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Phönixnacht
Verfasser: Alexander R. Bloom (4)
Verlag: Eigenverlag (12163)
VÖ: 8. Februar 2019
Genre: Fantasy (9094)
Seiten: 267
Themen: Bahnhof (22), Journalisten (764), Lebensgefahr (183), Reisen (1612), Zug (106)
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Alexander R. Bloom für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alexander R. Bloom gibt es bei Facebook.
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Kapitel 1


Jeden Tag passieren etwa fünfhundertfünfzigtausend Fahrgäste den Hamburger Hauptbahnhof. Menschen steigen ein, andere aus, sie alle gehen ihrer Wege. An diesem Abend war ich einer von ihnen. Als ich aus der S-Bahn stieg, ahnte ich noch nicht, dass soeben die nervenaufreibendste Nacht meines Lebens begann. Hätte ich es gewusst, wäre ich womöglich sitzen geblieben und einfach weitergefahren. Doch ich wusste es nicht und so änderte sich in dieser Nacht mein gesamtes Leben.
     Es war ein heißer Spätsommerabend, selbst in der Bahnsteighalle war es heute drückend heiß und kein Lufthauch regte sich. Meine Kleidung klebte klamm am Körper. Durstig beobachtete ich die Reisenden um mich herum, abgehetzt und verschwitzt eilten sie mit ihrem Gepäck hinunter zu den Gleisen.
     Unentschlossen blickte ich auf die Uhr, noch fünfzehn Minuten bis zur Abfahrt. Da ich nicht sicher war, ob der Nachtzug einen Bistrowagen mit sich führen würde, entschloss ich mich, noch schnell was zu trinken zu kaufen.
     Draußen dämmerte es bereits. Ich kämpfte mich durch das dichte Gedränge in der Wandelhalle und eilte die Treppe hinauf in Richtung Supermarkt. Als ich die langen Schlangen an den Kassen sah, bereute ich bereits meinen Entschluss, was nutzte ein erfrischender Schluck, wenn ich dabei den Rücklichtern des Zuges hinterherblicken konnte.
     Der Durst gewann die Oberhand. Ich stürzte an den Kassen vorbei in den Markt, der Securitymann beäugte mich misstrauisch.
     »Mein Zug fährt gleich«, rief ich entschuldigend.
     »Vielleicht mal zehn Minuten eher kommen«, brummte er zurück, wenigstens lächelte er dabei. Im Grunde hatte er ja recht.
     Ich schnappte mir eine Cola und eine Packung Salzkekse, die vermutlich mehr Zucker als Salz enthielten, sowie zwei Schokoriegel – wenn schon Zucker, dann richtig – und quetschte mich an einigen Kunden vorbei in Richtung der Kassen. Ungeduldig stellte ich mich an der kürzesten der drei Warteschlangen an.
     Vorsorglich holte ich meine Brieftasche hervor und begann, darin herumzukramen, im selben Moment piepte mein Handy, ich schaute aufs Display, es war meine Ex: Hi Felix, ich wünsche dir eine gute Fahrt und viel Erfolg morgen, berichte mir, wie es gelaufen ist.
     Irgendwie hatte sie herausbekommen, dass ich wegfuhr. Seit wir uns vor einem Dreivierteljahr getrennt hatten, nutzte sie jede Gelegenheit, den Kontakt wieder aufzunehmen, warum begriff sie nicht endlich, dass es vorbei war.
     Als ich mein Handy wieder einsteckte, fiel mir eine Handvoll Münzen klirrend auf den Boden. Der Securitymann warf mir erneut einen Blick zu, einen von der Sorte: Ich behalte dich im Auge!
     Wie sich herausstellte, hatte ich mal wieder die langsamste aller Kassen erwischt, darin bin ich echt gut, es gelingt mir bei fast jedem Einkauf.
     Als ich endlich an der Reihe war – beinahe jedenfalls, eine ältere Dame stand noch zwischen mir und dem Ziel –, vernahm ich ein Räuspern hinter mir. Mir schwante, dass mich gleich jemand ansprechen würde, vorsorglich drehte ich mich um, vor mir stand eine zierliche Frau. Sie war gut einen Kopf kleiner als ich, hatte kurze schwarze Haare und eine Stupsnase. Meiner Schätzung nach war sie drei bis vier Jahre jünger als ich, jedoch höchsten Mitte zwanzig.
     »Hi, ich möchte ja nicht unhöflich erscheinen«, sagte Stupsnase mit einem entschuldigenden Lächeln. »Könntest du mich vielleicht vorlassen, mein Zug fährt in wenigen Minuten.«
     Ich zögerte, niedlich hin oder her, aber auch bei mir drängte die Zeit, außerdem hatte sie doppelt so viele Artikel auf dem Band. Sie bemerkte mein Zögern und schaute mich bittend an.
     »Ich muss den Nachtzug nach München erwischen und möchte vorher noch in die Buchhandlung.«
     Langsam fing ich mich wieder. »Dann haben wir es beide wohl gleichermaßen eilig, ich fahre ebenfalls nach München, aber das mit der Buchhandlung kannst du dir abschminken, der Zug fährt in sieben Minuten.«
     »Das Buch ist nicht verhandelbar«, sagte sie mit gespieltem Ernst. »Ohne was zu lesen, halte ich diese langen Nachtfahrten einfach nicht aus.«
     »Na, dann gehe schon vor«, sagte ich großmütig. Zu den Gleisen war es nicht weit, sieben Minuten reichten dafür normalerweise aus. Ob Stupsnase ihr Buch allerdings im Zug oder eher die Nacht über auf dem Bahnsteig lesen würde, darüber wollte ich lieber keine Wette abschließen.
     Mit einem dankbaren Lächeln packte sie ihre Sachen vor meine, zahlte und verließ eilig den Laden. Auch ich bezahlte mein spartanisches Abendessen und machte mich auf zu Gleis vierzehn.
     Auf dem Bahnsteig empfing mich hektische Betriebsamkeit, Abschied und Reisefieber. Die Leute drängelten sich vor den Türen. Ich stieg die Treppe hinunter und lief am Zug entlang, auf der Suche nach den Sitzwagen. Diese befanden sich weiter vorne und so musste ich ein gutes Stück laufen. Zum Glück bestand mein Gepäck lediglich aus einer leichten Tasche, denn ich hatte vor, nur einen, maximal zwei Tage in München zu bleiben, trotzdem begann ich wieder zu schwitzen. Kein Wunder, selbst um diese Uhrzeit waren es noch fast dreißig Grad und die schwüle Luft ließ sich beinahe schneiden.
     Bei den Liegewagen herrschte dichtes Gedränge. Ungeduldig drängelte sich eine Horde junger Rucksacktouristen an den Türen. Einige warfen ihr Gepäck einfach durch das Fenster ins Abteil, während andere ihre Rucksäcke und Taschen stolpernd durch den schmalen Gang zerrten. Denjenigen, die längst in ihrem Abteil saßen, fiel in letzter Minute ein, dass sie ihren Trinkvorrat an Dosenbier schon auf dem Weg zum Bahnhof verbraucht hatten, und so stürmten sie den Gang wieder zurück nach draußen, begleitet von dem Fluchen der Einsteigenden.
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