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Phönixnacht
Verfasser: Alexander R. Bloom (4)
Verlag: Eigenverlag (13106)
VÖ: 8. Februar 2019
Genre: Fantasy (9649)
Seiten: 267
Themen: Bahnhof (23), Journalisten (815), Lebensgefahr (195), Reisen (1722), Zug (113)
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Alexander R. Bloom für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alexander R. Bloom gibt es bei Facebook.
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     Vor den Schlafwagen ging es gesitteter zu. Ein Mann in einem verknitterten Anzug und mit einer dicken Hornbrille auf der Nase half einer großen rothaarigen Frau mit einem anzüglichen Grinsen die Stufen hinauf, auch wenn es womöglich nicht seine eigene war, anscheinend freute er sich schon auf die Nacht.
     Am anderen Ende des Waggons schnauzte ein weiterer Anzugträger den Schlafwagenschaffner an, er hatte eine Glatze und einen auffallend grimmigen Blick.
     »Eine Unverschämtheit ist das, ich habe doch wohl Anspruch auf ein Schlafwagenabteil«, rief er außer sich.
     »Es tut mir leid, aber wir sind ausgebucht«, versuchte der Schaffner, ihn zu beruhigen. »Wenn Sie nicht reserviert haben, können wir Ihnen kein Bett garantieren und schon gar kein komplettes Abteil.«
     Mr. Grimmigs Gesicht bekam eine ungesunde Farbe, er plusterte sich regelrecht auf. »Sie wissen wohl nicht, wer ich bin. Meine Firma wird sich bei Ihrem Chef beschweren, suchen Sie sich lieber schon mal einen neuen Job.«
     Deine Firma hätte mal besser daran getan, dir ein Abteil zu reservieren, dachte ich und lief weiter.
      Endlich folgten die Sitzwagen. Hier war der Bahnsteig erstaunlich leer, ich stieg ein. Es war ein älterer Abteilwagen, einer von der Sorte, die heute nur noch selten fuhren. So einen hatte ich das letzte Mal vor zehn, fünfzehn Jahren gesehen. Diese Dinger waren wenigstens noch bequem und versprühten einen gewissen Charme, wenngleich sie etwas altmodisch rochen. Die meisten Abteile waren nur mäßig besetzt und ich fand sogar ein leeres, ganz für mich allein. Anscheinend zogen es die Fahrgäste vor, in dieser Nacht liegend zu reisen, mir sollte es recht sein.
     Natürlich herrschte auch hier eine erdrückende Hitze, anscheinend besaß der Waggon keine Klimaanlage, der Schweiß rann mir in Strömen den Rücken hinunter, ich öffnete das Fenster und ließ mich in das weiche Polster fallen. Gierig trank ich einen Schluck Cola. Hoffentlich war es kein Fehler, nur eine Flasche gekauft zu haben. Dass Durst das geringste Problem in dieser Nacht sein würde, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
     Auf dem Nachbargleis fuhr gerade ein ICE ein. Gedankenverloren blickte ich auf die vorbeigleitenden Wagen. Plötzlich wurde die Tür mit einem Ruck aufgerissen, erschrocken drehte ich mich um, Mr. Grimmig, der eben noch den Schlafwagenschaffner zusammengestaucht hatte, betrat das Abteil.
     »Hallo!«
     »Hallo«, grüßte ich zurück.
     »Rate mal, was mir eben passiert ist.«
     Erst jetzt bemerkte ich das Bluetooth-Headset an seinem Ohr, er hatte also gar nicht mich begrüßt, sondern seinen Gesprächspartner, wie peinlich.
     Ohne mich überhaupt wahrzunehmen, ließ Mr. Grimmig sich auf den Sitz an der Tür fallen.
     »Was fällt dir eigentlich ein, wegen deiner Inkompetenz muss ich heute Nacht im Sitzen reisen, weißt du überhaupt, wie unwürdig das ist? Und so was nennt sich Chefsekretärin.«
     Der hatte vielleicht Sorgen. Warum musste ausgerechnet ein solcher Zeitgenosse mein Abteil betreten.
     Stupsnase fiel mir wieder ein, ob sie noch den Zug erreichen würde? Ich erhob mich, um aus dem Gangfenster nach ihr Ausschau zu halten. Mr. Grimmig hatte die Beine ausgestreckt und diskutierte weiter aufgebracht mit seiner Sekretärin.
     »Entschuldige, dürfte ich vielleicht mal vorbei?«
     Er beachtete mich überhaupt nicht. »Es ist mir egal, wie kurzfristig das war, wenn ich schon mit dem Nachtzug reisen muss, dann bestehe ich auf ein Schlafwagenabteil.«
     Seufzend stieg ich über seine Beine hinweg und trat auf den Gang. Noch zwei Minuten bis zur Abfahrt, ich lehnte mich aus dem Fenster. Der Bahnsteig war mittlerweile deutlich leerer, trotzdem konnte ich Stupsnase nirgends entdecken, vermutlich stand sie immer noch in der Buchhandlung in einer langen Warteschlange vor den Kassen, ich hatte sie ja gewarnt.
     Ein Mann in einem verschlissenen Parker durchstöberte die Mülleimer nach Pfandflaschen, zwei Tauben pickten unter einer Bank Brotkrümel auf. Dann verkündeten die Lautsprecher die Abfahrt des Zuges, die Türen schlossen sich klappernd. Endlich entdeckte ich sie. Stupsnase rannte am Bahnsteig auf eine Tür zu und rüttelte an ihr. Keine Chance. Einen Waggon weiter gab ihr der Schaffner hektische Winkzeichen, bei ihm einzusteigen. Stupsnase rannte auf ihn zu und sprang durch die Tür. Die Trillerpfeife hallte durch die Halle, mit einem Ruck setzte sich der Zug in Bewegung.
     Es dauerte nicht lange, bis Stupsnase auf dem Gang erschien, anscheinend hatte sie ebenfalls nur einen Sitzplatz für die Nacht.
     Als sie mich erkannte, hielt sie mit einem siegreichen Lächeln ein Buch hoch. »Geschafft, die Nacht ist gerettet.«
     Ich deutete auf mein Abteil. »Wenn du möchtest, kannst du dich gerne zu mir setzen, es sind noch vier Plätze frei.«
     Sie warf einen skeptischen Blick auf Mr. Grimmig, der immer noch mit finsterer Miene telefonierte. »Du, lass mal, ich suche mir lieber ein ruhiges Abteil.«
     »Ja, kann ich gut verstehen«, entgegnete ich ein wenig enttäuscht.
     »Kannst mich nachher ja mal besuchen«, rief sie über die Schulter hinweg, während sie den Gang weiter entlanglief.
     Am liebsten wäre ich ihr sofort gefolgt, doch da sie gerne lesen wollte, erschien mir das ein wenig zu aufdringlich.
     Ich war gerade dabei, mich wieder auf meinen Platz zu begeben, als Mr. Grimmig unvermittelt den Kopf hob und mich empört anblickte.
     »Würden Sie bitte mein Abteil verlassen, während ich telefoniere!«
     Entgeistert starrte ich ihn an. Was fiel diesem aufgeblasenen Großmaul eigentlich ein, immerhin hatte ich das Abteil zuerst in Beschlag genommen.
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