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Romantic Escapes 1 - Das kleine Café in Kopenhagen
Verfasser: Julie Caplin (1)
Verlag: Rowohlt (1359)
VÖ: 18. Dezember 2018
Genre: Romantische Literatur (15892)
Seiten: 416
Themen: Dänemark (72), Journalisten (770), Kopenhagen (33), Reisen (1636), Restaurants (239)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 11. Februar 2019 um 22:07 Uhr:
» Dänemark kannüberall sein

„Das kleine Café in Kopenhagen“ ist der gelungene Auftakt der Reihe „Romantic Escapes“ aus dem Rowohlt Verlag.
Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht die sympathische PR-Frau Kate Sinclair aus London. Sie ist ehrgeizig und engagiert, aber derzeit scheint ihr Leben nur aus Pechsträhnen zu bestehen.

Dennoch stellt sie sich neuen beruflichen Herausforderung, eine Kampagne für einen dänischen Kunden, der eine Niederlassung seines Kaufhauses „Hjem“ in London eröffnen will, kurzfristig zu organisieren, obwohl sie keine Ahnung vom Motto „Wir bringen das Herz von Hygge nach London“ hat. Ihr unkonventionelles Herangehen gefällt dem Kunden, ihre Agentur bekommt den Auftrag und sie muss für eine Pressereise nach Kopenhagen sechs Journalisten finden und ihnen dabei das dänische Lebensgefühl und den Trend Hygge vermitteln, um passende Pressearbeit zu erhalten.

Nach dem Treffen zum gemeinsamen Abflug nach Kopenhagen, als nur fünf Personen erscheinen und der sechste zunächst unauffindbar ist, bekommt man als Leser Zweifel, wie Kate hier bestehen soll.
Die Erlebnisse von Kate und ihrer bunten Truppe sind so amüsant und witzig beschrieben, dass es pures Lesevergnügen ist. Die Charaktere können nicht unterschiedlicher sein und jeder einzelne ist an sich ein spezieller Fall. Der Journalist Benedict Johnson ist die personifizierte Widerspenstigkeit. Beide geraten immer wieder aneinander, doch es entwickelt sich eine unerklärliche Beziehung zwischen den beiden oder doch nicht?

Kate muss Situationen meistern, die der Alptraum von jedem Reiseführer sind. Aber sie gibt nicht auf und kümmert sich rührend um ihre schwierigen Schäfchen. Zum Glück gibt es noch Eva, der das Café „Varme“ gehört. Sie schaut in das Innere von Menschen und gibt Kate eine völlig neue Sicht auf ihr Leben. Von ihr lernen Kate und die anderen Journalisten auch was „hygge“ wirklich bedeutet und beginnen zu verstehen, warum die Dänen so glücklich sind. Dazu gehören ein bewusstes, achtsames Leben und die wahrhafte Freude an ausgewählten Stücken. Hier ist weniger mehr.
Die Beschreibung von Kopenhagen und seinen Sehenswürdigkeiten, die Kates Gruppe zu Fuß, mit dem Zug und per Boot besucht ist wunderschön und kann mit jedem Reiseführer mithalten. Dänisches Flair und hyggelige Momente wecken die Sehnsucht, dieses Land einmal selbst zu besuchen. Die Spezialitäten und wunderbaren Lokale machen Appetit auf mehr.

Doch plötzliche holt die Realität Kate in Gestalt ihres Exfreundes Josh, der zu ihrer Unterstützung von der Agentur nach Kopenhagen geschickt wurde, wieder ein. Aber ihre Reisegruppe zeigt sich jetzt von einer ganz anderen Seite und als Leser kommt man aus dem Staunen nicht heraus.
Das Buch ist so leicht, amüsant und unterhaltsam geschrieben, dass es eine Freude ist, immer weiter zu lesen. Aber für mich hat es auch Züge einer gekonnt geschrieben Satire zu PR-Arbeit und Journalismus. Man merkt die Autorin Julie Caplin, die selbst viele Jahre als PR-Agnetin gearbeitet hat, weiss genau, worüber sie schreibt. So gelingt es ihr das Buch bis zum Ende unterhaltsam und überraschend zu gestalten.
Ich freue mich schon auf die weiteren Bände. Band 2 „Die kleine Bäckerei in Brooklyn“ in dessen Mittelpunkt Sophie steht, wird am 21. Mai 2019 erscheinen und der 3. Band „Die kleine Patisserie in Paris“ wird am 23. Juli 2019 erscheinen.

Fazit:
Diese originelle Story, die humorvoll, witzig und mit leichter Feder flott geschrieben wurde, kann ich nur empfehlen. Die Handlung ist in sich stimmig mit vielen Überraschungsmomenten und mit Kate und Eva kann man sich identifizieren. Es werden vielfältige Einblicke in die dänische Mentalität gewährt. „Das kleine Café in Kopenhagen“ bereitete mir wunderbare und humorvolle Lesestunden. Aus meiner Sicht eine absolute Leseempfehlung, die ich mit 5 Sternen bewerte.«
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