt es hier eigentlich einen Speisewagen?«, fragte Baskenmütze kauend.
     Na klar, diese Frage musste ja kommen, er hatte noch nicht einmal aufgegessen.
     »Keine Ahnung, ich glaube nicht«, sagte ich bedauernd und vertiefte mich in meine Unterlagen. Jetzt war die passende Gelegenheit, noch ein bisschen zu arbeiten. Baskenmütze schien da anderer Meinung zu sein.
     »Ich mache in Spirituosen«, erzählte er mir. »Spirituosen-Großhandel, Fachbereich Liköre.«
     Ich nickte anerkennend und versteckte mich wieder hinter den Papieren.
     »Und was machen Sie so?«
     Resigniert blickte ich auf und erzählte ihm von meiner Laufbahn als Journalist.
     »Sie sind also Reporter. Für wen arbeiten Sie, für das Abendblatt oder den Spiegel?«
     »Weder noch, ich bin für eine Firma tätig, die Baumaschinen und Baugeräte herstellt, nicht wirklich spannend.«
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