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Short Storys - Horror und Fantasy
Verfasser: Norbert Söhl (1)
Verlag: BookRix (1039)
VÖ: 17. Dezember 2018
Genre: Fantasy (8867), Horror (1036) und Kurzgeschichtensammlung (1724)
Seiten: 64
Themen: Banden (165), Dämonen (746), Entscheidungen (1349), Highlands (137), Künstliche Intelligenzen (52), Schottland (433), Teufel (161), Urlaub (609), Virus (127), Zeitmaschine (25)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Norbert Söhl für die Einsendung dieser Leseprobe!
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Ich halte meinen neugeborenen Sohn in den Armen und betrachte ihn mit tiefen Zweifeln. Fünf Tage ist er nun alt. Ein kraftstrotzender, gesunder Bub mit dem Gesicht eines Mädchens. Er lächelt zuckersüß, doch vermag ich es nicht, mit ihm zu fühlen. Seine dunklen Augen und die milchige Haut irritieren mich, erinnern mich an eine Begebenheit vor neun Monaten in den Highlands. Sie endete in einer Auseinandersetzung, bei der ich einen alten Mann erschlug. Für lange Zeit verstrickte ich mich in Selbstvorwürfe, schwankte zwischen Gewissensbissen und Ärger und der Erkenntnis, dass mir keine Alternative geblieben war. Die Worte und Andeutungen des Alten verwirren mich bis heute und bei dem Anblick des Jungen brechen sie erneut mit unbändiger Gewalt aus meiner Erinnerung hervor. Ich schaue den Jungen an und verspüre den verstörenden Drang, ein Kissen auf sein Gesicht zu pressen und ihn zu ersticken.

Eine Woche unseres Urlaubs rollten wir auf schnurrenden Enduros durch die Weite und Stille der nordwestlichen Highlands. Was ich zu finden hoffte, konnte ich selbst nicht sagen. Vielleicht das ständig präsente Gefühl von Einsamkeit, das mir Abstand verschaffen sollte von der Hektik meines Berufsalltags und der Großstadt. Die alltäglichen Routinen, die sich in einer endlosen Spirale wiederholten, gaben mir das Gefühl, erlahmt zu sein in einer reizlosen und eintönigen Lebensweise mit gleichförmigen Eindrücken und Empfindungen.
     Das Land begrüßte uns mit Nieselregen. Schroffe Klippen zogen an uns vorbei, auf deren Höhen einige Ruinen den Eindruck von verwunschenen und verfluchten Orten erweckten. Bei ihrem Anblick verspürte ich gleichermaßen einen befremdlichen Sog wie auch ein tiefes Unbehagen. Im Landesinneren dehnten sich Moor- und Hügellandschaften aus, die mit kleinen Gewässern durchsetzt waren, in denen Seerosen blühten.
     Unsere erste Nacht verbrachten wir auf einer mit Moos und Flechten überzogenen Hochebene. Im Morgengrauen trank ich einen starken Kaffee. Trüber Nebel hing in Fetzen über der Landschaft und ein eisiger Wind pfiff über die Kuppen der Hügel, die sich wie Wellen bis zum Horizont türmten. Ich bemühte mich, die Erinnerung an einen befremdlichen Traum abzuschütteln. Ich stand in einem wabernden Halbdunkel, umgeben von Schatten, die ich bereitwillig umschloss, mit denen ich zu tanzen begann, als würde es einen tieferen Sinn ergeben. Ungläubig schüttelte ich den Kopf und pustete den Dampf aus meinem Becher.
     Aus dem Dunst über der geschwungenen Straße schälten sich die Konturen von zwei Bikern. Das Brummen ihrer Maschinen schwoll im Wind an und ab.
     „Ist wohl doch nicht so abgelegen, wie wir dachten“, sagte Maria und lächelte mich aus unserem Tunnelzelt an. Ich empfand ihr zärtliches Lächeln wie das Aufbrechen des düsteren Himmels und das Erscheinen der Sonne.
     „Laden wir sie auf einen Kaffee ein“, grinste ich.
     Maria kroch aus dem Zelt heraus und winkte den Bikern entgegen. Sie deutete auf die dampfende Kanne über dem offenen Feuer. Den Bikern schien unsere Einladung willkommen zu sein. Sie stoppten neben unseren Enduros und drückten die Ständer heraus. Fast elegant zogen sie die Helme ab und hängten sie auf die Lenkerenden.

Der erste Anblick verschlug mir fast den Atem. Die beiden waren von fesselnder Schönheit. Der Mann hatte ein schmales Gesicht mit brauner Haut. Er hatte nahezu gänzlich schwarze Augen und sein tiefschwarzes Haar glänzte seidig im morgendlichen Licht. Auf sein Handgelenk waren die drei ineinander verwundenen Kreise der unheiligen Dreifaltigkeit tätowiert. Das Symbol für Satan, den Antichrist und den falschen Propheten, wollte ich einem Klienten meiner Sozialarbeit Glauben schenken. Aberglauben, Religiösität, Esoterik, Astrologie und ähnliche Bekenntnisse begegneten mir häufig auf der Straße.
     Als ich die Frau anschaute, musste ich schlucken. Ihr Gesicht erschien engelhaft, mit einer Haut wie weißer Marmor. Sie schüttelte anmutig ihr fuchsrotes, langes Haar aus. Ich bekam einen trockenen Mund und nippte an meinem Kaffee.
     „Hallo, was hat euch hierher verschlagen“, begrüßte Maria die beiden und strich ihre Locken aus dem Gesicht. „Ich bin Maria, das ist Ben.“ Sie blickte kurz auf mich, dann schaute sie wieder wie gebannt in das Gesicht des fremden Mannes. In meinem Herzen spürte ich einen kleinen Stich. Zu verführerisch lächelte sie ihm zu. Sie fand ihn garantiert zum Anbeißen. Seine feinen Züge standen in krassem Gegensatz zu meinem kantigen Gesicht und in seinen Augen funkelte etwas, dass ich beunruhigend fand. Eine Eindringlichkeit, die mich gleichzeitig verwirrte, anzog und ärgerte. Er zog die Mundwinkel sanft nach oben, in einer Art, als hätte er Marias Frage erwartet.

„Ich bin Lilly und mein Freund heißt Lyon“, sagte die Porzellanprinzessin. Ihr Haar wehte leicht im Wind, ihre Augen waren fast rosa. Ich konnte meinen Blick von ihr nicht abwenden und kam mir dumm vor, weil ich so abschätzig über Maria gedacht hatte. Die beiden setzten sich auf den Boden und hielten ihre Hände vor das Feuer. Maria reichte ihnen ihren Alubecher.
     „Einer für euch, einer für uns“, schmunzelte sie und griff nach meinem Becher, um einen Schluck daraus zu trinken. Maria verzog das Gesicht, als hätte sie auf einem sauren Drops gelutscht. Sie trank ihren Kaffee nicht wie ich ohne Zucker.
     „Wir haben uns eine Burgruine angeschaut, nicht weit von hier“, sagte Lyon. „Sie ist auf keiner Karte verzeichnet. Der Teufel hat dort die Unterwelt verlassen, um die Herrschaft über die Menschheit zu ergreifen.“ Er lächelte verschmitzt und ich wusste nicht, ob er uns auf den Arm nehmen wollte.
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