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Allgäu-Krimis 7 - Volltreffer
Verfasser: Jürgen Seibold (47)
Verlag: Piper (1608)
VÖ: 1. Februar 2019
Genre: Kriminalroman (6255)
Seiten: 304
Themen: Allgäu (56), Allgäu-Krimi Jurgen Seibold (1), Kommissare (1516), Leichnam (1)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 21. Februar 2019 um 14:16 Uhr (Schulnote 1):
» Mord oder Hochzeit was ist wichtiger?

"Vor den Klohäuschen hatte es noch nie gut gerochen, aber heute war der Geruch noch stechender als sonst." (Buchauszug)
Als Kriminalmeister Willy Haffmeyer das verdorrte Blumenbeet vor der Kapelle St. Rasso sieht, das sein Bekannter Hansjörg Roth sonst immer bearbeitet, macht er sich ernsthaft Sorgen. Wenig später dann entdeckt er Roths Leiche in seinem Klohäuschen unweit seiner Hütte. Roth sitzt mit heruntergelassener Hose auf der Kloschüssel, dort hatte man ihn mit dem Bolzen einer Armbrust durchlöchert zurückgelassen. Wenig später kommt Haffmeyer Roths kriminelle Vergangenheit in den Sinn, für die er sogar einige Jahre im Gefängnis saß. Das Geld aus dem damaligen Bankraub wurde ja bis heute nicht gefunden, ob ihn wohl seinen Komplizen deshalb umgebracht haben? Oder war das ganze nur ein dummer Unfall gewesen von ein paar herumstreifenden Mittelalter Fans, die zurzeit mit Armbrüsten in den Wäldern ihr Unwesen treiben? Während Kommissar Eike Hansen sich eigentlich auf seine Hochzeit vorbereiten sollte, ereilt ihn dieser neue Fall. Kein Wunder, das seine Verlobte Resi sauer ist und deshalb Funkstille zwischen ihnen herrscht. Kann Hansen außer seinem Fall auch noch an die Hochzeitsvorbereitungen denken?

Meine Meinung:
Mit der Allgäuer Reihe Band 7 um Kommissar Eike Hansen scheint diese Kriminalreihe dem Ende zuzugehen und sich der Autor wie ich gehört habe neuen Wegen zu widmen. Für mich selbst war es der vierte Hansen Band, den ich gelesen hatte. Das herrliche Cover mit dem jungen Hirsch und den Pfeilen im Mund passte gut zu diesem Buch und der Reihe. Wieder einmal nahm mich der Autor mit ins schöne Allgäu, das man anhand seiner detaillierten Beschreibung bildlich vor Augen hatte. Das Roth ausgerechnet Willy Haffmeyers Bekannter war, trotzdem er Jahre im Gefängnis eingesessen hatte, hatte mich schon etwas verwundert. Dass ihm deshalb dieser Fall besonders nahe ging, konnte ich jedoch gut verstehen. Roth war aber auch bei vielen im Ort sehr beliebt, vor allem weil er viel für die Bepflanzung des Blumenbeets vor der Kapelle getan hatte. Verwunderlich war dann eher für mich, das er ausgerechnet in die Gegend zurückkehrte, wo seine damaligen Überfälle stattfanden, wie z. B. beim Schneider Creglinger. Vor allem konnten mich die Charaktere wieder überzeugen, besonders Hanna Fischer Willys Kollegin bekam diesmal einen größeren Part als sonst zugeschrieben. Und auch die Kollegin vom BKA Jana Vermijnen aus dem letzten Band, die Hansen schöne Augen gemacht hatte, kam erneut zum Einsatz. Besonders machte mir der Streit von Hansen und Resi zu schaffen und ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob die beiden es diesmal schaffen würden zu heiraten. Humorvoll war außerdem wieder Kater Ignaz, der wie immer nicht gerade zu Hansens Lieblingshaustieren gehörte und der hier einfach nicht fehlen durfte. Bei Jürgen Seibold bekommt sogar dieser Kater ein wenig menschliche Züge. Sehr eigentümlich empfand ich nach wie vor Schubert, der immer so sang- und klanglos bei Hansen auftauchte. Auch wenn es diesmal etwas unspektakulärer und ruhiger ablief, war es wieder ein schöner Regionalkrimi bei dem man, bis zum Ende mitraten konnte. Deshalb von mir 4 1/2 von 5 Sterne für vielleicht Hansens letzten Fall.«
  13      0        – geschrieben von claudi-1963
 
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