Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
42.333 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Legolas56«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
HARDCOVER
 
Die Spionin der Charité
Verfasser: Christian Hardinghaus (5)
Verlag: Europa (30)
VÖ: 8. Februar 2019
Genre: Historischer Roman (3700)
Seiten: 240
Themen: Berlin (917), Charité (5), Nationalsozialismus (244), Spionage (201), Vierziger Jahre (164), Widerstand (96)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,00 (100%)
auf Basis von einem Blogger
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
50%
2
50%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Eine Durchschnittsnote wird erst angezeigt, wenn 10 Stimmen abgegeben wurden.
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Spionin der Charité« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (4)     Blogger (1)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 8. Juli 2019 um 13:17 Uhr (Schulnote 2):
» Eigentlich hatten sich die Mitglieder des »Donnerstagsclub« geschworen, nie über ihre Aktivitäten zu sprechen. Aber als im Jahr 1974 wieder einmal das Gedenken anlässlich des Hitlerattentats ansteht, weiß die 56-jährige Lily Kolbe, dass es Zeit ist, das Schweigen zu brechen. Sie setzt sich mit Eddie Bauer, einem Journalisten der "New York Times", in Verbindung.
Lily Kolbe war Chefsekretärin Sauerbruchs. Sie sollte Fritz Kolbe, der Mitarbeiter des Außenministeriums war, bespitzeln, doch dann verliebt sie sich in Kolbe und heiratet ihn. Professor Sauerbruch, ihr Mann und noch andere Ärzte der Charité hatten sich zusammengeschlossen, um im Geheimen gegen die Nazis zu kämpfen. Doch konnte das gutgehen? Als die Charité immer mehr überwacht wurde, drohten sie aufzufliegen. Gab es innerhalb der Gruppe einen Verräter?
Doch Lily weiß nicht mehr, wem sie trauen kann, als sie bemerkt, dass sie auch im Jahr 1974 überwacht wird.
Vor einiger Zeit habe ich bereits das Buch „Ein Held dunkler Zeit“ von Christian Hardinghaus gelesen, was mir sehr gefallen hat. Daher war ich auch auf dieses Buch gespannt und wurde auch nicht enttäuscht.
Es ist eine Geschichte, die historische Fakten mit Fiktivem verknüpft. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und die Tätigkeit von Professor Sauerbruch wird noch einmal ganz besonders beleuchtet. Es ist grandios, was die Ärzte, Schwestern und Pfleger in der Charité während der Kriegszeiten geleistet haben. Lily ist eine mutige Person, die für ihre Überzeugungen kämpft und sie überzeugt auch Kolbe.
Es ist eine spannende und lesenswerte Geschichte, die an eine sehr dunkle Zeit erinnert.«
  8      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 24. Juni 2019 um 20:59 Uhr:
» Aufschlussreich und lesenswert

Lange hat sie geschwiegen, doch beim 30. Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler, am 20. Juli 1974 platzt Lily Kolbe der Kragen. Regelmäßig werden an die Helden dieses Tages erinnert. Jedoch an ihren Mann Fritz Kolbe und auch ihren Chef Ferdinand Sauerbruch, die zusammen mit vielen anderen Ärzten der Charité im Untergrund gegen die Nazis gekämpft hatten, erinnert sich niemand. Die acht Mitglieder des "Donnerstagsklubs" hatten sich allerdings auch nach dem Krieg geschworen, alles geheim zu halten. So beschließt Lily sich an den Journalisten Eddie Bauer von der New York Times zu wenden und die Geschichten zu offenbaren. Nach einigen Tagen kommen ihr jedoch Zweifel ob sie das richtige tut, denn sie findet in ihrem Telefonhörer eine Wanze versteckt. Auch hat sie den Verdacht, dass jemand nach ihren alten Unterlagen gesucht hat. Kann Lily dem Journalisten wirklich trauen, oder steckt noch mehr dahinter?

Dieses Buch war wieder eines der spannenden Geschichtsbücher aus vergangenen Zeiten. Nicht nur das wir als Leser erfahren, wie Professor Sauerbruch in der Charité agierte und operierte, erfahren wir auch wie es kam, dass er sich aktiv in den Widerstand einbrachte. Das ganze Erlebte wird sehr anschaulich von Lily als unmittelbarer Beteiligter erzählt. Es ist absolut lesenswert und auch noch ungemein spannend. Die Vermischung von persönlich Erlebtem mit Fakten bringen dem Leser die Zeitgeschichte sehr nah und sind ungemein fesselnd.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und fünf verdiente Lesesterne.«
  11      0        – geschrieben von Xanaka
Kommentar vom 16. Mai 2019 um 21:15 Uhr:
» Das stille Heldentum

Die aus Danzig stammende Lily Kolbe ist bereits seit drei Jahren Witwe, als ein amerikanischer Journalist namens Edward Bauer Kontakt zu ihr aufnimmt. Als Lily ihm ein umfangreiches Interview über ihren verstorbenen Ehemann Fritz Kolbe und die Aktivitäten ihrer Widerstandsgruppe, den sogenannten „Donnerstagsclub“ zusagt, fliegt er kurzerhand zu ihr nach Bern. Dem Leser offenbart sich in Folge die Lebensgeschichte eines deutschen Beamten, der als Widerstandskämpfer in der Zeit des Nationalsozialismus und als unbezahlter Agent im Auswärtigen Amt arbeitete. Christian Hardinghaus gewährt darüber hinaus Einblicke in das Leben und Wirken eines der bedeutendsten und einflussreichsten Chirurgen des 20. Jahrhunderts, Dr. Ferdinand Sauerbruch. Historische Fakten werden zu einem eindrucksvollen und fesselnden Roman verwoben und man erfährt von Sauerbruchs Ablehnung des Antisemitismus und des Nationalsozialismus, seiner Mitgliedschaft an der regimegegnerischen „Mittwochsgesellschaft“ und seinen einflussreichen Bekannten, Freunden und Gönnern, dank derer es Sauerbruch mehrfach gelang, sich einer Verhaftung zu entziehen. Im Zuge des Interviews erzählt die Protagonistin Lily Hartmann von ihrer Anstellung als Sekretärin bei diesem berühmten Arzt, dem Alltag in der Charité sowie ihren eigenen Aktivitäten im Widerstand. Der Autor thematisiert die „Aktion Gnadentod“ – eine Auslöschung unwerten Lebens, angeordnet von Adolf Hitler. Ganz besondere Aufmerksamkeit ist jenen Menschen gewidmet, die sich unter der Leitung von Dr. Sauerbruch gegen die Nazis stellen und sich wöchentlich als „Donnerstagsclub“ treffen. Fritz Kolbes Hass auf den Krieg und seine Aversion gegen das Naziregime machen ihn zu einem äußerst willkommenen Mitglied, dem sie hoch brisantes Geheimmaterial zu verdanken haben. Das oberste Ziel des Donnerstagsclub ist es, die Niederlage der Nationalsozialisten zu beschleunigen. Und so spielen sie den Alliierten wichtige Dokumente in die Hände und riskieren dabei mutig das Leben aller Beteiligten.

Christian Hardinghaus versteht es hervorragend, historische Fakten auf spannende, unterhaltsame und emotional berührende Art und Weise zu vermitteln. Der vorliegende Roman ist in einnehmendem und flüssigem Schreibstil verfasst, die Charakterzeichnung der handelnden Personen weist hohe Authentizität auf und bezieht den Leser emotional tief ins Geschehen ein. Der an sich bereits zutiefst erschütternde historische Part wird durch eine Handlung im Juli 1974 ergänzt, in der Fritz Kolbes Witwe sich ohne zu wissen in große Gefahr begibt. Ihr ist es ein Anliegen, den Donnerstagsclub unter der Leitung von Dr. Sauerbruch bekannt zu machen, und so liefert sie dem Journalisten der New York Times freimütig Daten und Fakten.

Man taucht als Leser dieses Buches unweigerlich tief in die Zeit des Zweiten Weltkrieges ein, erlebt das Grauen der Naziherrschaft und dessen furchtbare Auswirkungen. Zugleich aber wird jenen Menschen ein Denkmal gesetzt, die sich unter Einsatz – und meist auch unter dem Verwirken - ihres eigenen Lebens gegen Adolf Hitler und seine Schergen auflehnten und alles dafür gaben, diesem Krieg endlich ein Ende zu bereiten. Für mich persönlich stellte „Die Spionin der Charité“ ein höchst emotionales und bewegendes Leseerlebnis dar, ein Mahnmal, das an eine dunkle Epoche unserer Geschichte erinnert, eine Lektüre, die ich uneingeschränkt weiterempfehle.«
  13      0        – geschrieben von LEXI
Kommentar vom 19. März 2019 um 15:48 Uhr (Schulnote 1):
» Mehr als gelungener historischer Roman zu einer umstrittenen Figur der deutschen Geschichte

Der Arzt Ferdinand Sauerbruch gehört mit Sicherheit zun den schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Geschichte. Als Chirurg unbestritten ein Genie, fällt die Bewertung seiner Rolle während des zweiten Weltkrieges bisher bedeutend zwiespältiger und widersprüchlicher aus.
Der Historiker und Autor Christian Hardinghaus hat sich nun unter Bezugnahme auf neue Quellen mit der Figur Ferdinand Sauerbruch auseinandergesetzt. Neben einer Biographie ist dabei auch dieser Roman entstanden, der sich im wesentlichen auf Jahre 1941 bis 1945 konzentriert und sich vom Grundsatz her eng an die tatsächlichen Geschehnisse in diesem Zeitraum hält. Allerdings nimmt sich der Autor die künstlerische Freiheit, vorhandene Lücken durch fiktive Ergänzungen zu füllen. Aus diesen Gründen werden hier auch in einigen Fällen die Namen einzelner Figuren geändert. Genauere Erläuterungen dazu liefern die Anmerkungen am Ende des Buches.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht aber nicht Sauerbruch selber, sondern die junge Lily Hartmann, die eigentlich nach Berlin kommt, um eine Stelle als Krankenschwester an der Charite zu bekommen, dann aber zur Chefsekretärin des Arztes wird. In dieser Funktion wird sie auch schnell Mitglied des sogenannten Donnerstagsclubs, den Sauerbruch ins Leben gerufen hat. Und schon bald nimmt sie eine Schlüsselrolle bei den gefährlichen Aktivitäten dieser Widerstandsgruppe ein.

Dem Autoren gelingt es hier einmal mehr mit seiner gut aufgebauten Geschichte und seinem packenden Schreibstil, den Zeitgeist der damaligen Zeit einzufangen und dann auch glaubwürdig und nachvollziehbar zu transportieren.
Der Hauptteil der Geschichte wird dabei in eine Rahmenhandlung eingebunden, die im Jahre 1974 spielt, als Lily einem amerikanischen Journalisten die Geschichte des Donnerstagsclubs erzählt. Diese Rahmenhandlung ist aber keineswegs eine bloße Klammer, sondern fügt der Geschichte noch einige zusätzliche Facetten hinzu und ergänzt sie so auf hervorragende Art und Weise.

Am Ende steht dann ein rundherum überzeugendes Gesamtergebnis, das nicht nur spannend unterhält, sondern auch noch tiefe Einblicke in ein wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte bietet.
Auch wer sich für Hintergründe und ergänzende Informationen zur zweiten Staffel der Fernsehserie "Charite" interessiert, wird mit diesem Buch bestens bedient.«
  9      0        – geschrieben von ech68
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2019)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz