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Spiegelscherbenmelodie
Verfasser: Anne Lück (6) und Katja Hemkentokrax (2)
Verlag: Eigenverlag (11645)
VÖ: 27. Dezember 2018
Genre: Fantasy (8704) und Jugendliteratur (5222)
Seiten: 236
Themen: Geister (365), Halloween (88), Internat (252), Schlösser (258)
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Spiegelscherben, Lampenfieber und Schlossgespenster – ihren Start auf dem Musikinternat Sankt Engelbert hatte die sechzehnjährige Thea sich anders vorgestellt.
Als wären ihre schnöseligen Mitschüler nicht schon anstrengend genug, muss Thea außerdem feststellen, dass sie sich den scheinbar verlassenen Wohntrakt im Westflügel des alten Schlosses mit drei Geisterjungen teilt. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich mit den Streichen des aufgedrehten Juli, der Überfürsorglichkeit des ehemaligen Schülersprechers Felix und der schlechten Laune des wortkargen Jonah zu arrangieren.
Und bald wirft das nahende Halloweenfest seine bedrohlichen Schatten auf sie und die drei Geister.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Katja Hemkentokrax für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Katja Hemkentokrax gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook. Mehr zu Anne Lück gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Schließlich fand mein Blick meine eigenen Augen, die mir dunkel und kalt entgegen starrten. Wow, das war kein Gesichtsausdruck, mit dem ich mich meinen neuen Mitschülern vorstellen sollte. Ich verzog mein Gesicht zu einem gequälten Lächeln und versuchte dabei, ein kleines Leuchten in meine Augen zu zaubern. Keine Chance. Das Grün meiner Iris war kühl und wenn ich angespannt war, sah ich schnell missmutig und abweisend aus. Jetzt gerade wirkte ich, als würde ich nach einem potentiellen Mordopfer Ausschau halten.
     Plötzlich hatte ich das Gefühl, als würde jemand meinen Blick erwidern. Ich runzelte die Stirn.
     Ein Klopfen erklang und ich wich vom Spiegel zurück. „Theresia Thalheim?“ Die gedämpfte Jungenstimme kam nicht, wie ich im ersten Augenblick geglaubt hatte, durch den Spiegel, sondern durch die Tür hinter mir. Irgendwie logisch. Es klopfte erneut und ich strich mein cremefarbenes Shirt glatt. Jetzt war es soweit. Am Ende unseres Gesprächs hatte Dr. Herzog mir den Weg zu meinem Zimmer beschrieben und angekündigt, dass mich dort jemand abholen würde. In diesem Moment fühlte ich mich plötzlich furchtbar einsam und wünschte ich mir meine Eltern herbei, was wirklich nicht oft vorkam. Die beiden hatten mich mit dem Auto hergebracht, waren aber schon vor meinem Gespräch mit dem Direktor wieder gefahren, weil Josi müde geworden war. Warum meine schwangere Schwester überhaupt mitgekommen war, verstand ich noch immer nicht. Wir hatten während der dreistündigen Fahrt vier Mal zum Pinkeln anhalten müssen. Außerdem hatte Josi die ganze Zeit über nur gejammert und sich mit meinem Vater gezankt. Ihre Launen waren früher schon echt anstrengend gewesen, aber jetzt ... Vielleicht war es doch ganz gut, dass meine Familie bereits abgereist war.
     Mein Magen rumorte und ich holte zittrig Luft, bevor ich die Tür aufriss.
     Der Junge auf dem Flur hob kaum merklich die Augenbrauen. Wahrscheinlich fragte er sich gerade, warum die Neue ihn angaffte, als würde sie ihm die Pest an den Hals wünschen. Ich bemühte mich um ein Lächeln, doch meine Mundwinkel zuckten nur unkontrolliert. Der Junge war einen Kopf größer als ich und ein wenig stämmig. Sein Haar war dunkelbraun, die Nase etwas knubbelig und er hatte ein Grübchen am Kinn. Über seinen Schultern hing ein an den Ärmeln zusammengeknoteter Pullover und zu dem weißen Hemd darunter trug er eine Krawatte. Herrgott, ging ich wirklich auf eine Schule, an der die Jungs Krawatten trugen?
     „Ich bin Till Strauss. Mit ss wie die legendäre österreichische Musikerfamilie. Verwandtschaft nicht ausgeschlossen.“ Mein Mund war wie zugeklebt. „Ich bin der Schulsprecher“, fügte Till Strauss mit ss erklärend hinzu, als wollte er seine Krawatte vor meinem ungläubigen Blick verteidigen.
     „Nenn mich Thea“, presste ich mit rauer Stimme hervor. Was wie ein freundliches Angebot gemeint war, klang eher nach einem Befehl.
     Till deutete mit dem Kopf auf den Geigenkoffer vor meiner Zimmertür. „Du solltest dein Instrument nicht achtlos herumstehen lassen. Hier auf Sankt Engelbert wird Wert auf Ordnung, Umsicht und Bildung gelegt.“
     Offensichtlich. Ich hatte das Wort Umsicht noch nie aus dem Mund eines Jungen in seinem Alter gehört. Schuldbewusst zog ich die Tür ein wenig zu und versuchte, Till den Blick auf die demolierte Einrichtung meines Zimmers zu versperren. Das wäre allerdings nicht nötig gewesen, denn er war ohnehin damit beschäftigt, meine inzwischen lila angelaufenen Knie zu mustern. Erst jetzt bemerkte ich das schmerzhafte Pochen. Ich fühlte mich auf einmal schrecklich unwohl in meinen luftigen Shorts, fragte mich aber gleichzeitig, wie Till es bei den sommerlichen Temperaturen in einer langen schwarzen Stoffhose aushielt. Er schien meine Gedanken erraten zu haben.
     „Wir haben hier keine Kleiderordnung. Dennoch würde ich dir empfehlen, deine ... Freizeitkleidung?“ Er betonte das Wort wie eine Frage. „... nicht während des Unterrichts zu tragen. Wir sind hier schließlich nicht an irgendeiner Schule.“ Er grinste stolz und ich vermutete, dass es nicht seine Absicht gewesen war, mich zu demütigen. Dennoch spürte ich, wie das Blut heiß in meinen Ohren rauschte, die wahrscheinlich gerade rot anliefen. „Bist du bereit für einen Rundgang, Theresia?“
     Nein. Ich fühlte mich kein bisschen bereit. Dennoch schob ich den Geigenkoffer in mein Zimmer und schloss die Tür. Man hatte mir gesagt, ich bräuchte meine Geige nicht mitzubringen, doch ich wäre im Traum nicht auf die Idee gekommen, Gerti zurückzulassen. Ich ließ die Hände in meinen Hosentaschen verschwinden, was mir einen skeptischen Blick von Till einbrachte, und nickte tapfer.
     „Na dann.“ Mit federnden Schritten lief er los. „Folge mir, Neuling.“


Kapitel 2 – Felix


Als ich das neue Mädchen das erste Mal mit unsicheren Schritten über den Gang gehen sah, zog sich unwillkürlich mein Herz zusammen. Ich konnte mich noch sehr gut an meinen ersten Tag auf dem Sankt Engelbert erinnern. Daran, wie überwältigend die alten Gemäuer auf mich gewirkt hatten, die langen Gänge, und wie gespannt meine Hände sich um den Griff meines Geigenkoffers verkrampft hatten. Es hatte sehr lange gedauert, bis die ehemalige Königsburg zu einem zweiten Zuhause für mich geworden war. Aber ich war zu keinem Zeitpunkt während dieses Prozesses allein gewesen.
     Dieses Mädchen hingegen – Theresia, wenn ich ihren Namen richtig verstanden hatte – strahlte mit jeder noch so winzigen Bewegung ihres Körpers Einsamkeit aus. Unterschwellig, aber als ein mittlerweile renommierter Experte dieses Gefühls konnte ich es trotzdem spüren. Während der letzten Jahre hatte ich viele junge Menschen über die Türschwelle des Sankt Engelbert kommen und gehen sehen. Manche waren mit Geschwistern gekommen, Mitschülern, ihren Familien. Manche sogar mit kleineren Haustieren, die sie irgendwie hier hereingeschmuggelt hatten.
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